Schlägel und Eisen
Samstag, 27. August 2011, 00:39 Uhr
Wenn Anfang September in Sondershausen wieder ein farbenprächtiger Umzug der Bergmannsvereine stattfindet, so sollte man sich eines Bergbausymbols erinnern, Schlägel und Eisen, findet unser Leser Hans-Jürgen Schmidt und liefert gleich die Information mit...
In der bergmännischen Terminologie gehören die beiden gekreuzten Bergmanns-Werkzeuge Schlägel und Bergeisen zum Gezähe des Bergmanns. Bevor es zu Sprengarbeiten im Bergbau kam, hatten diese Werkzeuge die Dominanz, um Strecken, Stollen aufzufahren beziehungsweise um erzhaltige Gänge abzubauen. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass vor einem aufzufahrenden Stollen sich eine Schmiede befand, denn die Eisen mussten laufen geschärft werden. Der Vortrieb war sicherlich nicht groß, wenn an Gestein Granit oder Gneis anstand. Trotzdem wurden Erze gewonnen, die auch manchen Fürsten zu Reichtum führten. Auf der andere Seite gab es für den Bergmann manche Privilegien. Die Arbeit war hart und Krankheiten durch die Belastung der Gelenke waren an der Tagesordnung.
Diese Werkzeuge des Bergmannes führten dazu, dass die Symbole Schlägel und Eisen überall dort angewendet werden, wo es eine Beziehung zum Bergbau gegeben hat bzw. noch heute gibt. In manchen Stadtwappen sind diese Symbole verankert, so zum Beispiel in Annaberg-Buchholz und fast jede Fahne der Bergmannsvereine trägt dieses Symbol.
Hans-Jürgen Schmidt
Autor: khhIn der bergmännischen Terminologie gehören die beiden gekreuzten Bergmanns-Werkzeuge Schlägel und Bergeisen zum Gezähe des Bergmanns. Bevor es zu Sprengarbeiten im Bergbau kam, hatten diese Werkzeuge die Dominanz, um Strecken, Stollen aufzufahren beziehungsweise um erzhaltige Gänge abzubauen. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass vor einem aufzufahrenden Stollen sich eine Schmiede befand, denn die Eisen mussten laufen geschärft werden. Der Vortrieb war sicherlich nicht groß, wenn an Gestein Granit oder Gneis anstand. Trotzdem wurden Erze gewonnen, die auch manchen Fürsten zu Reichtum führten. Auf der andere Seite gab es für den Bergmann manche Privilegien. Die Arbeit war hart und Krankheiten durch die Belastung der Gelenke waren an der Tagesordnung.
Diese Werkzeuge des Bergmannes führten dazu, dass die Symbole Schlägel und Eisen überall dort angewendet werden, wo es eine Beziehung zum Bergbau gegeben hat bzw. noch heute gibt. In manchen Stadtwappen sind diese Symbole verankert, so zum Beispiel in Annaberg-Buchholz und fast jede Fahne der Bergmannsvereine trägt dieses Symbol.
Hans-Jürgen Schmidt






