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Wo lagert ihr Geld?

Donnerstag, 25. August 2011, 11:04 Uhr
Wie sparen Sie? wo legen Sie Ihr Geld an - sofern Sie darüber verfügen? Diese Fragen wollten jetzt die freistaatlichen Statistiker beantwortet haben...


Die Thüringer sorgen mit den verschiedensten Versicherungsguthaben, mit Sparguthaben und sonstigen Anlagen bei Banken, Sparkassen und Bausparkassen sowie mit Wertpapieren für ihr weiteres Leben vor. Im Jahr 2008 hatte jeder Thüringer Haushalt ein durchschnittliches Bruttogeldvermögen von 31 100 Euro, im Durchschnitt der Neuen Bundesländer einschließlich Berlin-Ost (NBL) waren es 28 700 Euro.

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS)

Damit hatten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Thüringer Haushalte durchschnittlich 2.400 Tausend Euro mehr auf der hohen Kante als in den Neuen Bundesländern, aber bei weitem nicht so viel wie in Deutschland mit 47.700 Euro. Die Daten von 2008 sind die aktuell verfügbaren, da die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) nur alle fünf Jahre durchgeführt wird.

Aus der Auswertung der EVS 2008 geht weiter hervor, dass die Versicherungsguthaben von Lebens-, privaten Renten-, Sterbegeld-, Ausbildungs- und Aussteuerversicherungen in Thüringen an erster Stelle der Vermögensanlage stehen. Im Jahr 2008 verfügten 59 Prozent aller Haushalte über diese Anlageform (NBL: 54 Prozent; D: 53 Prozent). Durchschnittlich standen in Thüringen 8 900 Euro für diese Anlageart zu Buche (NBL: 7 200 Euro; D: 12 400 Euro)

Anteilmäßig, fast gleichauf mit den Versicherungsguthaben lagen in Thüringen die Sparguthaben. 59 Prozent aller Haushalte verfügten über ein solches (NBL: 55 Prozent; D: 65 Prozent). Das durchschnittliche Sparguthaben je Haushalt belief sich in Thüringen auf 4 800 Euro, in den NBL auf 5 000 Euro und in Deutschland auf 6 700 Euro. An dritter Stelle rangierten in Thüringen die sonstigen Anlagen bei Banken/Sparkassen. Hier lagerten 43 Prozent der Thüringer Haushalte ein Bruttogeldvermögen von durchschnittlich 8 500 Euro (NBL: 39 Prozent bzw. 7 800 Euro; D: 38 Prozent bzw. 10 800 Euro). 41 Prozent aller Thüringer Haushalte verfügten über ein Bausparguthaben (NBL: 36 Prozent; D: 40 Prozent). Durchschnittlich lagen in Thüringen 2 700 Euro auf dem Bausparguthabenkonto (NBL: 2 200 Euro; D: 2 900 Euro).

Von den Thüringer Haushalten hatten 26 Prozent ihr Vermögen in Wertpapieren angelegt, der gleiche Anteil wie in den Neuen Bundesländern. Deutschlandweit war der Anteil im Jahr 2008 mit 32 Prozent deutlich höher. Während in den deutschen Haushalten mit 14 100 Euro absolut gesehen das meiste Geld in Wertpapieren angelegt wurde, gaben sich die Thüringer zurückhaltender. Sie hatten im Jahr 2008 nur durchschnittlich 5 800 Euro in Wertpapieren angelegt. In den Investmentfonds lagerten durchschnittlich 3 600 Euro pro Haushalt. Bundesweit waren es mit 6 700 Euro mehr als das doppelt so viel.

Auch beim Kauf von Aktien waren die Thüringer verhaltener. Bundesweit wurde mit durchschnittlich 4 000 Euro viermal so viel Geld in Aktien deponiert als in den Thüringer Haushalten.
Autor: nnz

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