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Abgasanlage für Feuerwehr

Samstag, 14. Mai 2011, 14:30 Uhr
Am heutigen späten Vormittag hatten sich eine ganze Reihe Wehrführer Sondershäuser Feuerwehren vor dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Berka eingefunden. Eine hochmoderne Anlage wurde übergeben.

Abgasanlage für Feuerwehr (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Abgasanlage für Feuerwehr (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Wer kennt es nicht das Problem, gerade bei großen Fahrzeugen, wenn beiden in der Garage der Motor angelassen wird, füllt sich der Raum mit Abgasen. Besonders problematisch bei Dieselfahrzeugen der Feinstaub. Da Feuerwehren nun mal immer ausfahrtbereit stehen, wird dort erst recht das Abgas in die Garage geblasen.

Abgasanlage für Feuerwehr (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Abgasanlage für Feuerwehr (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Abhilfe schafft der Magnetic Grabber, wie es hier der stellvertretende Wehrleiter Berka Enrico Thums demonstriert. Durch seine konische Ausführung kann das Absaugsystem schnell und anwendungssicher am Abgasstutzen des Fahrzeuges mittels eines starken Magneten angebracht werden.

Durch eine Absauganlage werden die Austretenden Motorabgase sofort in einer Absauganlage aufgefangen und über eine Rohrleitung ins Freie geführt. Dieser patentierte Magnetic Grabber lässt sich nicht nur schnell anbringen, sondern er löst natürlich auch ganz schnell. Losfahren, die Saugleitung bewegt sich durch eine Schiene an Decke noch bis zum Garagetor, um dann problemlos (es muss keiner aussteigen) sich vom Fahrzeug zu trennen, weil der Magnet ja keine Verriegelung hat. Keine zusätzliche Druckluft, kein Funke der durch Elektrik springen könnte. Aber sehen Sie selbst.


Funktionsweise Abgasanlage


Natürlich läuft die Absauganlage noch drei Minuten nach und schaltet sich dann automatisch ab. Eine zusätzliche Sicherheitskupplung verhindert, dass der Schlauch aus irgendeinem Grunde doch zu weit mitgezogen wird.

Abgasanlage für Feuerwehr (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Abgasanlage für Feuerwehr (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Dass familiäre Beziehungen nichts schlechtes sein müssen, zeigt sich am Beispiel Berka, denn so kamen die Leute zusammen, die sich dieses System für Berka haben einfallen lassen. Dirk Morscheck von der Firma PLYMOVENT, welche die Anlage geliefert haben, Tomas Bubig von der Firma LEWESCH, welche die Anlage eingebaut und ganz wichtig, auch gesponsert hat, haben sich zusammen mit dem stellvertretende Wehrleiter Berka Enrico Thums und Olaf Koch vor der Absauganlage positioniert.

Abgasanlage für Feuerwehr (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Abgasanlage für Feuerwehr (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Natürlich wurde die Anlage auch von den Kameraden der anderen Wehren aus Sondershausen sorgfältig inspiziert, ist es doch wohl die erste Anlage dieser Art im Kyffhäuserkreis überhaupt. Nicht nur Stadtbrandmeister Harald Schmidt, sondern auch Landrat Peter Hengstermann (CDU), Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und Ortsbürgermeister Dieter Hotze (Volkssolidarität) schauten sich die Anlage interessiert an. Aller Wehren von Sondershausen mit so einer hochmodernen Anlage ausrüsten zu wollen, dürfte ihm bei der Finanzlage der Stadt sicher Kopfschmerzen bereiten. Aber vielleicht finden sich noch andere Sponsoren.

Anschließend gab es von Wehrleiter Horst Appenrodt noch kleine Dankgeschenke an die Akteure. Dabei soll nicht die Firma Lindenzweig vergessen werden, die mit dem Bohren der Löcher auch zum Gelingen der Anlage beitrugen.

Abgasanlage für Feuerwehr (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Abgasanlage für Feuerwehr (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Aber es gab noch etwas andere Positives zu berichten. Von der Firma BSD in Dessau hat die Wehr in Berka drei Funkmeldeempfänger gesponsert bekommen, die immerhin einen Wert von 500 Euro haen. Leider konnte Herr Schnitzler heute nicht anwesend sein.
Autor: khh

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