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Di, 16:21 Uhr
13.09.2011

Hitzing: Unüberlegt und gefährlich

Die Kürzungen bei den Schulen in freier Trägerschaft bewertet die FDP-Fraktion als katastrophales Signal an die hervorragende Arbeit der betroffenen Bildungsträger. "CDU und SPD sehen dies jedoch anders und haben für die Mittelkürzung votiert", so die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Franka Hitzing...


Der angekündigten Verfassungsklage der Fraktion B90/ Die Grünen steht sie aber dennoch ablehnend gegenüber. "Bei einer Klage gegen die Kürzungen bei den Schulen in freier Trägerschaft muss man sich der Konsequenzen bewusst sein. Stellt das Gericht die Verfassungswidrigkeit des Gesetzes fest, wird Minister Matschie die Mittel für die freien Träger wegen der angespannten Haushaltslage nicht wieder erhöhen können. Ein verfassungskonformes Gesetz wäre somit nur herzustellen, indem er bei den staatlichen Schulen ebenfalls kürzt", erläutert Hitzing die Gefahren der unüberlegten Klage.

Der richtige Weg sei eine vernünftige Bildungspolitik, die auf Kürzungen im Bildungsbereich verzichte. Dafür stehe die Thüringer FDP, jedoch seien dafür leider momentan im Parlament keine Mehrheiten vorhanden. "Jetzt auf dem Klageweg die finanzielle Situation der staatlichen Schulen ebenfalls zu gefährden, kommt einem Ritt auf einem schmalen Grat gleich. Die Klage bietet auch bei einem Erfolg keine Aussicht auf eine Verbesserung der Lage der freien Schulen. Deswegen birgt sie vor allem die Gefahr weiterer Kürzungen", warnt Hitzing abschließend.
Autor: nnz

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Kommentare
H.Buntfuß
13.09.2011, 18:39 Uhr
Kürzungen
So wie Frau Hitzing die Kürzungen für Schulen in Freier Trägerschaft beschreibt, muss ja jeder denken, dass die „SPD“ wieder einmal auf krummen Pfaden wandelt.

Hofft die „SPD“ vielleicht darauf, dass die Grünen eine Klage einreichen und sogar RECHT bekommen. Dann würde man Matschie direkt in die Hände spielen. Wie Frau Hitzing schreibt, hat dann der Minister nur noch eine Chance, die Gleichheit wieder herzustellen, indem er den anderen Schulen ebenfalls die Mittel kürzt.

So etwas kommt der „SPD“ sehr gelegen, man könnte Geld einsparen und den anderen die Schuld dafür geben, dass man die Gelder für die Schulen kürzen muss.
Alex Gösel
13.09.2011, 19:17 Uhr
Lieber Werner,
Ich habe eine andere Sicht auf dieses Thema!

Frau Hitzing scheint es doch nur um die Schulen in privater Trägerschaft zu gehen...
Bodo Schwarzberg
13.09.2011, 23:37 Uhr
Kürzungen für Privatschulen sind eine Katastrophe!
Aus eigener Anschauung weiß ich, was für eine hervorragende Bildungsarbeit Schulen in freier Trägerschaft leisten. Ich interviewte die Leiterin der pro-vita-Akademie in Nordhausen, deren Arbeit einfach nur ale beispielhaft bezeichnet werden kann.

Das Engagement dieser Einrichtungen steht oft im krassen Gegensatz zu der Leistungsfähigkeit jener Schulen, die sich im Würgegriff des verstaubten föderalen deutschen Bildungssystems befinden. Die Parteien, die für diese Einrichtungen Kürzungen beschließen, sorgen für einen Faustschlag gegen ein hohes Bildungsniveau, gegen engagierte Lehkkräfte und gegen eine individuelle Zuwendung zum Schüler oder Azubi.

Und damit vergehen sie sich an der Zukunft unseres Landes, das doch angeblich nach hochmotivierten und fachlich kompetenten Nachwuchskräften schreit.
Herr Taft
14.09.2011, 10:09 Uhr
das ist der Gipfel !
Herr Schwarzberg, ich bin mit Ihnen absolut d'accord.

Aus meinem Umfeld habe ich den direkten Vergleich zwischen einer staatlichen Schule und einer Schule freier Trägerschaft.

In der staatlichen Schule fällt der Unterricht aus, wenn ein Lehrer krank ist. Eine Nachmittagsbetreuung findet nicht statt - allenfalls eine "Beaufsichtigung". Die Kinder sind sich dann selbst überlassen. Es wird gepöbelt, gezankt und geprügelt. Spricht man das an, verweist die Schuldirektion auf den Personalschlüssel. Die Kinder sind größtenteils unmotiviert und von der Schule "angenervt".

In der Schule freier Trägerschaft achten Lehrer und Erzieher auf Umgangsformen. Der Umgang ist respekt- und liebevoll. Die Kinder werden individuell gefördert. Es werden Werte wie Respekt, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft vermittelt. Trotzdem werden die Kinder auch zum Ehrgeiz und zur Leistungsbereitschaft angespornt. Die Schüler arbeiten viel selbstständiger - aber immer unter Anleitung. Das Ergebnis sind motivierte Kinder, die gerne zur Schule gehen und Spaß daran haben, etwas Neues zu entdecken.

Das offensichtlich bessere System wird bestraft. In der Folge wird eine Anhebung des Elternbeitrages zur Schule freier Trägerschaft notwendig, damit der Betrieb in der Qualität aufrecht erhalten werden kann. Das wiederum kann sich mancheiner nicht leisten. Die Leidtragenden sind also die Kinder von sozialschwachen Familien, die vielleicht das Potenzial zu Großem hätten, aber dank der Kürzung der Fördergelder nicht das bessere Bildungssystem nutzen können. Tolle Leistung...
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