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Di, 16:26 Uhr
13.09.2011

Rendezvous mit GERT

Vor dem Hintergrund des 7. Nordhäuser Citylaufes, der am kommenden Sonntag wieder über drei Streckenlängen durch Nordhausen führt, finden bereits ab dem 15. September in der Südharz-Galerie statt die jährlichen Gesundheitstage statt...


Motiv  (Foto: SHG) Motiv (Foto: SHG) An vier Tagen geht es um gesunde Ernährung, Vorsorgemaßnahmen, Fitness & Wohlbefinden und Körperpflege. Verschiedene Aussteller wie die Advamed Apotheke mit dem Pflegedienst Dr. Krantz präsentieren ihren Leistungsumfang und laden die Besucher zum Informieren und Ausprobieren ein.

Folgende Aktionen unserer Partner erwarten die Besucher an den Gesundheitstagen:
  • Viele Informations- und Beratungsstände
  • Ernährungsberatung und Fitnesscheck
  • Vorstellung von Massagegeräten
  • Hörtest, Tinnitus- und Gehörschutzberatung
  • Fußdruck- und Venenmessung
  • Vorstellung Orthopädischer Hilfsmittel
  • Pflegeberatung/ Pflegedienstvorstellung
  • Blutdruck- und Blutzuckermessung
  • Informationen zur Plasmaspende
Der Nordhäuser Pflegedienst Dr. Krantz und die Advamed-Apotheken erlauben auf ihrem gemeinsamen Stand während der Gesundheitstage einen „Blick in die Zukunft …“: Die Besucher können am eigenen Leib erfahren, mit welchen Einschränkungen Menschen im hohen Alter fertig werden müssen.

Möglich macht dies GERT – der Gerontologische Testanzug, der entwickelt wurde, um Mitarbeitern in Pflegeberufen für ihre Arbeit mit älteren Menschen zu sensibilisieren. „Die Gesundheitsmesse in der Südharz-Galeriee ist eine gute Möglichkeit, GERT einem breiten Publikum zugänglich zu machen“, sagt Sören Pols vom Pflegedienst Dr. Krantz.

„Wer einen solchen Anzug einmal getragen hat, wird viel mehr Respekt vor den Leistungen haben, die ältere Menschen im Alltag selbstverständlich erbringen“, sagt Pols. Er wünscht sich, dass möglichst viele junge Menschen einen Blick in die Zukunft werfen.

Ein Besuch lohnt sich also - Die Geschäfte und Aussteller freuen sich auf zahlreiche Interessenten! Die Südharz-Galerie begrüßt weiterhin alle Läufer und deren Familien an diesem aktiven Tag zum Verkaufsoffenen Sonntag von 12 – 18 Uhr!
Autor: psg

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
13.09.2011, 22:26 Uhr
Alter ist unausweichlich, der Rollator nicht immer!
Ich halte eine solche Veranstaltung auf jeden Fall für sinnvoll, weil das Verständnis zwischen Jüngeren und Älteren durch die Konzentration der Industrie auf die Jugendlichkeit und durch das zunehmende Aussterben der Mehrgenerationenhaushalte und die Auflösung traditioneller sozialer Strukturen immer mehr zu wünschen übrig lässt.

Dennoch werde ich den Eindruck nicht los, dass viele Menschen ihrer zweiten Lebenshäfte hinsichtlich ihrer gesunden, aktiven Gestaltung zu wenig Beachtung schenken. Natürlich gibt es rein altersbedingte körperliche Einschränkungen. Bekannt aber ist, und es wurde in vielen Studien nachgewiesen, dass man auch noch im hohen Alter gesund und vital sein kann - sofern man dies aktiv und bewusst angeht. Doch trotz aller Appelle der Experten nehmen die viel zitierten Wohlstandkrankheiten im Alter immer dramatischere Ausmaße an: Diabetes, "metabolisches Syndrom", als Komplex aus Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Gelenkverschleiß.

Die Bereitschaft, sich statt den Segnungen der modernen Medizin, der eigenen aktiven Gestaltung der zweiten Lebenshälfte zu verschreiben, ist leider relativ gering ausgeprägt.

Immer wieder stoße ich in meinen Interviews aber auf 75-jährige, die noch Unternehmen führen, die sich nicht dem Altersruhesessel hingeben und mit geistiger und körperlicher Aktivität, den unausweichlichen Altersproblemen, bewusst oder unbewuust entgegenwirken. In unserer 100-km-Wanderszene gibt es sogar einen 81-jährigen, der vor einem Jahr den Kilimandscharo bestieg und erst jüngst erneut eine 100 km-Nonstop-Wanderung erfolgreich bewältigte. Und das ist in dieser Altersgruppe kein Einzelfall.

Es gab 70jährige auf dem Mount Everest und ein 60jähriger hat jüngst die USA zu Fuß und zurück mit dem Fahrad mit einem täglichen Schnitt von 84 km durchquert. Niemand erwartet von den Älteren derartige Leistungen. Diese Beispiele zeigen aber, welches Potential der ältere Mensch zu aktivieren in der Lage ist, sofern er Ziele und Disziplin hat - und natürlich auch eine gesunde Grundkonstitution.
Angesichts des sehr hohen Anteils kranker und kaum aktiver Menschen in dieser Altersgruppe können sie aber Alternativen aufzeigen. - Johannes Heesters steht mit fast 108 noch regelmäßig auf der Bühne.

Das aber hat er gewiss nicht nur seinen Genen zu verdanken, sondern auch seinem ungebrochenen Ehrgeiz und Lebenswillen und gewiss auch seinem intakten sozialen Umfeld.

"Gert" ist also durchaus sinnvoll. Aber er suggeriert Denjenigen, die in seine Hülle schlüpfen all zu leicht, dass gegen die Leiden des Alters kein Kraut gewachsen ist.

Jeden von uns, auch mit Mitte 40, kann es täglich treffen. Aber die Größe der Chance, dass es passiert, kann jeder ganz wesentlich mit beeinflussen. Nur der hoch entwickelten Schulmedizin mit ihren Apparaten und Medikamenten dürften wir es zu verdanken haben, dass unsere Lebenserwartung ständig steigt, wohl weniger aber unserem eigenen Verhalten.
Dieses zu gestalten aber, hat jeder selbst in der Hand. Der Passivität des Wohlstandsgenusses im Alter können leider viele Menschen nur schwer entkommen. Aber die Folgen der Passivität können sehr schwerwiegend sein.
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