Rückgang bei Verfahren
Mittwoch, 20. Juli 2011, 17:17 Uhr
Die Thüringer Amtsgerichte meldeten 1 322 Insolvenzverfahren, über die sie von Januar bis April 2011 entschieden hatten. Davon entfielen 13,2 Prozent...
...auf Unternehmen und 86,8 Prozent auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter, ehemals selbständig Tätige, private Verbrau-cher und Nachlässe). Damit ging nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik in den ers-ten vier Monaten 2011 die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Vorjahreszeit-raum um 55 Anträge bzw. 4,0 Prozent zurück.
1 221 Verfahren bzw. 92,4 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 96 Verfahren bzw. 7,3 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 5 Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes.
Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf insgesamt rund 182 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 138 Tausend Euro aus. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ging im Vergleich der ersten vier Monate 2010 und 2011 um 26 bzw. 13,0 Prozent auf 174 Unternehmen zurück.
Die 174 insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 529 Arbeitnehmer. Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 49 Verfahren nach wie vor im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 36 Verfahren. Nach Wirtschaftsabschnitten betrachtet verlief das Insolvenzgeschehen jedoch sehr unterschiedlich.
Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Baugewerbe um 36,1 Prozent und im Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen um 20,0 Prozent stieg, gab es im Verarbeitenden Gewerbe einen Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 34,5 Prozent. Auch in einigen Dienstleistungsbereichen sank die Zahl der insolventen Unternehmen.
Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Einzelunternehmen, Freie Berufe und Klein-gewerbe (78) sowie Gesellschaften mit beschränkter Haftung (70) Insolvenz anmelden. Bei den übrigen Schuldnern wurden 1 148 Verfahren gemeldet, 29 Verfahren bzw. 2,5 Prozent we-niger als von Januar bis April 2010.
833 private Verbraucher nahmen in den ersten vier Monaten 2011 das Insolvenzrecht in Anspruch. Das waren 39 Verfahren weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Weitere 298 Verfahren (2,1 Prozent mehr als Januar bis April 2010) betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten.
Autor: nnz...auf Unternehmen und 86,8 Prozent auf übrige Schuldner (natürliche Personen als Gesellschafter, ehemals selbständig Tätige, private Verbrau-cher und Nachlässe). Damit ging nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik in den ers-ten vier Monaten 2011 die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Vorjahreszeit-raum um 55 Anträge bzw. 4,0 Prozent zurück.
1 221 Verfahren bzw. 92,4 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 96 Verfahren bzw. 7,3 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 5 Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes.
Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf insgesamt rund 182 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 138 Tausend Euro aus. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ging im Vergleich der ersten vier Monate 2010 und 2011 um 26 bzw. 13,0 Prozent auf 174 Unternehmen zurück.
Die 174 insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 529 Arbeitnehmer. Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 49 Verfahren nach wie vor im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 36 Verfahren. Nach Wirtschaftsabschnitten betrachtet verlief das Insolvenzgeschehen jedoch sehr unterschiedlich.
Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Baugewerbe um 36,1 Prozent und im Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen um 20,0 Prozent stieg, gab es im Verarbeitenden Gewerbe einen Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 34,5 Prozent. Auch in einigen Dienstleistungsbereichen sank die Zahl der insolventen Unternehmen.
Nach Rechtsformen betrachtet mussten am häufigsten Einzelunternehmen, Freie Berufe und Klein-gewerbe (78) sowie Gesellschaften mit beschränkter Haftung (70) Insolvenz anmelden. Bei den übrigen Schuldnern wurden 1 148 Verfahren gemeldet, 29 Verfahren bzw. 2,5 Prozent we-niger als von Januar bis April 2010.
833 private Verbraucher nahmen in den ersten vier Monaten 2011 das Insolvenzrecht in Anspruch. Das waren 39 Verfahren weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Weitere 298 Verfahren (2,1 Prozent mehr als Januar bis April 2010) betrafen ehemals selbständig Tätige, die die erneute Aufnahme eines früheren Insolvenzverfahrens beantragten.
