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Dienstag, 19. Juli 2011, 10:10 Uhr
Im Jahr 2010 wurden von den Sozialhilfeträgern Thüringens 481,0 Millionen Euro für Leistungen der Sozialhilfe brutto ausgegeben. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 56,7 Millionen Euro, wie zum Beispiel Kostenbeiträge und Kostenersatz, Leistungen Dritter oder Rückzahlungen, betrugen die Nettoausgaben 424,3 Millionen Euro. Einzelheiten - auch aus den beiden Nord-Landkreisen wie immer mit einem Klick...


Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik waren das 24,2 Millionen Euro bzw. 6,0 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im Jahr 2010 wurden somit rein rechnerisch 189,29 Euro (2009: 177,24 Euro) je Einwohner für Sozialhilfe ausgegeben. Bei der Betrachtung der kreisfreien Städte und Landkreise ergibt sich ein breit gefächertes Bild.

In neun der insgesamt 23 kreisfreien Städte und Landkreise des Freistaates lag dieser Betrag über dem Landesdurchschnitt. Betroffen waren alle sechs kreisfreien Städte, wobei für die Stadt Eisenach mit 265,09 Euro je Einwohner der höchste Wert ermittelt wurde. Der niedrigste Wert wurde für den Landkreis Eichsfeld mit 149,70 Euro je Einwohner ermittelt. Nach den kreisfreien Städten ist der Landkreis Nordhausen der Flächenkreis in Thüringen, der mit 212 Euro die höchsten Ausgaben je Einwohner hat. Netto kommen hier satte 19,2 Millionen Euro zusammen. Im Kyffhäuserkreis sind es 16,1 Millionen Euro, pro Kopf allerdings auch wieder fast 197 Euro.

Der mit Abstand größte Teil der Sozialhilfeausgaben entfiel, wie bereits in den vergangenen Jahren, mit 300,6 Millionen Euro auf die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen. Ihr Anteil an den Nettoausgaben insgesamt betrug mit 70,8 Prozent fast drei Viertel der Gesamtausgaben. Gegenüber 2009 sind diese Ausgaben um 16,9 Millionen Euro bzw. 6,0 Prozent gestiegen.

Die Nettoausgaben für Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung im Jahr 2010 betrugen 53,7 Millionen Euro. Das entsprach 12,6 Prozent aller Nettoausgaben. Gegenüber dem Jahr zuvor sind diese Ausgaben um 1,5 Millionen Euro bzw. 3,0 Prozent gestiegen. Für Hilfe zur Pflege gaben die Sozialhilfeträger im Jahr 2010 einen Nettobetrag in Höhe von 29,5 Millionen Euro aus. Der Anteil an den Nettoausgaben insgesamt betrug 6,9 Prozent. Das waren 2,0 Millionen Euro bzw. 7,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Für Hilfe zum Lebensunterhalt wurden im Jahr 2010 netto 21,6 Millionen Euro ausgegeben. Das entsprach einem Anteil an den gesamten Sozialhilfeausgaben von 5,1 Prozent. Gegenüber 2009 waren es 0,8 Millionen Euro bzw. 3,7 Prozent mehr.
Autor: nnz

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