Do, 17:46 Uhr
08.09.2011
Das spielerische Finale
Sankt Petersburg – Clearwater/Florida – Prag – Paris, so liest sich der Konzertkalender des Weltklasse-Pianisten Peter Rösel im ersten Halbjahr 2011, und dann steht dort: 17. September, Haus der Kunst Sondershausen, 18. September, Theater Nordhausen...
Rösel (Foto: privat)
Seine Gesamtschau der Beethoven-Klaviersonaten, die in diesem Herbst zu Ende geht, fand in Nordhausen und Sondershausen bisher großen Beifall. Mit Spannung wird nun der krönende Abschluss des Sonatenzyklus erwartet, der von jugendlich-frischen Werken der 1790er Jahre bis zu den mysteriösen letzten Sonaten eine sehr virtuose musikalische Auslese bietet.
Zum Finale seines Beethoven-Sonatenzyklus meint Rösel: In den vergangenen Jahren habe ich mich noch einmal sehr gründlich mit Beethovens Werken beschäftigt. Ich habe versucht, das Bild des Menschen Beethoven lebendig vor mir erstehen zu lassen. Ein Mensch, der – anfangs Liebling eines verwöhnten aristokratischen Publikums – immer mehr in eine Außenseiterrolle geriet.
Ein Musiker, dem eines der wichtigsten Organe für seine Kunst, das Gehör, zeitig abhanden kam. Der es aber dennoch schaffte, sich immer wieder aufzurichten und der Menschheit aufrüttelnde und optimistische Botschaften zu schenken. Der sein Schicksal tragen konnte, weil er von seiner Mission überzeugt war. Diesen Aspekt umfassender Gedanken und weiterlebender Kraft glaube ich besonders verdeutlichen zu müssen. Ich bin glücklich, dass mir in Sondershausen und Nordhausen dazu Gelegenheit gegeben wird.
Den Anstoß zum Beethoven-Sonatenzyklus gab 2008 eine Einladung der japanischen Kioi-Foundation in Tokio. Seither war Peter Rösel mit dem Beethovenprojekt nicht nur in Tokio, sondern auch in Lausanne und in Schlössern der Dresdner Region – und nicht zuletzt in Sondershausen und Nordhausen zu erleben. Eine CD-Einspielung der Klaviersonaten sowie aller Klavierkonzerte Beethovens entsteht in diesem Jahr.
Der in Dresden geborene Rösel, der 2009 den Kunstpreis der sächsischen Landeshauptstadt für sein langjähriges und herausragendes Schaffen als Pianist erhielt, entstammt als Klavierspieler der russischen Schule: Er studierte bei Dmitri Baschkirow und Lew Oborin in Moskau, wo er übrigens auch erster deutscher Preisträger des renommierten Tschaikowsky-Wettbewerbes wurde. In den nachfolgenden Jahrzehnten hat er in über 40 Ländern auf allen fünf Kontinenten mit herausragenden Orchestern und Dirigenten musiziert. In Deutschland attestiert man ihm eine erfrischend klare, schnörkellose Beethoven-Linie.
Die Klavierabende am 17. September im Haus der Kunst Sondershausen und am 18. September im Theater Nordhausen beginnen jeweils um 19.30 Uhr.
Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz
Rösel (Foto: privat)
Seine Gesamtschau der Beethoven-Klaviersonaten, die in diesem Herbst zu Ende geht, fand in Nordhausen und Sondershausen bisher großen Beifall. Mit Spannung wird nun der krönende Abschluss des Sonatenzyklus erwartet, der von jugendlich-frischen Werken der 1790er Jahre bis zu den mysteriösen letzten Sonaten eine sehr virtuose musikalische Auslese bietet.Zum Finale seines Beethoven-Sonatenzyklus meint Rösel: In den vergangenen Jahren habe ich mich noch einmal sehr gründlich mit Beethovens Werken beschäftigt. Ich habe versucht, das Bild des Menschen Beethoven lebendig vor mir erstehen zu lassen. Ein Mensch, der – anfangs Liebling eines verwöhnten aristokratischen Publikums – immer mehr in eine Außenseiterrolle geriet.
Ein Musiker, dem eines der wichtigsten Organe für seine Kunst, das Gehör, zeitig abhanden kam. Der es aber dennoch schaffte, sich immer wieder aufzurichten und der Menschheit aufrüttelnde und optimistische Botschaften zu schenken. Der sein Schicksal tragen konnte, weil er von seiner Mission überzeugt war. Diesen Aspekt umfassender Gedanken und weiterlebender Kraft glaube ich besonders verdeutlichen zu müssen. Ich bin glücklich, dass mir in Sondershausen und Nordhausen dazu Gelegenheit gegeben wird.
Den Anstoß zum Beethoven-Sonatenzyklus gab 2008 eine Einladung der japanischen Kioi-Foundation in Tokio. Seither war Peter Rösel mit dem Beethovenprojekt nicht nur in Tokio, sondern auch in Lausanne und in Schlössern der Dresdner Region – und nicht zuletzt in Sondershausen und Nordhausen zu erleben. Eine CD-Einspielung der Klaviersonaten sowie aller Klavierkonzerte Beethovens entsteht in diesem Jahr.
Der in Dresden geborene Rösel, der 2009 den Kunstpreis der sächsischen Landeshauptstadt für sein langjähriges und herausragendes Schaffen als Pianist erhielt, entstammt als Klavierspieler der russischen Schule: Er studierte bei Dmitri Baschkirow und Lew Oborin in Moskau, wo er übrigens auch erster deutscher Preisträger des renommierten Tschaikowsky-Wettbewerbes wurde. In den nachfolgenden Jahrzehnten hat er in über 40 Ländern auf allen fünf Kontinenten mit herausragenden Orchestern und Dirigenten musiziert. In Deutschland attestiert man ihm eine erfrischend klare, schnörkellose Beethoven-Linie.
Die Klavierabende am 17. September im Haus der Kunst Sondershausen und am 18. September im Theater Nordhausen beginnen jeweils um 19.30 Uhr.
Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
