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Neues aus Berlin (41)

Donnerstag, 12. Mai 2011, 19:31 Uhr
Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Kersten Steinke (Die Linke) zum Thema: Schütteln von Babys kann tödlich sein und wirft der Koalition Unverantwortlichkeit vor.

Immer wieder kommt es vor, dass das Schütteln von schreienden Babys und Kleinkindern, die damit zur Ruhe gebracht werden sollen, zu einem Schütteltrauma oder gar zum Tode des Babies führt. Beim Schütteln eines Säuglings schlägt das Gehirn gegen die Schädeldecke. Dabei können Nervenverletzungen und Hirnfolgeschäden entstehen. Etwa 40 Kinder sterben jährlich in Deutschland an den Folgen des Schüttelns.

Mit einer öffentlichen Petition, die rund 400 Unterzeichner fand, wird gefordert, dass bundesweit über die Gefährlichkeit des Säuglingsschüttelns in einer Kampagne oder durch Kinderärzte sowie Kliniken systematisch aufgeklärt wird. Dem verschließt sich jedoch die schwarz-gelbe Koalition und beruft sich auf die bestehenden Möglichkeiten der Schwangeren- und Mütterberatung. In Deutschland existieren im Gegensatz beispielsweise zur Schweiz und den USA gezielte staatliche Aufklärungsmaßnahmen nicht.

Kersten Steinke, linke Bundestagsabgeordnete aus dem Kyffhäuserkreis dazu: „Das ist unverantwortlich von der Koalition und hat nichts mit einer verantwortungsvollen Kinder- und Familienpolitik zu tun. Für die Einbeziehung der Väter, der Familien und des gesellschaftlichen Umfeldes bedarf es einer staatlich organisierten und gelenkten Prävention.“Wahlkreisbüro Kersten Steinke
Autor: khh

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