Unfallschwerpunkte ausgewertet
Donnerstag, 02. Juni 2011, 08:59 Uhr
Jüngst hatte die Polizeiinspektion Kyffhäuser die Unfallstatistik 2010 ausgewertet, kn berichtete. Auf Basis des Zahlenmaterials tagte auch die Unfallkommission des Kyffhäuserkreises. Was alles beschlossen und empfohlen wurde, erfahren Sie hier...
In der Unfallkommission, bestehend aus Behördenvertretern der Polizei, der Straßenverkehrsbehörden, der Straßenbaulastträger sowie dem ADAC befasste man sich mit den wesentlichen Unfallhäufungsstellen und -linien, um ein höheres Maß an Verkehrssicherheit zu erzielen. Ständiger Unfallschwerpunkt ist nach wie vor die Doppelkurve im Zuge der B 4 vor Oberspier.
Trotz aller bisher durchgeführten verkehrsorganisatorischen Maßnahmen müssen immer wieder Unfälle aufgenommen werden.
Nachdem eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 50 km/h vor den Kurven angeordnet war, konnte für 2010 zumindest ein Rückgang von Unfällen mit schweren Personenschäden festgestellt werden. Von der Versetzung des Zusatzzeichens "Radarkontrolle" vor die Kurve verspricht man sich einen weiteren Unfallrückgang.
Im Ergebnis der letzten Beratung prüft die Polizei mögliche Standorte für mobile Messstellen zur Durchführung effektiver Geschwindigkeitskontrollen am eigentlichen Unfallschwerpunkt der letzten Kurve vor Oberspier, um den Überwachungsdruck zu erhöhen. Verkehrsorganisatorisch werden dadurch alle Möglichkeiten ergriffen, um gezielt auf das Verkehrsverhalten der Kraftfahrer einzuwirken. Darüber hinaus könnten nur noch bauliche Maßnahmen einer veränderten Linienführung durch das Straßenbauamt Nordthüringen zu einer Verbesserung der Situation führen.
Einen weiteren Unfallschwerpunkt bildet der Knotenpunkt B 4 mit der B 249 im Graß. Die Analyse des Unfallgeschehens ergab, dass sich im Knotenbereich hauptsächlich Abbiegeunfälle ereigneten.
Vor allem für Linksabbieger von Erfurt kommend in Richtung Schernberg (B 249) sind die Sichtverhältnisse problematisch.
Da eine Linksabbiegespur fehlt, besteht außerdem das Risiko von Auffahrunfällen. Im Ergebnis der Beratung wurde Einvernehmen darüber erzielt, dass die verschlissene Markierung erneuert werden muss. Verkehrsbehördlich wird die Aufstellung des Verkehrszeichens 124 "Stau" mit dem Zusatzzeichen Linksabbieger angeordnet.
Eine Unfallhäufungslinie befindet sich auf der B85 zwischen Bad Frankenhausen und dem Abzweig zur L 2292 (Rathsfeld) und im Abschnitt L 2297 (Zufahrt Denkmal) bis zur Kreis - und Landesgrenze. Vor allem Motorradfahrer sind in Unfälle verwickelt.
Das Unfallgeschehen konzentriert sich auf die Zeit von April bis September, hauptsächlich an den Wochenenden.
Der starken Polizeipräsenz und Überwachung ist es zu verdanken, dass 2010 ein Rückgang der Verkehrsunfälle mit schweren Personenschäden zu verzeichnen war. Da sich an der Unfallhäufungslinie in den vergangenen drei Jahren jedoch immer noch insgesamt 45 Unfälle mit schweren Personenschäden ereigneten, waren weitere Maßnahmen erforderlich.
Die Verkehrsüberwachung durch die Polizei wird mit gleicher Intensität fortgeführt und nach Möglichkeit verstärkt.
Zur Prävention hat am 15.05.2011 auf dem Kyffhäuser eine bereits von den Medien gewürdigte länderübergreifende Verkehrssicherheitsaktion "Sicher durch den Harz und den Kyffhäuser" mit mehr als 800 Teilnehmern stattgefunden.
