Frankenhäuser immer auf dem Treppchen
Sonntag, 08. Mai 2011, 14:35 Uhr
Als Ausrichter der Landesmeisterschaften der Altersklasse 11 hatte sich die VSG 70 Bad Frankenhausen beworben. Es sollten DIE Wettkämpfe mit den Topergebnissen werden. Teilweise wurde am Samstag, den 07.05. das angestrebte auch umgesetzt...
Insgesamt waren 16 Jungen und 16 Mädchen bei den Landesmeisterschaften der AK 11 in Bad Frankenhausen am Start. Dabei waren alle Ranglistenplatzierten bis zum Platz 10 angereist, um die Pokale und Medaillen zu spielen.
In den Doppelwettbewerben waren N. Wolff und I. Kronberg vom Gastgeber an Eins gesetzt und auch leichte Favoriten. Gerade das Doppeltaktiktraining machte sich im Spiel positiv bemerkbar. Gegenüber der Bezirksmeisterschaft war bei den beiden eine enorme Leistungssteigerung zu verzeichnen. Nach klaren Siegen gegen Pottgüter/ Potiatos aus Sömmerda und Angstgegner Kücük/ Schneller aus Mühlhausen standen die Kurstädterinnen im Finale. Hier ging es enger zu. Stuchlik/ Voigt (Neustadt/ Jena) wehrten sich redlich. Jedoch waren die Frankenhäuser Mädels immer in Führung. Nerven zerreißend war dann aber das Ende des 1. Satzes, trotz 20:15 Führung sollte der erlösende Satzball einfach nicht gelingen. Bis zum 20:19 mussten Trainer, Eltern und Fans zittern, eh man endlich den Satzgewinn ausgelassen bejubeln konnte. Im 2. Satz gab es bis zum Ende ein ähnliches Bild. Und wieder stand es 20:15, wo nur noch ein Punkt die Kurstädter von der ersehnten Meisterschaft trennte. Das Spiel ging hier aber unspektakulär mit einem AufschlagAss zu Ende, was dem Jubel aber kein Abbruch tat.
Herzlichen Glückwunsch, Natalie und Isabell.
Im Jungendoppel spielte die Kurstädter Nachwuchshoffnung, Florian Wohlgemuth, mit Linus Kolle aus Jena zusammen. Die beiden kamen nach gewonnenem Spiel ins Halbfinale, wo sie es mit den an Zwei gesetzten Witte/ Kahlert aus Suhl zu tun bekamen. Im 1. Satz konnten sie noch relativ gut mithalten, verloren den Satz aber. Im 2. Satz kamen sie beiden dann aber unter die Räder und mussten so den Wettkampf abhaken. Der Dritte Platz ist aber durchaus erfreulich. Landesmeister wurden die beiden Suhler, die im Finale die Erfurter Bergert/ Kahlert in die Schranken wiesen.
Gute Spiele machten auch T. Pusch/ E. Schumann und N. Tobien/ J. Stefan, die am Ende jeweils Platz 5 belegten und N. Schwarm, die mit ihrer Meininger Partnerin Siebte wurde.
In den Einzelkonkurrenzen sollte es dann noch spannender werden. Natalie Wolff war hier an Eins gesetzt, aber gerade bei den Mädchen war alles offen, da 6 – 8 Mädchen auf fast einem Niveau spielen. Dies spiegelte sich auch in den Ergebnissen wider, leider mit einem negativen Ausgang für die Kurstädterinnen. Während im Achtelfinale noch alles im Plan lief und sichere Siege zu verzeichnen waren, hatte Isabelle Kronberg es im Viertelfinale mit der kämpferischen Friederike Apel aus Jena zu tun. Nach vergeigtem 1. Satz, kam Isa im 2. Satz besser ins Spiel. Mit sehr viel Kampfgeist hielt sie den Satz bis zum 19:20 offen, um dann aber einen leichten Ball ins Aus zu dreschen. Somit am Ende Platz Fünf und nicht der erstrebte Treppchenplatz. In den anderen Viertelfinals ein ähnliches Bild. Wie erwartet waren alle Spiele auf Messers Schneide. In den Platzierungsspielen schaffte Joana Stefan einen Neunten Platz. Noell Tobien und Natalie Schwarm teilten sich mit noch zwei Mädchen den Dreizehnten Rang. Aber alle Drei Frankenhäuser dürfen ja auch nächstes Jahr noch in der AK 11 antreten. Aber nun zurück zum Kampf um die Medaillen.
Während die Bezirksmeisterin, Sema Kücük aus Mühlhausen im Viertelfinale gegen Marie Voigt noch 3 Sätze zum weiterkommen brauchte, schaffte sie es im Halbfinale mit der Jenaerin Hanna Bekele in 2 Sätzen. Allerdings musste hier der 2. Satz in die Verlängerung und war dann mit 22:20 beendet. Das andere Halbfinale bestritten Natalie Wolff und Friederike Apel aus Jena. Nach schlechtem Beginn rannte Natti im 1. Satz immer der Führung der Kontrahentin hinterher. Der Satz ging schließlich mit 16:21 verloren. Im 2. Satz konnte das Mädchen aus Udersleben den Spieß umdrehen. Mit 21:11 war eine klare Angelegenheit und die Hoffnung der Anhänger entflammte erneut. Im 3. Satz ging es hin und her.
