Richter Kropp: Juristen können alles?
Mittwoch, 06. Juli 2011, 08:50 Uhr
Das Studium der Rechtswissenschaften berechtigt nicht nur zur Ausübung der traditionellen Berufszweige als Rechtsanwalt, Staatsanwalt oder Richter. Sogar Minister oder Bundeskanzler und Wirtschaftsbosse hat diese Profession hervorgebracht. Gerade Richter haben es mit den unterschiedlichsten Berufszweigen in ihren Verhandlungen zu tun,...
...die es mit sich bringt, dass sie deren Wissen und Kenntnisse in die Rechtssprache umsetzen müssen. Wenn dies schwierig wird, helfen Sachverständige. Interessant wird es, wenn Richter als Zahnärzte gefordert sind.
So klagte jetzt eine Frau gegen ihren getrennt lebenden Mann auf Zustimmung zu einer Zahnoperation. Der Tochter müssten neun Milchzähne extrahiert werden. Dies könne man zahnmedizinisch belegen. Der Vater habe die Zustimmung zur Behandlung und Narkotisierung seines Kindes nicht erteilt, vielmehr habe er dies mit unzulässigen Forderungen nach Erweiterung des Umgangsrechtes gestellt.
Da beide Parteien sorgeberechtigt waren, musste der Vater tatsächlich zustimmen. Dies kann man, wenn es unvernünftig verweigert wird, durch eine gerichtliche Entscheidung ersetzen. Ein Fall für den Sondershäuser Familienrichter Christian Kropp, der weder handwerkliches Geschick hat noch jemals als Zahnarzt tätig war, aber diesen Fall entscheiden musste.
Der Richter setzte schnell einen Termin an, um dem Kinde die rasche Operation zu ermöglichen. Bevor es jedoch dazu kam, erteilte der Vater schnell seine Zustimmung. Er sei ja mit allem einverstanden, die Mutter habe ihn jedoch nur per SMS über den Sachstand informiert. Dies habe ihm nicht ausgereicht.
Ende gut, alles gut. Die Kleine hat ihre Milchzähne verloren, Familienrichter Kropp ist um eine zahnmedizinische Entscheidung herumgekommen. Was Juristen nicht so alles können müssen!
Autor: nnz...die es mit sich bringt, dass sie deren Wissen und Kenntnisse in die Rechtssprache umsetzen müssen. Wenn dies schwierig wird, helfen Sachverständige. Interessant wird es, wenn Richter als Zahnärzte gefordert sind.
So klagte jetzt eine Frau gegen ihren getrennt lebenden Mann auf Zustimmung zu einer Zahnoperation. Der Tochter müssten neun Milchzähne extrahiert werden. Dies könne man zahnmedizinisch belegen. Der Vater habe die Zustimmung zur Behandlung und Narkotisierung seines Kindes nicht erteilt, vielmehr habe er dies mit unzulässigen Forderungen nach Erweiterung des Umgangsrechtes gestellt.
Da beide Parteien sorgeberechtigt waren, musste der Vater tatsächlich zustimmen. Dies kann man, wenn es unvernünftig verweigert wird, durch eine gerichtliche Entscheidung ersetzen. Ein Fall für den Sondershäuser Familienrichter Christian Kropp, der weder handwerkliches Geschick hat noch jemals als Zahnarzt tätig war, aber diesen Fall entscheiden musste.
Der Richter setzte schnell einen Termin an, um dem Kinde die rasche Operation zu ermöglichen. Bevor es jedoch dazu kam, erteilte der Vater schnell seine Zustimmung. Er sei ja mit allem einverstanden, die Mutter habe ihn jedoch nur per SMS über den Sachstand informiert. Dies habe ihm nicht ausgereicht.
Ende gut, alles gut. Die Kleine hat ihre Milchzähne verloren, Familienrichter Kropp ist um eine zahnmedizinische Entscheidung herumgekommen. Was Juristen nicht so alles können müssen!
