Erstaunen im Präsidium
Donnerstag, 14. Juli 2011, 08:43 Uhr
Das Präsidium der Regionalen Planungsgemeinschaft Nordthüringen zeigt sich sehr erstaunt über die Darstellungen zum neuen Landesentwicklungsplan Thüringen 2025, insbesondere zu den Aussagen über Grundzentren. Doch dieses Erstaunen verwundert wiederum die Beobachter...
Die Ausweisung von Grundzentren ist ureigenste Aufgabe der Regionalen Planungsgemeinschaften in Thüringen, wie übrigens auch bundesweit üblich im Zuständigkeitsbereich der Regionalplanung. Nach einem Jahr der Beschlussfassung zum Regionalplan Nordthüringen Mitte Juni vergangenen Jahres durch die Regionale Planungsgemeinschaft gab es Ende Juni 2011 erstmals ein Gespräch im Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zum Plan, indem beim Thema Grundzentren Übereinstimmung zu den darin ausgewiesenen zentralen Orte erzielt wurde.
Umso unverständlicher ist, neben der Tatsache, dass das Land jetzt selbst Grundzentren ausweisen will, welche Orte künftig mit dieser Funktion betraut werden sollen. Die Frage ist, ob damit in Thüringen die fachlichen Grundlagen und die kommunale Willensbildung gänzlich über Bord geworfen werden sollen. Um eine Stärkung der Regionalen Planungsgemeinschaften in Thüringen, wie in der Koalitionsvereinbarung 2009 niedergeschrieben, kann es sich dabei wohl nicht handeln.
Soweit der Brandbrief der Landräte des Kyffhäuserkreises und des Landkreises Nordhausen sowie des Sondershäuser Bürgermeisters. Doch schaut man sich die Vorstellungen der Landesregierung an, dann weichen die kaum von denen ab, die im Entwurf des Landesplanes vorgesehen sind.
Für den Landkreis Nordhausen bleibt alles beim Alten. Ellrich, Bleicherode und Heringen werden die Grundzentren sein, das will die Planungsgemeinschaft so. Einzig um Niedersachswerfen als Grundzentrum für den Südharz gab es internen Streit, der aber beigelegt zu sein scheint. Niedersachswerfen wurde aus der Liste gestrichen.
Und auch beim ersten Blick auf die Karte des Kyffhäuserkreises ist man ein wenig erstaunt. Scheinbar traut die Landesregierung der Stadt Ebeleben einen Status als Grundzentrum nicht zu, auch das einst geplante funktionsteilige Grundzentrum Oldisleben-Heldrungen ist verschwunden. Wiehe und Greußen behalten ihren Status als Grundzentrum. Hier gibt es also noch Diskussionsbedarf.
Geblieben sind die anderen Zentren. Sondershausen behält den Status als Mittelzentrum, Nordhausen bleibt Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums.
Autor: nnzDie Ausweisung von Grundzentren ist ureigenste Aufgabe der Regionalen Planungsgemeinschaften in Thüringen, wie übrigens auch bundesweit üblich im Zuständigkeitsbereich der Regionalplanung. Nach einem Jahr der Beschlussfassung zum Regionalplan Nordthüringen Mitte Juni vergangenen Jahres durch die Regionale Planungsgemeinschaft gab es Ende Juni 2011 erstmals ein Gespräch im Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zum Plan, indem beim Thema Grundzentren Übereinstimmung zu den darin ausgewiesenen zentralen Orte erzielt wurde.
Umso unverständlicher ist, neben der Tatsache, dass das Land jetzt selbst Grundzentren ausweisen will, welche Orte künftig mit dieser Funktion betraut werden sollen. Die Frage ist, ob damit in Thüringen die fachlichen Grundlagen und die kommunale Willensbildung gänzlich über Bord geworfen werden sollen. Um eine Stärkung der Regionalen Planungsgemeinschaften in Thüringen, wie in der Koalitionsvereinbarung 2009 niedergeschrieben, kann es sich dabei wohl nicht handeln.
Soweit der Brandbrief der Landräte des Kyffhäuserkreises und des Landkreises Nordhausen sowie des Sondershäuser Bürgermeisters. Doch schaut man sich die Vorstellungen der Landesregierung an, dann weichen die kaum von denen ab, die im Entwurf des Landesplanes vorgesehen sind.
Für den Landkreis Nordhausen bleibt alles beim Alten. Ellrich, Bleicherode und Heringen werden die Grundzentren sein, das will die Planungsgemeinschaft so. Einzig um Niedersachswerfen als Grundzentrum für den Südharz gab es internen Streit, der aber beigelegt zu sein scheint. Niedersachswerfen wurde aus der Liste gestrichen.
Und auch beim ersten Blick auf die Karte des Kyffhäuserkreises ist man ein wenig erstaunt. Scheinbar traut die Landesregierung der Stadt Ebeleben einen Status als Grundzentrum nicht zu, auch das einst geplante funktionsteilige Grundzentrum Oldisleben-Heldrungen ist verschwunden. Wiehe und Greußen behalten ihren Status als Grundzentrum. Hier gibt es also noch Diskussionsbedarf.
Geblieben sind die anderen Zentren. Sondershausen behält den Status als Mittelzentrum, Nordhausen bleibt Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums.
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