Man hatte aber den Eindruck, dass Natalie mit angezogener Handbremse spielte. Ihre Bälle flogen nicht mehr weit genug und kamen auch nicht mehr so präzise. Zudem feuerte sich ihre Gegnerin förmlich an und feierte jeden Punkt. Das Aufbäumen zum Satzende kam zu spät. So endete für Natalie der Traum vom Landesmeistertitel im Halbfinale mit einem 17:21 im 3. Satz. Das Finale war dann noch einmal an Dramatik nicht zu überbieten. S. Kücük (Mühlhausen) und F. Apel (Jena) schenkten sich nichts und so musste auch hier der 3. Satz entscheiden. Nach großem Kampf und einem hauchdünnem 21:19 sicherte sich die Mühlhäuserin den Landesmeistertitel und nahm somit nach dem Bezirksmeistertitel den 2. Riesenpokal aus Bad Frankenhausen mit nach Hause.
Bei den Jungen ging es etwas ruhiger zu. Aber ein kleiner Flo machte auf sich aufmerksam. Florian Wohlgemuth wies gewachsene Spielstärke nach, indem er erst dem Suhler Henry Runge keine Chance ließ und dann in einem packendem Spiel auch gegen Moritz Pries aus Suhl die Oberhand behielt. Erst im Halbfinale wurde ein Stopschild gestellt. Hier hatte Florian gegen den späteren Landesmeister, Benjamin Witte keine Chance. Aber eine Bronzemedaille in dieser Konkurrenz ist ein großer Erfolg für Florian, der sich den 3. Platz mit Linus Kolle aus Jena teilt. Im Finale hatte auch Paul Bergert aus Erfurt nicht viel gegen den Suhler B. Witte entgegen zu setzen und musste ihn ziehen lassen.
Im Platzierungsspiel schenkten sich Even Schumann und Tobias Pusch nichts. Beide mussten gegeneinander spielen. Even setzte sich am Ende mit 17:21 – 21:17 – 24:22 durch.
Mit dieser Breite wächst endlich auch wieder eine Schülermannschaft heran, die zudem äußerst schlagkräftig sein wird, wenn alle Kinder mit der Intensität weiter am Federball bleiben.
Gedankt sei dem Tourismusverband Kyffhäuser e.V., der Preise für Sieger und Platzierte sponserte. Renner bei den Kinder war der Kuschelmutz, den dann aber leider nur die Landesmeister der Einzeldisziplinen in Empfang nehmen konnten.
Text und Fotos: Andreas Reich
Autor: khhInsgesamt waren 16 Jungen und 16 Mädchen bei den Landesmeisterschaften der AK 11 in Bad Frankenhausen am Start. Dabei waren alle Ranglistenplatzierten bis zum Platz 10 angereist, um die Pokale und Medaillen zu spielen.
In den Doppelwettbewerben waren N. Wolff und I. Kronberg vom Gastgeber an Eins gesetzt und auch leichte Favoriten. Gerade das Doppeltaktiktraining machte sich im Spiel positiv bemerkbar. Gegenüber der Bezirksmeisterschaft war bei den beiden eine enorme Leistungssteigerung zu verzeichnen. Nach klaren Siegen gegen Pottgüter/ Potiatos aus Sömmerda und Angstgegner Kücük/ Schneller aus Mühlhausen standen die Kurstädterinnen im Finale. Hier ging es enger zu. Stuchlik/ Voigt (Neustadt/ Jena) wehrten sich redlich. Jedoch waren die Frankenhäuser Mädels immer in Führung. Nerven zerreißend war dann aber das Ende des 1. Satzes, trotz 20:15 Führung sollte der erlösende Satzball einfach nicht gelingen. Bis zum 20:19 mussten Trainer, Eltern und Fans zittern, eh man endlich den Satzgewinn ausgelassen bejubeln konnte. Im 2. Satz gab es bis zum Ende ein ähnliches Bild. Und wieder stand es 20:15, wo nur noch ein Punkt die Kurstädter von der ersehnten Meisterschaft trennte. Das Spiel ging hier aber unspektakulär mit einem AufschlagAss zu Ende, was dem Jubel aber kein Abbruch tat.
Herzlichen Glückwunsch, Natalie und Isabell.
Im Jungendoppel spielte die Kurstädter Nachwuchshoffnung, Florian Wohlgemuth, mit Linus Kolle aus Jena zusammen. Die beiden kamen nach gewonnenem Spiel ins Halbfinale, wo sie es mit den an Zwei gesetzten Witte/ Kahlert aus Suhl zu tun bekamen. Im 1. Satz konnten sie noch relativ gut mithalten, verloren den Satz aber. Im 2. Satz kamen sie beiden dann aber unter die Räder und mussten so den Wettkampf abhaken. Der Dritte Platz ist aber durchaus erfreulich. Landesmeister wurden die beiden Suhler, die im Finale die Erfurter Bergert/ Kahlert in die Schranken wiesen.
