Fr, 16:55 Uhr
09.09.2011
Diskussion zur Kinderarmut
Thüringens Sozialstaatssekretär Dr. Hartmut Schubert diskutierte gestern mit interessierten Bürgern im Mehrgenerationenhaus Roßleben über Kinderarmut....
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Roßlebens Bürgermeister Rainer Heuchel (SPD). Im Präsidium der Podiumsveranstaltung hatten Platz genommen der 1. Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent des Kyffhäuserkreises Georg Schäfer (SPD), Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit und Familie, Dr. Hartmut Schubert, der 2. Bürgermeister der Stadt Roßleben Steffen Sauerbier, sowie Cornelia Naumann vom Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V..
Mit SPD-Landtagsabgeordneter Dorothea Marx, der Bürgermeisterin der Stadt Wiehe Dagmar Dittmer (CDU) und dem Kreisvorsitzenden des VdK, Bernd Reiber, war weitere politische Prominenz im fast restlos gefüllten Raum.
Ausgangspunkt der Diskussion war die Aussage, dass laut einer im April dieses Jahres veröffentliche Studie der Bertelsmann-Stiftung der Anteil der unter 15-Jährigen, welche Leistungen nach dem SGB II beziehen in Thüringen bei 22,1 Prozent und im Kyffhäuserkreis sogar bei 28,1 Prozent liegt und das Bildungspaket der Bundesregierung mehr als dürftig startete, denn bisher haben nur etwa 650 der 2.000 Anspruchsberechtigten im Kyffhäuserkreis einen Antrag gestellt.
Fast man die die Diskussion in zwei Grundschwerpunkten zusammen, so gab es zwei wesentliche Forderungen.
Auf der einen Seite war man sich weitgehend einig, dass die bisherige Förderpraxis der Kinder-und Jugendarbeit mindestens mit gleicher Intensität weitergeführt werden muss. Dem staeht jedoch entgegen,das Thüringen durch das Sparpaket der Bundesregierung besonders betroffen, denn der Freistaat muss in den Jahren 2011 bis 2014 ca. 550 Millionen Euro an Sozialkürzungen verkraften, die Diskussion.
Ein zweiter Schwerpunkt war, dass die Arbeit so vergütet werden muss, damit auch Familien von ihrer Arbeit ernähren kann. Aus den Vertretern der SPD-Mitglieder kam die klare Forderung nach einem Mindestlohn, der schrittweise eingeführt werden sollte. Deutschlandweit ist gut jeder fünfte Vollzeitarbeitnehmer in Deutschland im Niedriglohnsektor beschäftigt. In Thüringen bzw. im Kyffhäuserkreis stellt sich offenbar die Sache noch schlimmer dar. Die Diskussion ergab, das es ein Fehler war, in Thüringen mit Minimallöhnen zu winken.
Aber auch vor Augenwischerei wurde gewarnt. Die niedrige Arbeitslosenqute unter Jugendlichen sei weniger ein Verdienst der Politiker hier im Kreis, so ein Bürger, sondern eher der Tatsache gestundet, dass sehr viele Jugendliche und jugendliche Familien wegen fehlender Perspektive einer ausreichend bezahlten Arbeit die Region verlassen.
Autor: khhEröffnet wurde die Veranstaltung von Roßlebens Bürgermeister Rainer Heuchel (SPD). Im Präsidium der Podiumsveranstaltung hatten Platz genommen der 1. Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent des Kyffhäuserkreises Georg Schäfer (SPD), Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit und Familie, Dr. Hartmut Schubert, der 2. Bürgermeister der Stadt Roßleben Steffen Sauerbier, sowie Cornelia Naumann vom Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V..
Mit SPD-Landtagsabgeordneter Dorothea Marx, der Bürgermeisterin der Stadt Wiehe Dagmar Dittmer (CDU) und dem Kreisvorsitzenden des VdK, Bernd Reiber, war weitere politische Prominenz im fast restlos gefüllten Raum.
Ausgangspunkt der Diskussion war die Aussage, dass laut einer im April dieses Jahres veröffentliche Studie der Bertelsmann-Stiftung der Anteil der unter 15-Jährigen, welche Leistungen nach dem SGB II beziehen in Thüringen bei 22,1 Prozent und im Kyffhäuserkreis sogar bei 28,1 Prozent liegt und das Bildungspaket der Bundesregierung mehr als dürftig startete, denn bisher haben nur etwa 650 der 2.000 Anspruchsberechtigten im Kyffhäuserkreis einen Antrag gestellt.
Fast man die die Diskussion in zwei Grundschwerpunkten zusammen, so gab es zwei wesentliche Forderungen.
Auf der einen Seite war man sich weitgehend einig, dass die bisherige Förderpraxis der Kinder-und Jugendarbeit mindestens mit gleicher Intensität weitergeführt werden muss. Dem staeht jedoch entgegen,das Thüringen durch das Sparpaket der Bundesregierung besonders betroffen, denn der Freistaat muss in den Jahren 2011 bis 2014 ca. 550 Millionen Euro an Sozialkürzungen verkraften, die Diskussion.
Ein zweiter Schwerpunkt war, dass die Arbeit so vergütet werden muss, damit auch Familien von ihrer Arbeit ernähren kann. Aus den Vertretern der SPD-Mitglieder kam die klare Forderung nach einem Mindestlohn, der schrittweise eingeführt werden sollte. Deutschlandweit ist gut jeder fünfte Vollzeitarbeitnehmer in Deutschland im Niedriglohnsektor beschäftigt. In Thüringen bzw. im Kyffhäuserkreis stellt sich offenbar die Sache noch schlimmer dar. Die Diskussion ergab, das es ein Fehler war, in Thüringen mit Minimallöhnen zu winken.
Aber auch vor Augenwischerei wurde gewarnt. Die niedrige Arbeitslosenqute unter Jugendlichen sei weniger ein Verdienst der Politiker hier im Kreis, so ein Bürger, sondern eher der Tatsache gestundet, dass sehr viele Jugendliche und jugendliche Familien wegen fehlender Perspektive einer ausreichend bezahlten Arbeit die Region verlassen.