Sonderzeichen, wie sie die Verkehrswacht bereits in Niedersachsen initiiert hat, werden künftig auch hier die Motorradfahrer auf die besondere Unfallgefahr hinweisen und hoffentlich zu einem angemessenen Fahrverhalten beitragen.
Autor: khhIn der Unfallkommission, bestehend aus Behördenvertretern der Polizei, der Straßenverkehrsbehörden, der Straßenbaulastträger sowie dem ADAC befasste man sich mit den wesentlichen Unfallhäufungsstellen und -linien, um ein höheres Maß an Verkehrssicherheit zu erzielen. Ständiger Unfallschwerpunkt ist nach wie vor die Doppelkurve im Zuge der B 4 vor Oberspier.
Trotz aller bisher durchgeführten verkehrsorganisatorischen Maßnahmen müssen immer wieder Unfälle aufgenommen werden.
Nachdem eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 50 km/h vor den Kurven angeordnet war, konnte für 2010 zumindest ein Rückgang von Unfällen mit schweren Personenschäden festgestellt werden. Von der Versetzung des Zusatzzeichens "Radarkontrolle" vor die Kurve verspricht man sich einen weiteren Unfallrückgang.
Im Ergebnis der letzten Beratung prüft die Polizei mögliche Standorte für mobile Messstellen zur Durchführung effektiver Geschwindigkeitskontrollen am eigentlichen Unfallschwerpunkt der letzten Kurve vor Oberspier, um den Überwachungsdruck zu erhöhen. Verkehrsorganisatorisch werden dadurch alle Möglichkeiten ergriffen, um gezielt auf das Verkehrsverhalten der Kraftfahrer einzuwirken. Darüber hinaus könnten nur noch bauliche Maßnahmen einer veränderten Linienführung durch das Straßenbauamt Nordthüringen zu einer Verbesserung der Situation führen.
Einen weiteren Unfallschwerpunkt bildet der Knotenpunkt B 4 mit der B 249 im Graß. Die Analyse des Unfallgeschehens ergab, dass sich im Knotenbereich hauptsächlich Abbiegeunfälle ereigneten.
Vor allem für Linksabbieger von Erfurt kommend in Richtung Schernberg (B 249) sind die Sichtverhältnisse problematisch.
Da eine Linksabbiegespur fehlt, besteht außerdem das Risiko von Auffahrunfällen. Im Ergebnis der Beratung wurde Einvernehmen darüber erzielt, dass die verschlissene Markierung erneuert werden muss. Verkehrsbehördlich wird die Aufstellung des Verkehrszeichens 124 "Stau" mit dem Zusatzzeichen Linksabbieger angeordnet.
Eine Unfallhäufungslinie befindet sich auf der B85 zwischen Bad Frankenhausen und dem Abzweig zur L 2292 (Rathsfeld) und im Abschnitt L 2297 (Zufahrt Denkmal) bis zur Kreis - und Landesgrenze. Vor allem Motorradfahrer sind in Unfälle verwickelt.
Das Unfallgeschehen konzentriert sich auf die Zeit von April bis September, hauptsächlich an den Wochenenden.
Der starken Polizeipräsenz und Überwachung ist es zu verdanken, dass 2010 ein Rückgang der Verkehrsunfälle mit schweren Personenschäden zu verzeichnen war. Da sich an der Unfallhäufungslinie in den vergangenen drei Jahren jedoch immer noch insgesamt 45 Unfälle mit schweren Personenschäden ereigneten, waren weitere Maßnahmen erforderlich.
Die Verkehrsüberwachung durch die Polizei wird mit gleicher Intensität fortgeführt und nach Möglichkeit verstärkt.
Zur Prävention hat am 15.05.2011 auf dem Kyffhäuser eine bereits von den Medien gewürdigte länderübergreifende Verkehrssicherheitsaktion "Sicher durch den Harz und den Kyffhäuser" mit mehr als 800 Teilnehmern stattgefunden.
Sonderzeichen, wie sie die Verkehrswacht bereits in Niedersachsen initiiert hat, werden künftig auch hier die Motorradfahrer auf die besondere Unfallgefahr hinweisen und hoffentlich zu einem angemessenen Fahrverhalten beitragen.
