kyffhaeuser-nachrichten.de

Weniger Eheringe

Freitag, 12. August 2011, 10:18 Uhr
Im Jahr 2010 kamen in Thüringen 17 527 Kinder zur Welt. Bei immer mehr Neugeborenen sind die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt nicht miteinander verheiratet. Hier die Einzelheiten und die Zahlen für die Landkreise Nordhausen und Kyffhäuser...


Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lag der Anteil der ehelich Lebendgeborenen im vergangenen Jahr bei 40,3 Prozent. Das bedeutet die Fortsetzung eines stetigen Abwärtstrends, der seit 1990 zu beobachten ist. So waren 1990 noch die Eltern von 68,2 Prozent der Neugeborenen verheiratet, während das im Jahr 2000 nur noch für die Hälfte der Thüringer „neuen Erdenbürger“ (50,8 Prozent) zutraf.

Obwohl in allen Regionen Thüringens die Entwicklung den gleichen Trend aufweist, gibt es im Ausgangsniveau, in der Veränderungsgröße und beim erreichten Stand erhebliche Unterschiede zwischen den kreisfreien Städten und Landkreisen.

Dabei hebt sich der katholisch geprägte Landkreis Eichsfeld deutlich von den anderen Regionen ab. Im Jahr 1990 lag der Anteil der ehelich Geborenen dort mit 89,5 Prozent mehr als 20 Prozentpunkte über dem Thüringer Durchschnitt (68,2 Prozent) und 14 Prozentpunkte über den zweithöchsten Kreisanteilen im Land (Sonneberg 75,5 Prozent; Wartburgkreis 75,3 Prozent und Unstrut-Hainich-Kreis 75,2 Prozent). Die Stadt Eisenach verzeichnete im Jahr 1990 den niedrigsten Anteil ehelich geborener Kinder (61,7 Prozent).

Bis auf den Landkreis Eichsfeld haben inzwischen in allen anderen kreisfreien Städten und Landkreisen Thüringens die Zahlen der ehelich Geborenen die der Neugeborenen von nicht miteinander verheirateten Elternpaaren mehr oder weniger deutlich unterschritten. Die niedrigsten Anteile an der Gesamtzahl der Lebendgeborenen verzeichnete 2010 die Stadt Gera (32,8 Prozent).

Jetzt zu den regionalen Zahlen. Von den 669 (1.170) Neugeborenen im Landkreis Nordhausen hatten 238 (817) verheiratete Eltern. Im Kyffhäuserkreis wurden im vergangenen Jahr 544 (1.162) Kinder geboren. Hier waren 202 (809) miteinander verheiratet. (Zahlen in Klammern aus dem Jahr 1990)

Der Anteil ehelich geborener Kinder lag im Landkreis Eichsfeld im vergangenen Jahr mit 58,5 Prozent noch über 18 Prozentpunkte unter dem Gesamtwert Thüringens (40,3 Prozent) und über 11 Prozent-punkte über dem zweithöchsten Kreisanteil im Land (Wartburgkreis 47,2 Prozent).
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de