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Fr, 11:25 Uhr
16.09.2011

Genügend Zeit einplanen

Der Papst-Besuch in Thüringen ist ein außergewöhnliches Großereignis für unser Land. Angesichts des absehbaren Publikumsandrangs wurde deshalb gemeinsam mit dem Bistum Erfurt als Veranstalter ein abgestimmtes, logistisches Gesamtverkehrskonzept für Straße, Schiene und Luftraum erarbeitet. Wir stellen es Ihnen vor...


"Wir wollen, dass die zahlreichen Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland sicher und zuverlässig die Veranstaltungsorte in Erfurt und im Eichsfeld erreichen und verlassen können. Zum Projektportfolio zählen zahlreiche Shuttle-Verkehre, Sonderparkplätze und großräumige Verkehrsumleitungen.“ Das erklärte heute Christian Carius, Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, im Vorfeld der zweitägigen Visite von Papst Benedikt XVI. am 23. und 24. September 2011 im Freistaat Thüringen.

Carius appellierte an die Pilgerinnen und Pilger: „Bleiben Sie gelassen! Auch wenn es zu Einschränkungen und Wartezeiten kommen sollte. Planen Sie für die Teilnahme am Papstbesuch ausreichend Zeit ein! Die Veranstaltungsorte in Etzelsbach und Erfurt öffnen bereits einige Stunden vor dem Beginn der Gottesdienste. Und beachten Sie bitte die Verkehrs- und Sicherheitshinweise!“

Der Minister bedankte sich zudem bei allen Beteiligten, die sehr konstruktiv an dem anspruchsvollen Verkehrskonzept für die Durchführung der Großveranstaltung mitgewirkt haben. Carius wird auch an einem ökumenischen Gottesdienst unter Leitung von Papst Benedikt XVI. und des Ratsvorsitzenden der EKD, Präses Nikolaus Schneider, am Freitag, 23. September 2011 im Augustinerkloster in Erfurt teilnehmen.

Der Verkehrsminister präsentiert im Vorfeld der Papstvisite ein Verkehrssicherheitskonzept für die Bereiche Straße, Schiene/ÖPNV und Luftraum. Nachfolgend die Details:

Straße

Die Bundesautobahn A 38 ist im Zeitraum vom 23. September 2011, 00:00 Uhr bis 24. September 2011, voraussichtlich 08:00 Uhr von der Anschlussstelle (AS) Werther bis zur AS Friedland in beiden Richtungen voll gesperrt. Der Durchgangsverkehr wird weiträumig umgeleitet. Die Pilger, die mit dem eigenen PKW anreisen, können die Autobahn A 38 aus Richtung Leipzig bis zur Anschlussstelle Leinefelde-Worbis und aus Richtung Göttingen bis zur Anschlussstelle Heilbad Heiligenstadt nach einer Polizeikontrolle befahren und werden von dort aus zu den Parkplätzen geleitet.

Auf der gesperrten BAB A 38 zwischen den beiden Anschlussstellen wird ein provisorischer Busparkplatz für bis zu 1000 Busse eingerichtet, die sich vorher anmelden mussten und entsprechend gekennzeichnet sind. Der Verkehrsraum rund um die Wallfahrtsstätte Etzelsbach wird ebenfalls gesperrt. Auch hier sind entsprechende Umleitungen für die Verkehrsteilnehmer ausgewiesen.

Die großräumige Hinweisbeschilderung an ausgewählten Autobahndreiecken und –kreuzen in den Bundesländern Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen steht seit dem 08. September 2011. Ab dem 20. September 2011 werden im Nahbereich des Dreiecks Drammetal (A 7 / A 38) zusätzliche Hinweisbeschilderungen für die Verkehrssituation am 23. September 2011 aufgestellt. Minister Carius appellierte an die Verkehrsteilnehmer, „bei persönlichen oder gewerblichen Reiseplanungen die Sperrung der A 38 zu beachten. Das gilt insbesondere für Wochenpendler.“

Schiene und ÖPNV

„Während des Papstbesuches bieten wir ein Maximalangebot im Nahverkehr“, erklärt Thomas Grewing, Abteilungsleiter der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen (NVS) und verantwortlich für die Planung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) während der Papst-Visite. „Die NVS bestellt bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen während des Papstbesuches im Eichsfeld einen speziellen Shuttleverkehr“, ergänzt NVS-Geschäftsführer Michael M. Heepen.