Gute Spiele machten auch T. Pusch/ E. Schumann und N. Tobien/ J. Stefan, die am Ende jeweils Platz 5 belegten und N. Schwarm, die mit ihrer Meininger Partnerin Siebte wurde.
In den Einzelkonkurrenzen sollte es dann noch spannender werden. Natalie Wolff war hier an Eins gesetzt, aber gerade bei den Mädchen war alles offen, da 6 – 8 Mädchen auf fast einem Niveau spielen. Dies spiegelte sich auch in den Ergebnissen wider, leider mit einem negativen Ausgang für die Kurstädterinnen. Während im Achtelfinale noch alles im Plan lief und sichere Siege zu verzeichnen waren, hatte Isabelle Kronberg es im Viertelfinale mit der kämpferischen Friederike Apel aus Jena zu tun. Nach vergeigtem 1. Satz, kam Isa im 2. Satz besser ins Spiel. Mit sehr viel Kampfgeist hielt sie den Satz bis zum 19:20 offen, um dann aber einen leichten Ball ins Aus zu dreschen. Somit am Ende Platz Fünf und nicht der erstrebte Treppchenplatz. In den anderen Viertelfinals ein ähnliches Bild. Wie erwartet waren alle Spiele auf Messers Schneide. In den Platzierungsspielen schaffte Joana Stefan einen Neunten Platz. Noell Tobien und Natalie Schwarm teilten sich mit noch zwei Mädchen den Dreizehnten Rang. Aber alle Drei Frankenhäuser dürfen ja auch nächstes Jahr noch in der AK 11 antreten. Aber nun zurück zum Kampf um die Medaillen.
Während die Bezirksmeisterin, Sema Kücük aus Mühlhausen im Viertelfinale gegen Marie Voigt noch 3 Sätze zum weiterkommen brauchte, schaffte sie es im Halbfinale mit der Jenaerin Hanna Bekele in 2 Sätzen. Allerdings musste hier der 2. Satz in die Verlängerung und war dann mit 22:20 beendet. Das andere Halbfinale bestritten Natalie Wolff und Friederike Apel aus Jena. Nach schlechtem Beginn rannte Natti im 1. Satz immer der Führung der Kontrahentin hinterher. Der Satz ging schließlich mit 16:21 verloren. Im 2. Satz konnte das Mädchen aus Udersleben den Spieß umdrehen. Mit 21:11 war eine klare Angelegenheit und die Hoffnung der Anhänger entflammte erneut. Im 3. Satz ging es hin und her.
Man hatte aber den Eindruck, dass Natalie mit angezogener Handbremse spielte. Ihre Bälle flogen nicht mehr weit genug und kamen auch nicht mehr so präzise. Zudem feuerte sich ihre Gegnerin förmlich an und feierte jeden Punkt. Das Aufbäumen zum Satzende kam zu spät. So endete für Natalie der Traum vom Landesmeistertitel im Halbfinale mit einem 17:21 im 3. Satz. Das Finale war dann noch einmal an Dramatik nicht zu überbieten. S. Kücük (Mühlhausen) und F. Apel (Jena) schenkten sich nichts und so musste auch hier der 3. Satz entscheiden. Nach großem Kampf und einem hauchdünnem 21:19 sicherte sich die Mühlhäuserin den Landesmeistertitel und nahm somit nach dem Bezirksmeistertitel den 2. Riesenpokal aus Bad Frankenhausen mit nach Hause.
Bei den Jungen ging es etwas ruhiger zu. Aber ein kleiner Flo machte auf sich aufmerksam. Florian Wohlgemuth wies gewachsene Spielstärke nach, indem er erst dem Suhler Henry Runge keine Chance ließ und dann in einem packendem Spiel auch gegen Moritz Pries aus Suhl die Oberhand behielt. Erst im Halbfinale wurde ein Stopschild gestellt. Hier hatte Florian gegen den späteren Landesmeister, Benjamin Witte keine Chance. Aber eine Bronzemedaille in dieser Konkurrenz ist ein großer Erfolg für Florian, der sich den 3. Platz mit Linus Kolle aus Jena teilt. Im Finale hatte auch Paul Bergert aus Erfurt nicht viel gegen den Suhler B. Witte entgegen zu setzen und musste ihn ziehen lassen.
Im Platzierungsspiel schenkten sich Even Schumann und Tobias Pusch nichts. Beide mussten gegeneinander spielen. Even setzte sich am Ende mit 17:21 – 21:17 – 24:22 durch.
Mit dieser Breite wächst endlich auch wieder eine Schülermannschaft heran, die zudem äußerst schlagkräftig sein wird, wenn alle Kinder mit der Intensität weiter am Federball bleiben.
Gedankt sei dem Tourismusverband Kyffhäuser e.V., der Preise für Sieger und Platzierte sponserte. Renner bei den Kinder war der Kuschelmutz, den dann aber leider nur die Landesmeister der Einzeldisziplinen in Empfang nehmen konnten.
Text und Fotos: Andreas Reich



