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Mi, 08:38 Uhr
21.09.2011

Richter Kropp: Ende eines Martyriums

Ende eines Martyriums eines 45jährigen Vaters aus dem Kyffhäuserkreises. Seit Mai 2007 hatte der Vater der kleinen Annabell versucht, Umgang mit seinem Kind zu bekommen. Nun gab es ein Ende vor Richter Kropp in Sondershausen...


Nach der Trennung war wie so oft das Kind zur Mutter gezogen, der Vater war damit einverstanden, zumal er auch die Versorgung des Kleinkindes nicht gewährleisten konnte. Beide getrennt lebenden Eltern waren nicht verheiratet und lebten im östlichen Kyffhäuserkreis. Eine sinnvolle Umgangsregelung mit Annabell war auch mit Hilfe des Jugendamtes des Kyffhäuserkreises nicht möglich.

So wandte sich der Mann an das damalige Amtsgericht Artern und sein vierjähriges Martyrium begann. In diesen vier Jahren kam es immer wieder zu gerichtlichen Entscheidungen, Anhörungen der Verfahrensbeteiligten und weiteren Terminen. Dabei hatte Annabell von Anfang an gesagt, dass sie ihren Vater nicht sehen wolle. Sie könne diesen nicht leiden und wolle nicht zu ihm. Das Kind war 2007 fünf Jahre alt. An dieser Auffassung änderte sich auch nach vier Jahren nichts.

Derweil stritten Vater und Mutter über Auslegung und Bedeutung gerichtlicher Entscheidungen und die Ergebnisse zahlreicher Anhörungsversuche. Termine zum begleiteten Umgang wurden von Seiten der Mutter dann teilweise nicht eingehandelt, so dass der Vater sein Kind in den letzten Jahren effektiv nicht gesehen hatte.

Der Sondershäuser Familienrichter Christian Kropp hatte jetzt 2011 über dieses unendliche Verfahren zu entscheiden. Auch bei ihm äußerte Annabell, jetzt 11 Jahre alt, dass sie weiterhin nicht zu ihrem Vater wolle. Der Richter legte daher dem Vater nahe, seinen Antrag zurückzunehmen und seine Umgangsbemühungen erst einmal ruhen zu lassen. Unter Tränen erklärte er es dann seiner kleinen Tochter im Sitzungssaal des Amtsgerichts Sondershausen.

Sein Martyrium ist damit zu Ende. Aber auch das Martyrium der Tochter endete, die zu keinem Zeitpunkt ihren Vater sehen wollte. Ob sie nur ein „bockiges Kind“ ist, wie eine Partei behauptete oder ihre Mutter den Umgang hintertrieben hatte, ist nicht mehr aufzuklären.

Gewinner gab es jedenfalls an diesem Tag am Familiengericht Sondershausen keine!
Autor: nnz

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Kommentare
Wolfi65
21.09.2011, 08:57 Uhr
Als kleiner Trost...
sollte dem Vater aber gewiss sein, dass die Unterhaltszahlungen und die Erberechtigung des Kindes in das Vermögen des Erzeugers weiter bestehen.
Wenn schon nicht am Leben des Kindes teilhaben-, dann wenigstens zahlen bis zum bitteren Ende dürfen.

Das hat doch schon mal einen Hauch von Gerechtigkeit und Demokratie. Und es ist doch ein natürlicher Vorgang, dass das Kind nach so vielen Jahren sich nicht mehr zum abwesenden Elternteil hingezogen fühlt.

Wieder einmal hat der Vater eines Kindes auf ganzer Linie verloren. Was helfen da neue Regelungen und Gesetze, wenn diese spielend ausgehebelt werden können. Alles zum Wohle des Kindes!
Selbstverständlich...
Bodo Schwarzberg
21.09.2011, 09:24 Uhr
Ehe zum Wohle des Kindes?
Zwar haben wir in diesem Fall keine Ehe, wenn ich das richtig gelesen habe, aber angesichts der tausendfachen emotionalen Katstrophen, die sich alljährlich vor deutschen Gerichten abspielen - mitunter ziehen sie sogar Familientragödien mit Entführungen und Tötungsdelikten nach sich - frage ich mich, inweieweit das Modell Familie noch "kalkulierbar" ist.

