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Di, 15:17 Uhr
21.08.2012

Wie weiter mit Unstrut-Werra-Radweg

Zur Entstehung der Verbindung zwischen Unstrut-Werra-Radweg auf der Strecke Mühlhausen - Sondershausen - Artern kam folgende Pressemelung aus dem Landratsamt Kyffhäuserkreis...

Im Auftrag des Freistaates Thüringen setzt der Landkreis das Thüringer Radverkehrskonzept in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden des Kyffhäuserkreises um. Hier entsteht eine Verbindung zwischen Unstrut und Werra auf der Strecke Mühlhausen - Sondershausen - Artern.
Dieses Infrastrukturprojekt ist von erheblicher Bedeutung für die Entwicklung des Kyffhäuserkreises.

Die Planungs- und Koordinationsverantwortung sowie die bauliche Umsetzung der Maßnahme übernimmt der Kyffhäuserkreis in Eigenregie.
Für den reinen Radwegebau wird der Landkreis in Zusammenarbeit mit der Thüringer Aufbaubank insgesamt ca. 6,5 Mio. investieren. Die Thüringer Aufbaubank fördert bei diesem Projekt 90% der förderfähigen Kosten.

Auf Teilabschnitten ist die Umsetzung des Radweges nur durch den Bau eines ländlichen Weges möglich, da die Mitnutzung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge an diesen Teilstrecken zu gewährleisten ist. Die Kosten für die hierfür gesetzlich geforderte "Mehrbreite" bzw. "Mehrdicke" sind durch die Städte und Gemeinden selbst zu finanzieren. Diese Kosten werden wiederum durch das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung gefördert, soweit die Kommunen einen solchen Antrag stellen.

In enger Zusammenarbeit mit der LEG ist es dem Landkreis gelungen, dass das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung hierfür eine erhöhte Förderquote bewilligt. In der Konsequenz müssen die Städte und Gemeinden ca. 8% der Gesamtbaukosten des ländlichen Weges aufbringen.

Mit der baulichen Umsetzung des Unstrut-Werra-Radweges wurde im Jahr 2011 mit dem Bau der Teilstrecken Ebeleben - Kuhbrücke (ca. 1900m) und Gundersleben - Thalebra (ca. 1.700m) begonnen.

Noch in diesem Jahr werden die Teilstrecken Hohenebra - Oberspier (ca. 3.400 m) und die Strecke ab Kreisgrenze (in der Nähe von Rockensußra) bis Ebeleben (ca. 6.000m) komplett umgesetzt.

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises hat für das Projekt nachhaltige naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen angeordnet. Das Sachgebiet Hoch-, Tief- und Straßenbau des Landkreises wird im Zuge dessen unter anderem den Speicher Toba in seiner Funktion wiederherstellen.

Für den weiteren Verlauf des Radweges auf der Strecke Sondershausen und Bad Frankenhausen wird derzeit gegenüber der ursprünglichen Planungsvariante eine Streckenführung auf der Bahntrasse geprüft.
Hierzu führt der Landkreis aktuell Gespräche mit der Deutschen Bahn AG und dem derzeitigem Pächter der Bahntrasse.

Um die Umsetzung der Gesamtmaßnahme zu sichern, unterstützt der Landkreis intensiv die von der Baumaßnahme betroffenen Städte und Gemeinden, z.B. durch finanzielle Vorleistungen oder - wie momentan - bei der Trassenfindung für den zukünftigen Abschnitt Esperstedt - Schönfeld.

Wegen des fachlichen und persönlichen Engagements der Mitarbeiter des Landkreises und der amtsübergreifenden Zusammenarbeit der zuständigen Fachämter des Landkreises (z. B. Amt für Regionale Wirtschaftsentwicklung und Tourismus, Kreiskämmerei, Amt für Umwelt, Natur und Wasserwirtschaft als auch das Sachgebiet Hoch- und Tiefbau in Kooperation mit dem Straßenbauamt Nordthüringen) ist der Landkreis der festen Überzeugung, dass das Projekt zum Jahresende 2013 erfolgreich umgesetzt ist.
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