Die NVS kann am 23. September bis zu 5.000 Pilger pro Stunde befördern. Grundlage dafür ist der Einsatz von Shuttle-Zügen, die in der Zeit von 04.oo bis 10.00 Uhr morgens jeweils im Halbstundentakt, ab 10.00 Uhr im Viertelstundentakt verkehren. Pilger aus Richtung Kassel kommen mit den Shuttle-Zügen in Wingerode an und legen das letzte Stück der Wegstrecke zu Fuß zurück. Besucher aus Richtung Göttingen können in Eichenberg zusteigen. Gäste aus Richtung Leinefelde steigen in Bodenrode aus und gehen anschließend zum Pilgerfeld. In jedem Shuttle-Zug finden etwa 600 Personen Platz.

Für behinderte Fahrgäste gibt es einen Sonderverkehr, der sie barrierefrei zur Wallfahrtskapelle befördert. „Im Landkreis Eichsfeld ist das die optimale Variante, um möglichst vielen Menschen eine bequeme An- und Abreise zur Marienvesper zu ermöglichen. Der Shuttleverkehr ist bis 01.00 Uhr morgens im Einsatz, sodass auch die Abreise nach dem Gottesdienst ohne Zeitdruck möglich ist“, so Grewing. Um 02.00 Uhr verkehrt ein letzter Zug von Leinefelde nach Kassel-Wilhelmshöhe. Ab 20.00 Uhr muss der Halt in Beuren in beide Fahrtrichtungen entfallen.

In Leinefelde und Heilbad Heiligenstadt werden große Parkplätze eingerichtet, von denen aus die Pilger dann weiter mit den Shuttle-Zügen reisen können.

Für den Shuttleverkehr zwischen Heilbad Heiligenstadt und Wingerode bzw. Leinefelde - Bodenrode erhalten die Fahrgäste ein Shuttle-Ticket zum Preis von 4 Euro (Hin- und Rückfahrt).

In den Sonder-Zügen gelten alle regulären Fahrscheine. Am 23. und 24. September 2011 gelten das Thüringen-Ticket, das Thüringen-Ticket Single und das Hopper-Ticket bereits jeweils ab 00.00 Uhr.

Für die Anreise zum Gottesdienst in Erfurt setzt die NVS am Samstagmorgen zusätzliche Züge aus allen Richtungen ein. Vom Erfurter Hauptbahnhof erreichen die Pilger den Dom zu Erfurt in wenigen Minuten zu Fuß. Außerdem können die Pilger, die mit dem Auto anreisen, die Park&Ride-Anlagen an den Stadtgrenzen nutzen und von dort mit der Straßenbahn in Richtung Stadtzentrum weiter reisen. Besucher, die eine Einlasskarte für die Eucharistiefeier auf dem Erfurter Domplatz besitzen, können am 24. September 2011 kostenfrei die Angebote der Erfurter Verkehrsbetriebe zur An- und Abreise nutzen.

Angesichts der vielen zusätzlichen Fahrgäste gilt für den normalen SPNV in Thüringen an diesen beiden Tagen folgendes: Am Freitag werden einigen Verbindungen durchs Eichsfeld nur mit Umsteigen möglich sein. Damit die Wartezeiten in Leinefelde verkürzt werden, rollen zusätzliche Züge zwischen Leinefelde und Erfurt. Die RegionalExpress-Linie RE 1 Göttingen – Erfurt – Gera – Zwickau fährt dagegen wie gewohnt auf ihrem planmäßigen Linienweg und passiert die Strecke zwischen Heilbad Heiligenstadt und Leinefelde ohne Halt.

