Fr, 17:03 Uhr
09.09.2011
kn-Forum: Rettungsschirm
Verfolgt man die Debatten im Bundestag, erhebt sich die verwirrende Frage, wer rettet denn nun eigentlich wen? Mit dieser Frage beschäftigt sich dieser Leserbrief...
Die Rettungsschirme überdecken inzwischen die Europäische Union und überfordern gnadenlos die Staatshaushalte der Länder. Der normale Menschenverstand kann mit diesen Unsummen in Milliardenhöhe kaum umgehen. Und die "Retter"? Sie schwadronieren wie die Weltmeister, ohne auch nur im geringsten und mit aller Macht, die Ursachen dieser Krise zu beseitigen. Jetzt sollen wir Griechenland retten, dessen Staat mit wohlwollender eigennütziger Unterstützung auch von Deutschland, über seine Verhältnisse gelebt hat.
Die Banken haben das mit Krediten und Supergewinnen unterstützt. Nun wollen sie ihr Geld zurück und wir zahlen wie immer. Das Volk muss den Gürtel enger schnallen und die "Rettungsschirme" entpuppen sich als Solidaritätsgeschenk für die Finanzmärkte. Nicht nur die Versäumnisse und Systemfehler bei der Einführung des Euro kommen uns teuer zu stehen. Die Finanzmärkte beherrschen das Szenario und agieren wie gehabt mit ihrer ungezügelten Abzocke ganzer Länder.
Wann endlich fasst die Politik den Mut zur Finanzmarktregulierung? Wenn nicht endlich sie das Heft des Handelns in die Hand nimmt, wird sich an dem Schlamassel für ganze Länder nichts ändern. Die "Retter" sind als Volksvertreter gewählt und nicht als "Gladiatoren" der Finanzmärkte und großen Konzerne, um mit "Rettungsschirmen" die Welt zu retten.
Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
Autor: khhDie Rettungsschirme überdecken inzwischen die Europäische Union und überfordern gnadenlos die Staatshaushalte der Länder. Der normale Menschenverstand kann mit diesen Unsummen in Milliardenhöhe kaum umgehen. Und die "Retter"? Sie schwadronieren wie die Weltmeister, ohne auch nur im geringsten und mit aller Macht, die Ursachen dieser Krise zu beseitigen. Jetzt sollen wir Griechenland retten, dessen Staat mit wohlwollender eigennütziger Unterstützung auch von Deutschland, über seine Verhältnisse gelebt hat.
Die Banken haben das mit Krediten und Supergewinnen unterstützt. Nun wollen sie ihr Geld zurück und wir zahlen wie immer. Das Volk muss den Gürtel enger schnallen und die "Rettungsschirme" entpuppen sich als Solidaritätsgeschenk für die Finanzmärkte. Nicht nur die Versäumnisse und Systemfehler bei der Einführung des Euro kommen uns teuer zu stehen. Die Finanzmärkte beherrschen das Szenario und agieren wie gehabt mit ihrer ungezügelten Abzocke ganzer Länder.
Wann endlich fasst die Politik den Mut zur Finanzmarktregulierung? Wenn nicht endlich sie das Heft des Handelns in die Hand nimmt, wird sich an dem Schlamassel für ganze Länder nichts ändern. Die "Retter" sind als Volksvertreter gewählt und nicht als "Gladiatoren" der Finanzmärkte und großen Konzerne, um mit "Rettungsschirmen" die Welt zu retten.
Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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