Gelebte Partnerschaft und mehr
Freitag, 08. Juli 2011, 00:04 Uhr
Die gestrige Stadtratssitzung von Sondershausen glich fast mehr einer touristischen Bilderschau, als einer Stadtratssitzung, was aber seinen guten Grund hatte, denn es ging um einen Radweg und eine Partnerstadt...
Zuerst stellte Andreas Model vom Landratsamt Kyffhäuserkreis in einer Präsentation mit vielen Bildern den Verlauf des Werra-Unstrut-Radweges vor, speziell für den Wegebereich im Territorium der Stadt Sondershausen. In der Wegeführung gab es keine neuen Überraschungen. In vielen Berichten bei Einwohnerversammlungen hatte kn bereits über den Wegeverlauf geschrieben. Neu allerdings war, wie man in Oberspier die B4 überqueren wollte, Stadträtin Sigrid Rößner (Die Linke) hatte danach gefragt.
Die Antwort löste sowohl Schmunzeln, aber noch mehr Staunen hervor. Der Radweg soll in Höhe des Autohauses ohne Ampelanlage die starkbefahrene B4 queren. In der Begründung heißt es, dass an dieser Stelle bereits eine Tempobegrenzung wirksam ist.
Da ging es wohl einigen Anwesenden wie kn, ob sich da genügend Autofahrer dran halten darf bezweifelt werden, sonst würden in der nachfolgenden Doppelkurve nicht so viele Unfälle passieren.
Man kann bloß hoffen, dass die Planer genügend Spielraum zwischen Straße und Radweg gelassen haben, nicht das dann einer mal wieder aus der Kurve getragen wird und die Radfahrer vom Weg "fegt", denn bisher landete man zum Glück meist "nur" im Straßengraben.
Und wie sieht der zeitliche Rahmen aus? Noch in diesem Jahr sollen 5.000 Meter Radweg gebaut werden, davon 3.000 Meter im Stadtgebiet von Sondershausen. Das sind vier Teilabschnitte, die gebaut werden sollen. Einer dieser Teilabschnitte ist besagter Weg entlang der B4 Oberspier - Graß.
Die Entwurfsplanungen sind abgeschlossen. Zwei Abschnitte sind in der Ausschreibung und zwei Abschnitte kurz vor der Veröffentlichung. Auch die entsprechenden Fördermittelbescheide liegen vor.
Stadtrat Hartmut Thiele (CDU) befürchtet allerdings, dass besonders die Wege zweckentfremdet durch Autos und Quadts genutzt werden, die wegen des gemeinsamen Wegebaus aus der Landwirtschaft verbreitert gebaut werden. Model ergänzte, dass man dafür geeignete Gegenmittel schaffen will.
Die zweite große Bilderdarstellung war ein Reisebericht zum 150 - jährigen Stadtjubiläum der Partnerstadt Rolla (Missouri / USA). Die Delegation aus Sondershausen, die in Rolla weilte, hatte für die Stadt Sondershausen eine Fahne übergeben, die Bürgermeister Joachim Kreyer für kn präsentierte.
Hier präsentierte Stadtrat Michael Witzenhausen (CDU), einer der Teilnehmer ein T-Shirt, dass an die Zeit des Kampfes gegen Sklaverei erinnerte und ebenfalls an Bürgermeister Kreyer übergeben wurde. Wichtig, dass betonte Witzenhausen, alle Teilnehmer waren auf eigene Kosten in die USA gereist. Nur die Gastgeschenke für die Stadt Rolla, u.a. eine Liszt-Münze, waren in den Kosten von der Stadt übernommen worden.
Rolla, übrigens eine Kleinstadt von rund 15.000 Einwohner, hat aber eine Universität mit rund 6.000 Studenten. Einer der Schwerpunktrichtungen der Uni ist der Bergbau. Was Witzenhausen verblüffte, dass auf dem Uni-Gelände ein nuklearer Versuchsreaktor steht und es keinen stört, weder Studenten, noch Bevölkerung. Und auch die Stromverschwendung verblüfft, bei einem Preis von 4 Cent je Kilowattstunde auch keine Überraschung. Ein interessanter Vortrag, bevor es dann wieder in die "langweilige" Politik ging.