Damit Verspätungen in Göttingen nicht auf den Gegenzug übertragen werden, steht an diesem Tag eine zusätzliche RegionalExpress-Garnitur in Göttingen bereit, die eine pünktliche Abfahrt in Richtung Zwickau sicherstellen soll. Die Sonderfahrpläne für beide Tage stehen auf den Internetseiten der NVS und des Bistums zum Herunterladen und Ausdrucken bereit.

Luftraum

Für den 23. und 24. September 2011 sind durch das Bundesverkehrsministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Flugbeschränkungsgebiete mit einem Radius von 3 NM (nautische Meile) um Erfurt und Etzelsbach in Kraft gesetzt worden. Starts und Landungen auf dem Flughafen Erfurt-Weimar sind in dieser Zeit nur nach vorheriger Zustimmung durch die Flughafen Erfurt GmbH und nach Freigabe durch die Deutsche Flugsicherung möglich.

Sonderfahrpläne für den Papstbesuch und weitere Informationen finden Sie unter:
  • www.papst-in-deutschland.de
  • www.bistum-erfurt.de
  • www.nvsthueringen.de
Autor: nnz

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Kommentare
Retupmoc
16.09.2011, 11:41 Uhr
Albern
So ein Aufwand. Da kommen soviele Menschen, wie wenn Mario Barth einen Auftritt hat oder die Stones in Leipzig auf der Festwiese spielen. Aber wir haben ja Geld in Massen.

Ich hoffe, das es Freitag und Samstag schön stark regnet!
herrheise
16.09.2011, 13:38 Uhr
Skandal
Für so einen alten, in Samt und Seide gehüllten "Gottesvertreter" das Geld so sinnlos zu verschleudern, stößt bei mir auf Unverständniss! Was bildet sich diese legale Sekte eigentlich ein? Das Geld wäre an anderer Stelle angebrachter!

Zum Beispiel, um den Betreuungsschlüssel für KiTa-Einrichtungen zu finnazieren oder das Mittagsbrot an Schulen kostengünstiger zu gestalten oder um Spielplätze und Jugendeinrichtungen zu erhalten oder, oder, oder.....!

Das Problem ist, wie immer und überall in der Welt: Wer keine Lobbie hat, und das haben die Kinder nun mal nicht, der fällt hinten runter!

@ Kirche: Schaut, daß ihr noch schöne Kerzen (Stück/150€) kauft, ihr hab es ja!

Achso: Ich hab nichts gegen Leute die gläubig sind und respektiere die auch, allein die selbsternannte Instituion Gottesvertretung (Kirche) und die Methoden welche seit über zwei Jahrtausenden praktiziert werden, geht mir gegen den Strich In diesem Sinne.
Nico Heise
H.Buntfuß
16.09.2011, 18:19 Uhr
Angst
Diese Zeilen beweisen einmal mehr, welche ANGST die OBRIGKEIT vor ihren Untertan hat.
Mehr muss man dazu nicht sagen.

Oh hoffentlich habe ich mir jetzt nicht ein Gottesgericht einiger Kommentarschreiber auf den Hals geladen.
W.S.H.
Peppone
16.09.2011, 21:53 Uhr
Keine Angst Werner,
ich bin Atheist!,-)

Wünsch dir ein schönes Wochenende! Wirklich, ehrlich!
Bodo Schwarzberg
17.09.2011, 01:08 Uhr
Aufwand für Pabstbesuch logisch, der Grundgedanke fragwürdig
Bei aller Kritik; Ich bin nach wie vor der Meinung, dass der Glaube eine zentrale Säule unserer Gesellschaft und ihrer Stabilität, ja auch menschlicher Werte darstellt, allen Verfehlungen Einzelner zum Trotz.

