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3-D für zuhause

Freitag, 08. Juli 2011, 11:46 Uhr
Längst steht in den meisten Haushalten der Bundesrepublik ein Flachbildfernseher und auch die Region Nordhausen stellt hier keine Ausnahme dar. 2006 wurden erstmals mehr Flatscreens als konventionelle Röhrenfernseher abgesetzt. Diese Entwicklung ist also nicht mehr aufzuhalten, doch nun wird eine weitere Technologie langsam massentauglich: Fernseher, die das Anschauen von Filmen in 3-D ermöglichen.


Im Kino werden schon seit Längerem Filme in 3-D gezeigt und auch eine Videospielkonsole wird schon mit dieser Technologie produziert. Nun kommt die dritte Dimension auch in die heimischen Wohnzimmer. Viele Hersteller haben Fernseher entwickelt, die auch Filme in 3-D wiedergeben oder sogar normales Fernsehen in das 3-D-Format umwandeln können. Welche Plasma Fernseher Panasonic und andere Hersteller mit dieser Funktion anbieten, erfährt man in der Regel auf Testportalen im Web oder auf den Internetauftritten der Unternehmen.

3-D ohne Brille

Die verwendete Technologie bei den 3-D-Fernsehern unterscheidet sich von Modell zu Modell und von Hersteller zu Hersteller. Inzwischen sind sogar Geräte auf dem Markt erhältlich, bei denen der Zuschauer keine 3-D-Brille mehr aufsetzen muss. Diese Fernseher verwenden sogenannte autostereoskopische Displays. Der Bildschirm verfügt hierbei über senkrechte Streifen von Mikroprismen, wodurch jedes Auge von einem unterschiedlichen Bild erreicht wird.

Da man bei dieser Technik auf eine bestimmte Sichtachse angewiesen ist, muss man während des Fernsehens relativ still sitzen. Um den Komfort zu erhöhen, haben einige Anbieter inzwischen Geräte entwickelt, die mehrere Sichtachsen anbieten.

Wie im Kino

Viele Geräte kommen allerdings noch nicht ohne 3-D-Brillen aus, sie verwenden sogenannte LCD-Shutterbrillen, die in der Regel mitgeliefert werden. Diese Brillen haben LCD-Gläser, die abwechselnd lichtdurchlässig und lichtundurchlässig geschaltet werden. Der Fernseher zeigt im Wechsel das linke und rechte Halbbild, während das entsprechende Brillenglas lichtdurchlässig geschaltet ist. Durch die perspektivische Verschiebung der Teilbilder ergibt sich für den Betrachter ein räumliches Bild. Einige Hersteller arbeiten aber auch mit der aus dem Kino bekannten Polarisationstechnik, die allerdings den Nachteil hat die vertikale Auflösung zu halbieren.



Der Markt wächst

Bis 2015 sollen insgesamt 8 Millionen 3-D-Fernseher verkauft werden, kleinere Modelle ab 32 Zoll gibt es zurzeit ab circa 600 Euro, 50 Zoll Fernseher kosten in etwa das Doppelte. Projektoren und spezielle Blu-Ray-Player, die 3-D-Filme abspielen können, sind bereits auf dem Markt. Auch wer eine Playstation besitzt, kann sie, nach einem Softwareupdate, dazu nutzen, dreidimensionale Filme zu sehen. Durch das digitale Fernsehen wurde auch hier die Ausstrahlung von Sendungen in 3-D möglich. Noch sind keine regelmäßig sendenden Programme verfügbar, doch dies könnte sich bald ändern. Fußballspiele wurden in Deutschland und England bereits testweise in 3-D gezeigt.
Autor: nnz

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