Autor: khhZuerst stellte Andreas Model vom Landratsamt Kyffhäuserkreis in einer Präsentation mit vielen Bildern den Verlauf des Werra-Unstrut-Radweges vor, speziell für den Wegebereich im Territorium der Stadt Sondershausen. In der Wegeführung gab es keine neuen Überraschungen. In vielen Berichten bei Einwohnerversammlungen hatte kn bereits über den Wegeverlauf geschrieben. Neu allerdings war, wie man in Oberspier die B4 überqueren wollte, Stadträtin Sigrid Rößner (Die Linke) hatte danach gefragt.
Die Antwort löste sowohl Schmunzeln, aber noch mehr Staunen hervor. Der Radweg soll in Höhe des Autohauses ohne Ampelanlage die starkbefahrene B4 queren. In der Begründung heißt es, dass an dieser Stelle bereits eine Tempobegrenzung wirksam ist.
Da ging es wohl einigen Anwesenden wie kn, ob sich da genügend Autofahrer dran halten darf bezweifelt werden, sonst würden in der nachfolgenden Doppelkurve nicht so viele Unfälle passieren.
Man kann bloß hoffen, dass die Planer genügend Spielraum zwischen Straße und Radweg gelassen haben, nicht das dann einer mal wieder aus der Kurve getragen wird und die Radfahrer vom Weg "fegt", denn bisher landete man zum Glück meist "nur" im Straßengraben.
Und wie sieht der zeitliche Rahmen aus? Noch in diesem Jahr sollen 5.000 Meter Radweg gebaut werden, davon 3.000 Meter im Stadtgebiet von Sondershausen. Das sind vier Teilabschnitte, die gebaut werden sollen. Einer dieser Teilabschnitte ist besagter Weg entlang der B4 Oberspier - Graß.
Die Entwurfsplanungen sind abgeschlossen. Zwei Abschnitte sind in der Ausschreibung und zwei Abschnitte kurz vor der Veröffentlichung. Auch die entsprechenden Fördermittelbescheide liegen vor.
Stadtrat Hartmut Thiele (CDU) befürchtet allerdings, dass besonders die Wege zweckentfremdet durch Autos und Quadts genutzt werden, die wegen des gemeinsamen Wegebaus aus der Landwirtschaft verbreitert gebaut werden. Model ergänzte, dass man dafür geeignete Gegenmittel schaffen will.
Die zweite große Bilderdarstellung war ein Reisebericht zum 150 - jährigen Stadtjubiläum der Partnerstadt Rolla (Missouri / USA). Die Delegation aus Sondershausen, die in Rolla weilte, hatte für die Stadt Sondershausen eine Fahne übergeben, die Bürgermeister Joachim Kreyer für kn präsentierte.
Hier präsentierte Stadtrat Michael Witzenhausen (CDU), einer der Teilnehmer ein T-Shirt, dass an die Zeit des Kampfes gegen Sklaverei erinnerte und ebenfalls an Bürgermeister Kreyer übergeben wurde. Wichtig, dass betonte Witzenhausen, alle Teilnehmer waren auf eigene Kosten in die USA gereist. Nur die Gastgeschenke für die Stadt Rolla, u.a. eine Liszt-Münze, waren in den Kosten von der Stadt übernommen worden.
Rolla, übrigens eine Kleinstadt von rund 15.000 Einwohner, hat aber eine Universität mit rund 6.000 Studenten. Einer der Schwerpunktrichtungen der Uni ist der Bergbau. Was Witzenhausen verblüffte, dass auf dem Uni-Gelände ein nuklearer Versuchsreaktor steht und es keinen stört, weder Studenten, noch Bevölkerung. Und auch die Stromverschwendung verblüfft, bei einem Preis von 4 Cent je Kilowattstunde auch keine Überraschung. Ein interessanter Vortrag, bevor es dann wieder in die "langweilige" Politik ging.