Und einerseits halte ich auch den immensen verkehrstechnischen Aufwand zum Pabstbesuch für logisch. Wo viele Leute hinfahren, muss halt viel fahrendes Gerät eingesetzt werden. Das ist normal, zumal der Pabstbesuch von den Gläubigen als Jahrhundertereignis gesehen wird. Auch die Kontrollen halte ich entgegen einem Kommentar für verständlich:

Natürlich ist der Pabst ein bevorzugtes Anschlagsziel des Islamismus, weil er von ihnen als Symbol des abendländischen Kreuzrittertums gegen die arabische Welt gesehen wird. Und das Gastland trägt nunmal die Verantwortung für dessen Sicherheit. Dieser Kommentar war wohl nicht zuende gedacht.

Pabstattentate haben eine lange Geschichte. Erinnern Sie sich noch an den Attentäter Ali Agcar gegen Pabst Johannes Paul II?

Aber! Für mich persönlich ist Glauben trotz seiner Individualität, als Massenerscheinung nur dann sinnvoll, wenn er etwas zur Lösung der globalen Probleme bewirkt, wenn er also mit der Zeit geht. Und spätestens an dieser Stelle muss scharf kritisiert werden. Das Kondom- bzw., Verhütungsverbot der Katholischen Kirche kommt Anstiftung zur fahrlässigen Körperverletzung mit Todesfolge gleich. Auch mit dem ausbeuterischen Eigenleben der transnationalen Konzerne und ihren Auswirkungen auf das Leben vor allem der armen Länder geht die Kirche viel zu sanft oder gar nicht ins Gericht.

Angesichts der existentiellen Probleme der Menschheit, die der Normalbürger so ungern wahrnehmen und auf sich beziehen will, wird die Kirche ihrer Verkündigungsfunktion nicht im Entferntesten gerecht. Zum Maßhalten und zur inneren Einkehr aufzurufen reicht nicht mehr. Wenn der Pabst den Gläubigen in Deutschland eindringlich sagte, dass sie es sind, die mit ihrem eigenen Verhalten für die die menschliche Existenz gefährdeten Probleme dieser Welt die Verantwortung tragen und dass ihnen die Vergebung ihrer Sünden durch Gott am Ende nichts nützen wird, dann hätte er seine geistige Macht zum Wohle der Menschheit und dieses Planeten eingesetzt. Denn dann würde er seinen Gläubigen die Notwendigkeit des eigenen Handelns so nahe bringen wie nie zuvor.

Die Tatsache, dass die Welt über so wenige Menschen, - Oberhäupter, Popstars, Unternehmer und Präsidenten verfügt, die ihre Positionen für unmissverständliche, ja drastische Botschaften und "Handlungsanweisungen" zu nutzen bereit sind, ist ein Dilemma. Und auch der Pabst wird aller Erwartung nach nur die üblichen kleinen Mahungen aussprechen.
Das allein aber ist unzeitgemäß und altertümlich, ja fahrlässig.

Hatte mein Lieblingsdichter Heinrich Heine nicht recht, als er sagte "...wir wollen auf Erden schon das Himmelreich errichten!"?

Diese Mahnung sprach er in der ersten Hälfte des 19. Jh. aus!

Vor dem Hintergrund dessen, was der Pabst in Thüringen wohl sagen wird, halte ich den Rummel um ihn für fragwürdig. Er wird Heines rund 200-jähriger Aufforderung gewiss wieder nicht nachkommen. Nichts Neues im Osten also, trotz Papstbesuch.
H.Buntfuß
17.09.2011, 12:32 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Artikels
Albert
17.09.2011, 14:07 Uhr
Wie Luther es getan hätte
Ich bitte alle frei denkenden Bürger, den Papst so zu empfangen wie Luther es seiner Zeit getan hätte. Schließlich sind der Bann und die Vogelfreierklärung des Papstes gegen Luther bis heute nicht aufgehoben worden und auch der dogmatische Ratzinger wird dies nicht tun.

