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Do, 14:11 Uhr
29.09.2011

Arbeitsmarkt-Reaktionen (3)

Der DGB Hessen-Thüringen ist generell zufrieden mit der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Thüringen. Noch aber gebe es zu viele unsichere Arbeitsverhältnisse in Thüringen...


Der Bezirksvorsitzende Stefan Körzell: „Es ist gut, dass fast 10.000 Menschen im September ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, dass sie Arbeit aufnahmen. Ebenso positiv, dass mehr als zwei Drittel von ihnen jetzt sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt.“

Die guten Arbeitsmarktzahlen dürften aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Beschäftigungswachstum in Thüringen in großem Umfang im Bereich der unsicheren Arbeitsverhältnisse stattfinde. Mittlerweile arbeite jeder Dritte in Thüringen in einem eher unsicheren Job.

Körzell: “Langfristig betrachtet ist das nicht gut für die thüringische Wirtschaft und schon gar nicht für die Menschen, die in Minijobs, befristeten Arbeitsverhältnissen oder unsicherer Leiharbeit feststecken. Da ist es sehr verständlich, wenn immer noch viele Menschen Thüringen verlassen und anderswo nach einer Existenz sichernden Lebens- und Einkommensgrundlage suchen.“

Körzells These: „Die vorhandenen 15.000 unbesetzten Arbeitsstellen in Thüringen könnten mit Sicherheit schnell besetzt werden, wenn dahinter gute Arbeitsangebote stünden.“ Die Ergebnisse des kürzlich vorgelegten Berichts des Instituts für Arbeits- und Berufsforschung zeigten aber etwas anderes: Teilzeit, Leiharbeit, befristete Beschäftigung und Minijobs seien die überwiegenden Angebote der Arbeitgeber. Körzell: „Die Thüringer Frauen sind dabei ganz besonders schlecht dran.“

Nur jede zweite Thüringerin hat nach dem Bericht eine unbefristete Vollzeitarbeit. Insbesondere Frauen würden in unsichere Arbeitsverhältnisse abgedrängt. Nur jede zweite Frau in Thüringen arbeite normal – das heißt: sie hat eine unbefristete Vollzeitstelle.

Körzell: „Das nennt der DGB: Potenziale ungenutzt lassen. Notwendig sind abgestimmte Maßnahmen, die der weiteren Ausdehnung von unsicheren Arbeitsverhältnissen entgegen wirken.“

Es sei folgerichtig, wenn die Bundesagentur für Arbeit aufgefordert sei, nach der Qualität der Arbeitsangebote zu schauen und nicht mehr jede Arbeit als zumutbar zu bezeichnen.

Körzell:“ Es darf in Zukunft kein Geld mehr dafür ausgegeben werden, Angebote von Arbeitgebern attraktiv zu machen, die nicht die Existenz sichern. Geld dafür darf es weder aus den Sozialkassen, noch aus Landes- oder EU-Mitteln geben. Die Thüringische Landespolitik hat in den vergangen zwei Jahren gezeigt, dass sich durchaus neue Wege eröffnen lassen und passt ihre Förderpolitik entsprechend an.“
Autor: nnz

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