Manchmal denke ich, dass die Investition in einen Aktienfond langfristig sicherer ist, als die Investition an Geld, Zeit, Emotionen in eine Familie. Ist der Mensch mental in der heutigen Zeit überhaupt in der Lage, sich dieser Verantwortung zu stellen, 20 oder 30 Jahre zu überblicken, gerade zum Wohle der Kinder?
Ich zweifle daran. Wenn man Glück und Unglück in Deutschland addieren würde, dass mit Ehen verbunden ist, dann weiß ich nicht, ob ein + oder ein - unter dem Strich steht.

In der jüngsten Glücksstudie, ich glaube einer Krankenkasse, kam ja selbst für das besonders glückliche Hamburg heraus, dass die Paare in eheähnlichen Gemeinschaften glücklicher sind, als in den Ehen.
Das spricht wohl Bände. Oder?
Snoopy2001
21.09.2011, 12:07 Uhr
Wirklich beschämend...
..das solche Urteile dann auch noch mit FUG UND RECHT in die Presse gelangen um noch mehr Frauen darin zu bestärken, ihren Kindern den Vater zu entziehen. Väter die wirklich kein Interesse am Kind haben, hätten sich nie jahrelang in kostspieligen und nervenzehrenden Verfahren so um ihr Kind bemüht.

Natürlich fühlt sich ein 11-jähriges Kind nicht zu jnd. hingezogen der von der Mutter nur denunziert wird und jeglicher Umgang verboten wird. Da bekommt man als Kind Angst. Geht es natürlich um materielle Zuwendungen ist die Mutter natürlich weiterhin gewillt, diesen schlechten Menschen zu kennen.

Geht es darum, auch nur einen Kilometer in der Steuererklärung zuviel angegeben zu haben, wird man sofort schärfstens bestraft, wenn man ein Kind nachweislich langfristig durch eigene Unfähigkeit psychisch schädigt, kann man allenfalls - mit nichts rechnen!
jule julitschka
21.09.2011, 18:31 Uhr
Das Urteil....
...konnte leider nicht besser für den Vater ausfallen. Der Mutter wünsche ich von ganzem Herzen, dass sie irgendwann mal seelisch das erleidet, was der Vater bis jetzt und auch in Zukunft erfahren hat.

Vielleicht kommt die Tochter irgendwann mal dahinter, dass das was ihr die Mutter vorgepielt hat, nicht ganz der Wahrheit entsprach. Die Beziehung eines zahlenden Elternteils endet nicht nur am zu kassierenden Unterhalt, denn den scheint die Dame ja zu gestatten.

Manch alleinerziehendes Elternteil wäre froh, wenn sich das nicht sorgeberechtigte Elternteil um das Kind bemühen würde. Das gilt für Männer wie für Frauen, denn auch nicht alle Mütter interessieren sich für ihre Kinder, die beim Vater leben.
TeeEff
22.09.2011, 09:42 Uhr
Die Kleine...
wird dann spätestens zu ihrem 18 Lebensjahr die von ihrer Mutter versteckten ungeöffneten Briefe und Geschenke ihres Vaters finden, von dem die Mutter immer sagte er würde null Interesse haben, wäre Alkoholiker, nen Schläger oder gar längst tot - was alles nicht stimmt und das Urvertrauen in die Menschen an sich und ihre Mutter im besonderen verlieren.

Sie wird dann ausziehen, mit der Sehnsucht nach echter Liebe und Geborgenheit an den Falschen geraten, vielleicht aufm Strich landen, eine 1A Drogenkarriere machen etc.
Alternativ, wenns nicht so krass läuft, redet sie faktisch nie wieder ein Wort mit ihrer Mutter. Die Enkel wird diese dann auch nie sehen dürfen...

Because Karma is a bitch!

Ich schau mir dann die Verfilmung an.
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