Lieber beschimpft er Schwule und Lesben, Geschiedene oder Alleinerziehende. Selbst seinen eigenen Anhängerinnen verweigert er die freie Berufswahl als Priesterin. Stattdessen verharmlost und vertuscht er die widerlichen und grausamen Folgen des sinnleeren Zölibats für Kinder, die den Schwarzkitteln anvertraut worden waren.

Der Missbrauch des Bundestages für eine klerikale Werbeveranstaltung zeigt, wie Notwendig die Trennung von Staat und Kirche wie etwa in Frankreich auch bei uns ist.
Hitcher113
18.09.2011, 09:19 Uhr
Unsinn
Super! Da wird ein langer Teilabschnitt der BAB 38 gesperrt, so dass unzählige Wochenendpendler Umwege in Kauf nehmen müssen (ganz abgesehen vom Zeitverlust und den Mehrkosten für den Kraftstoff). Und wofür? Damit seine "Scheinheiligkeit" den "armen Osten" besuchen kann. Da fehlt mir jegliches Verständnis!
Pe_rle
18.09.2011, 09:46 Uhr
Papstbesuch
ich finde es schon ein bischen übertrieben, was hier ab geht, wenn der sogenannte Heilige Vater kommt. Ganz von dem Geld zu schweigen,was es dem Steuerzahler wieder kosten wird. Hätte man das Geld genommen und den Suppenküchen zur Verfügung gestellt,wäre das wenigstens noch sinnvoll gewesen.

Autobahnen und Luftraum sperren,da fehlt mir der GLAUBE

Achja,fast hätte ich es vergessen,wer wird wohl in der ersten Reihe sitzen und dem Papst zuhören????? Ja klar,die Herrschaften aus Politik und Wirtschaft, denen ist ja nichts teuer genug.
s.marcel.984
18.09.2011, 13:06 Uhr
Verkehrsbehinderung
Wenn ich diese Einschränkungen lese, bekomme ich einen Hals. Ich arbeite im Eichsfeld und habe persönlich schon ein bissche bange vor Freitag. Allein der ganze Verkehr der von der A38 auf die Bundesstrasse verlegt wird, dazu noch Pilger die sich nicht an die Empfehlungen halten, und so weiter. Das wird für Leute die auf arbeit müssen der blanke Horror. Aber Hauptsache der super tolle Papst ist da...
kompostie
18.09.2011, 13:52 Uhr
irrsinn
ist das ganze, es wurde hier schon mehrfach genannt, was man mit den zig millionen hätte anderes machen können.

kindergärten, schulessen, strassen, die tafel, dafür ist kein geld da, aber wenn der märchenprinz aus dem vatikan aufläuft da geht's eigenartigerweise.
Retupmoc
19.09.2011, 07:46 Uhr
Umleitung üner Sondershausen
Wie ich gestern gesehen habe, hat man Umleitungsschilder ab Berga in Richtig Nordhausen aufgestellt. Da dürfen Sie dann über Kelbra und Sondershausen nach Nordhausen fahren. Ob die katholische Kirche den Autofahrern die in die zigtausenden gehenden Kosten für Umleitungen, Spritverbrauch und Zeit erstattet? Wohl kaum !

Ob wir auch so ein Zinnober machen würden, wenn nicht Gottes Stellvertreter auf Erden, sondern der seines Bruders, (der Teufel) einen Besuch in Thüringen machen würde? man weiß es nicht!

Respekt vor den Bundestagsabgeordneten, die den Bundestag verlassen werden, wenn der alte Mann seine nebulösen Thesen verbreitet.
andreas66
19.09.2011, 11:16 Uhr
Schließe mich voll an
Wenn 12 (hoffe habe richtig gezählt) ihre Kommentare abgegeben haben und alle der gleichen Meinung sind und ich nun der 13. welcher sich anschließt, da können wir doch gar nicht so falsch liegen. Wo bleibt mal eine Stellungnahme von einem Befürworter des Papstbesuches?

