Klare Forderungen gestellt (2)
Dienstag, 21. Juni 2011, 12:05 Uhr
Bei einer Gesprächsrunde mit den Landtagsabgeordneten Dorothea Marx (SPD) und Manfred Scherer (CDU) hatte der Sondershäuser Gewerbe & Wirtschaftsverein e.V. (SGW) klare Forderungen an die Politik formuliert. Hier der Teil 2 des Berichtes...
Zur Erinnerungch einer sehr angeregten und umfangreichen Diskussion stellte die Vorsitzende des Monika Lambrecht für ihre Vereinsmitglieder klare Forderungen an die Politik:
einen Trendatlas speziell für Nordthüringen.
Weniger Förderung für Unternehmer, die verstärkt Zeitarbeiter beschäftigen kann und darf nicht sein.
Ein weiterer Themenschwerpunkt war der Tourismus. Hier wurde der Vorwurf laut, die Thüringer Tourismus GmbH (TTG) kümmere sich nicht genug um den Norden Thüringens. Problem gäbe es besonders dann, wenn eine Vermarktung über die Kreisgrenzen hinaus erfolgen soll, weil die einzelnen Tourismusverbände kreisbezogen agieren.
Angesprochen wurde auch, dass bei Investitionen im Gaststättengewerbe kaum Kredite zu bekommen wären und damit Gründungen sehe erschwert werden. Hier konnte Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) gleich mit einem aktuellen Problem nachlegen, denn ein möglicher Pächter für den Erbprinz in Sondershausen scheitert zurzeit an den fehlenden Krediten.
Aber auch die Förderpraxis im Tourismus wurde kritisiert. Es kann nicht sein, so ein Mitglied des SGW, dass der Umbau einer Jugendherberge zu einem Hotel mit gut 5,8 Millionen Staatsmitteln gestützt wird und die Betreibung gar noch über einen Verein läuft der vielleicht gar noch 1-Euro-Jobber einstellt.
Angesprochen war die Wasserburg Heldrungen. Da half auch der Einwurf von Dorothea Marx nicht viel, hier würden Mittel auch für den Denkmalsschutz eingesetzt. So massive Eingriffe staatlicherseits, sollte man nicht zulassen, so die Meinung in der Runde.
Auch bei der Bildungspolitik kam die eigentliche Politik nicht gerade gut weg. Allgemeiner Tenor, die Schulabgänger entsprechen in ihren Leistungen nicht mehr den Anforderungen. Da klagte der Possenwirt, dass er für seine zwei ausgewiesenen Azubi-Stellen keine geeigneten Bewerber finde. Selbst Bürgermeister Kreyer bemängelte, dass mancher Schulabgänger nicht mal mehr den Dreisatz beherrschen.
Konkrete Lösungsvorschläge konnten zwar nicht gemachte werden, da Bildung ja Ländersache ist, haben jetzt die Landespolitiker nochmals brühwarm erfahren wo die sprichwörtliche Säge klemmt.
Autor: khhZur Erinnerungch einer sehr angeregten und umfangreichen Diskussion stellte die Vorsitzende des Monika Lambrecht für ihre Vereinsmitglieder klare Forderungen an die Politik:
einen Trendatlas speziell für Nordthüringen.
Weniger Förderung für Unternehmer, die verstärkt Zeitarbeiter beschäftigen kann und darf nicht sein.
Ein weiterer Themenschwerpunkt war der Tourismus. Hier wurde der Vorwurf laut, die Thüringer Tourismus GmbH (TTG) kümmere sich nicht genug um den Norden Thüringens. Problem gäbe es besonders dann, wenn eine Vermarktung über die Kreisgrenzen hinaus erfolgen soll, weil die einzelnen Tourismusverbände kreisbezogen agieren.
Angesprochen wurde auch, dass bei Investitionen im Gaststättengewerbe kaum Kredite zu bekommen wären und damit Gründungen sehe erschwert werden. Hier konnte Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) gleich mit einem aktuellen Problem nachlegen, denn ein möglicher Pächter für den Erbprinz in Sondershausen scheitert zurzeit an den fehlenden Krediten.
Aber auch die Förderpraxis im Tourismus wurde kritisiert. Es kann nicht sein, so ein Mitglied des SGW, dass der Umbau einer Jugendherberge zu einem Hotel mit gut 5,8 Millionen Staatsmitteln gestützt wird und die Betreibung gar noch über einen Verein läuft der vielleicht gar noch 1-Euro-Jobber einstellt.
Angesprochen war die Wasserburg Heldrungen. Da half auch der Einwurf von Dorothea Marx nicht viel, hier würden Mittel auch für den Denkmalsschutz eingesetzt. So massive Eingriffe staatlicherseits, sollte man nicht zulassen, so die Meinung in der Runde.
Auch bei der Bildungspolitik kam die eigentliche Politik nicht gerade gut weg. Allgemeiner Tenor, die Schulabgänger entsprechen in ihren Leistungen nicht mehr den Anforderungen. Da klagte der Possenwirt, dass er für seine zwei ausgewiesenen Azubi-Stellen keine geeigneten Bewerber finde. Selbst Bürgermeister Kreyer bemängelte, dass mancher Schulabgänger nicht mal mehr den Dreisatz beherrschen.
Konkrete Lösungsvorschläge konnten zwar nicht gemachte werden, da Bildung ja Ländersache ist, haben jetzt die Landespolitiker nochmals brühwarm erfahren wo die sprichwörtliche Säge klemmt.