Wenn man mal in die Geschichte zurück blickt,denke da an Kreuzzüge, Hexenverbrennungen usw. Es wurden unzählige Menschen im Auftrag der katholischen Kirche wegen ihrem andersdenkenden Glauben umgebracht. Der Papst ist nun der oberste Vertreter dieser Zunft. Ich werde aus Überzeugung keine Sekunde von einer eventuellen Übertragung anschauen!
Janko
19.09.2011, 18:36 Uhr
mir fehlt differenziertheit...
...denn alles, was ich in den 13 mitteilungen lese, sind überwiegend vorurteile bishin zu hass auf die kirche und ihre verbrechen in der vergangenheit.
darüber will ich mich gar nicht auslassen, es ist müßig, darüber streiten zu wollen. man kann aber versuchen, den artikel (und den papstbesuch) halbwegs objektiv zu sehen.

der papst ist das oberhaupt eines glaubens, dem 1,1 milliarde menschen anhängen, sowie das staatsoberhaupt über vatikanstadt.

dass eine solche persönlichkeit geschützt werden muss, sollte sich eigentlich von selbst verstehen - völlig unabhängig davon, was man von der kirche selbst halten mag: aber genau diese differenziertheit fehlt mir in den kommentaren. klar kann man mit dem geld bessere dinge anstellen. aber wichtige personen, die gern auch ziel von politischen oder religiösen attentätern werden, müssen nun mal geschützt werden. jeder staatschef wird geschützt, wenn er nach deutschland kommt. und nur, weil einem die kirche nicht passt, ist das beim papst auf einmal anders?
andere länder, welche unsere kanzlerin besucht, könnten mit ihrem geld bestimmt auch besseres anfangen, als damit ausgerechnet frau merkel zu sichern.

solange jedoch z.b. eine nächtliche straßensperre als persönlicher affront und einschränkung des rechtes auf bewegungsfreiheit gewertet wird, kann man objektivität wohl kaum erwarten.

PS: nein, ich bin nicht gläubig, sondern überzeugter atheist, und ja, auch mich werden die einschränkungen des papstbesuches betreffen.
Bodo Schwarzberg
20.09.2011, 00:11 Uhr
vielen nnz-Usern fällt Denken zwischen den Polen schwer
Ich kann Janko nur beipflichten. Seit eineinhalb Jahren bin ich wieder in meiner Heimatstadt und genauso lange aktiver Schreiber bei der nnz. Und ich finde es erschreckend, wie wenig viele Kommentatoren in der Lage sind, welche hier diskutierten Sachverhalte auch immer, differenziert und aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Der Pabstbesuch ist ein Beispiel für diese verbreitete Unfähigkeit, die kein gutes Licht auf unsere Gesellschaft wirft. Wie wollen wir denn als Bewohner eines der einflussreichsten und materiell reichsten Länder der Erde, ausgestattet mit einer hohen Verantwortung, komplexe globale Probleme in Politik, Ökologie und Wirtschaft lösen, wenn wir immer nur schwarz oder weiß, ja oder nein, richtig oder falsch kennen? So funktioniert diese Welt aber nicht!

Das Schlimme ist doch, dass die Politiker, die in den Zentralen sitzen von denen gewählt werden, die dieses Schwarz-/Weißdenken verinnerlicht haben. Die Resultate können wir sehen: Politiker, die mit schönen Worten ihre Unfähigkeit kaschieren, diese Welt vor dem Abgrund zu retten.

Man muss doch nicht selbst Katholik sein, um dem Pabstbesuch trotzdem eine große Bedeutung abzugewinnen! Natürlich hat er eine sogar riesige Bedeutung, weil ihm Millionen von Menschen zuhören und folgen. Genau weil das so ist, dürfen wir nicht einseitig und blind über ihn urteilen.

Wer das tut, macht es sich verdammt einfach und er zeigt, dass er sich dem wirklichen Nachdenken über die mit dem Pabst und seinen Anhängern verbundenen Sachverhalte verschließt.

Der Papst ist nichts ohne die Gläubigen. Sie haben es am Ende in der Hand, was von Rom verkündet wird. Sie haben eine immense Macht! Wer den Pabstbesuch auf die Straßensperrungen und auf die stundenweise Beschränkung der "freien Fahrt für freie Bürger" beschränkt, denkt ebenso, ist egoistisch durch und durch. Der ist einfach nur ein Wutbürger, aber niemand, der versucht, zu den Wurzeln der Veränderung vorzudringen.

Und diese beginnt dort, wo man versucht, den Papst und die Gläubigen zu verstehen. Das ist die Grundlage für den nächsten Schritt, der Argumentation heißt. Sie wiederum ist die Grundlage für evenuell wirksame Veränderungen. Das ist wie bei der Vorbereitung eines chemischen Experiments.

Diese Grundprinzipien für Veränderungen sind immer die Gleichen, ob in der Naturwissenschaft oder in der Religion.
Wenn ich nicht so optimistisch wäre, würde ich bei manchen Kommentaren oft den Glauben an die Menschheit verlieren, was angesichts von ihrem Verhalten an sich nicht schwerfällt. Es ist ein Irrtum zu glauben, niemand könne als Einzelner etwas verändern. Beweise gibt es genug. Mit pauschalen, energetisch wenig aufwändigen Pauschalurteilen aber geben wir denen, die wir eigentlich nicht wollen, auch für die kommenden Jahrzehnte Macht und Einfluss, liebe Mitkommentatoren!
NDHler
20.09.2011, 08:41 Uhr
Herr Schwarzberg
Hier gebe ich Ihnen zu 100% Recht. Auch ich bin kein Katholik und ich finde das der eine oder andere €uro für diesen Papstbesuch zu viel ausgegeben wird. Trotzdem ist dieser Besuch etwas Besonderes für Thüringen.

Das sollte ein jeder würdigen. Und noch eins an rwe62, ich empfinde kein Respekt für die „Politiker“ welche die Rede des Papstes boykottieren wollen, ich finde diese „Politiker“ abscheulich! Typischerweise stammen sie mehrheitlich aus der Partei welche sich in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart als am Kompromissunfähigsten zeigen. Wo bleibt hier der Respekt gegenüber dem Papst und auch den hunderttausenden gläubigen Katholiken?

Diese Partei stellt sich immer weiter ins Abseits. Eine erste Abmahnung für dieses Verhalten hat der Wähler in Berlin erteilt, weitere werden folgen, da bin ich mir sicher!
memorial
20.09.2011, 09:13 Uhr
Unverständnis
Ich finde es jeden Tag aufs neue einfach nur traurig, wie die Deutschen über ihre Steuergelder klagen.

Zum Anfang mal gesagt, ich bin nicht gläubig sogar eher streng gegen die Katholiken, bzw halte nicht viel von ihnen da ich meine Seminar-Arbeit auch über dieses Thema geschrieben habe und mich viel damit beschäftigt habe.

Jedoch akzeptiere ich diese Religion und finde es trotzdem als ein großes Ereignis das wir einen deutschen Papst haben und freue mich bzw. ist es denk ich auch mal für viele Erfurter eine Ehre das der Papst die Stadt besucht.

Das solch ein Besuch mit solchen Kosten verbunden ist,ist natürlich auch nachvollziehbar und seh ich keineswegs als negativ an. Klar ist es eine große Summe und klar gibt der Staat vllt auch für andere Dinge zuviel Geld aus,aber man soll doch auch mal bitte realistisch bleiben.

Ich möchte jetzt ein anderes Thema nicht zu sehr anschlagen,aber ich finde es nahezu lächerlich wieviele Menschen sich über die Gelder bei diesem Besuch aufregen,aber es zulassen das jährlich eine viel viel höhere Summe für Polizeikräfte bei Demos der NPD verbraucht werden.

Also bitte liebe NNZ-User, fangt an den richtigen stellen an euch zu beschweren wo es um Steuergelder geht,die ihr sogar auch selbst mit beeinflussen könnt und eure Stimmen zählen,denn sonst ist das einfach nur lächerlich.

Ein anderes Oberhaupt einer Religion würde niemals so angeprangert werden wie der Papst.
Isaan
20.09.2011, 11:06 Uhr
NDHler, Respekt?
Gegenüber einer staatlich geförderten Sekte, die sich selbst als einzig wahre Religion bezeichnet? Wo bleibt der Respekt der Katholiken gegenüber anderen Religionen und nichtreligiösen Menschen? Respekt muß mann sich verdienen, aber das hat diese Kirche bis heute nicht geschafft. Im Gegenteil. Ein Weltbild, das heute noch im tiefsten Mittelalter verankert ist.

Ich finde es gut, wenn Politiker den Bundestag verlassen, wenn der Oberhirte seine weltfremden Thesen verbreitet. Traurig finde ich es, wenn Demonstationen gegen den Besuch verboten und Demonstranten verunglimpft werden. In Erfurt wollten mehrere Hundert Menschen gegen den Besuch demonstrieren. Der Vorsitzende des Koodinierungsausschußes für den Besuch hat daraufhin die Politik aufgefordert diese zu verbieten. Wo bleibt da der Respekt.

Und Herr Schwarzberg, welche Bedeutung hat der Pabstbesuch für Thüringen und für uns die hier leben? Ich sehe keine, außer riesigen Kosten.
Der Stellvertreter Christi auf Erden (allein des ist schon eine absolute Frechheit und nicht an Arroganz zu überbieten) soll einfach bleiben wo der Pfeffe wächst.
Harzer_Wolf
20.09.2011, 11:26 Uhr
Es geht nicht nur um das Geld,
sehr geehrter Herr Schwarzberg. Ich sehe die Kosten als eine Nebenerscheinung, die wie gesagt vor dem Hintergrund von Kindergartenschließungen, Tafeln usw. in unserem Land oder den sterbenden Kindern in Afrika gern Ansichtssache sind.

ABER:

Sie sagen, es ist wichtig das der Papst etwas zu sagen hat und seine Fans das zu hören bekommen. Genau das ist mein Problem. Der Papst predigt Rückschritt.

Er ist gegen Kondome !

Na dann schaffen wir die Kondome einfach ab. Wozu Verhütung? Lassen wir uns doch alle mit Aids anstecken. Wenn der Papst das sagt wird das schon richtig sein.

Der Papst und seine Kirche sind gegen gleichgeschlechtliche Ehen, gegen Alleinerziehende und Scheidungen!

Warum verfolgen wir dann nicht die Leute, die keine Ehe Mann und Frau eingehen? Der Pabst sagt es ist eine Sünde , wenn zwei Männer zusammen sind oder zwei Frauen. Sperren wir solche Leute doch weg, wenn der Papst das sagt.

Die katholische Kirche hat einen Mißbrauchsskandal verursacht. Benedikts Bruder selbst hat zugegeben das er Kinder geschlagen hat!

Lassen wir das so unter den Tisch fallen, wie es der Papst tut. Ach die paar misshandelten Kinder, was solls. Und die Rute ist gut für die persönliche Entwicklung.

Die katholische Kirche ist weltweit stinkreich. Schauen wir mal nach anderen Ländern wie Indien, Bagladesh, Mexico , Kolumbien...

Die Leute hungern, Kinder betteln und stehlen um zu überleben - das Gotteshaus ist gefüllt mit Kunstschätzen und die Kasse ist voll. Ist das nun Fortschritt oder Rückschritt?
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