Mi, 10:42 Uhr
02.11.2011
Arbeitsmarkt-Reaktionen (1)
Kaum sind die Zahlen des Thüringer Arbeitsmarktes der Öffentlichkeit bekannt, gibt es auch schon die ersten Reaktionen dazu. Zum Beispiel aus der Thüringer Landespolitik...
Der Arbeitsmarkt im Freistaat ist weiter auf sehr gutem Kurs. Mit einer Quote von 7,8 Prozent hat die Arbeitslosigkeit zum ersten Mal seit 1991 die 8-Prozent-Marke unterschritten. Der Arbeitsmarkt profitiert von dem Rückenwind, der die Wirtschaft seit einem halben Jahr voranbringt, sagte der Thüringer Arbeitsminister Matthias Machnig. Mittlerweile sinke die Arbeitslosigkeit auf das Niveau westdeutscher Bundesländer. So hatte Nordrhein-Westfalen im September eine Quote von 7,8 Prozent. Machnig: Der Thüringer Arbeitsmarkt erreicht Westniveau.
Gleichzeitig warnte er vor der Ausbreitung des Niedriglohnsektors und forderte die Union auf, sich zu einem einheitlichen Mindestlohn zu bekennen, von dem die Menschen leben können. Die CDU soll ihren Ballast über Bord werfen und sich endlich für einen verbindlichen und gleichen Mindestlohn in Ost und West stark machen, so der Minister.
Als hoch erfreulich bezeichnete der Arbeitsminister die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Der kontinuierliche Rückgang der Arbeitslosigkeit stärke das Selbstbewusstsein der Arbeitnehmer und eröffne ihnen neue Jobperspektiven. Der auffällige Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen (von 8.459 im September auf 7.243 im Oktober 2011) mache deutlich, dass Jugendliche, die ihr Studium oder ihre Ausbildung abgeschlossen haben, in Thüringen zurzeit sehr gute Berufsperspektiven haben. Die Entspannung auf dem Arbeitsmarkt stärkt Thüringen als Wirtschaftsstandort, sagte Machnig. Die Chancen für Fachkräfte und junge Menschen, im Freistaat einen guten Job und Berufseinstieg zu finden, würden erheblich steigen
Jetzt in Zeiten des Aufschwungs muss dafür gesorgt werden, den Arbeitsmarkt mit guter Arbeit und fairen Löhnen dauerhaft zu stabilisieren, sagte der Arbeitsminister. Machnig forderte die Thüringer CDU auf, gemeinsam eine Bundesratsinitiative für einen allgemein gültigen Mindestlohn zu starten.
In Anlehnung an die Richtlinie für die ESF-Lohnkostenzuschüsse könne ein verbindlicher Mindestlohn von 8,33 Euro - aufbauend auf der bundesweit gültigen Tarifvereinbarung in der Abfallwirtschaft, die einen gleichen unteren Lohn für Ost- und Westdeutschland habe - vorgeschlagen werden. Mit einer solchen Bundesratsinitiative könne die Thüringer CDU zeigen, dass sie für gleiche und für angemessene Löhne in Ost und West ist. 20 Jahre nach der Wende dürfe es keinen Zwei-Klassen-Mindestlohn geben.
Thüringen habe den größten Niedriglohnsektor im Ländervergleich: 34 Prozent der Thüringer verdienen weniger als 8,50 Euro die Stunde. Machnig: Die Thüringer CDU hat geradezu die Pflicht, sich offensiv für die Einführung eines angemessenen und allgemein verbindlichen Mindestlohnes stark zu machen.
Autor: nnzDer Arbeitsmarkt im Freistaat ist weiter auf sehr gutem Kurs. Mit einer Quote von 7,8 Prozent hat die Arbeitslosigkeit zum ersten Mal seit 1991 die 8-Prozent-Marke unterschritten. Der Arbeitsmarkt profitiert von dem Rückenwind, der die Wirtschaft seit einem halben Jahr voranbringt, sagte der Thüringer Arbeitsminister Matthias Machnig. Mittlerweile sinke die Arbeitslosigkeit auf das Niveau westdeutscher Bundesländer. So hatte Nordrhein-Westfalen im September eine Quote von 7,8 Prozent. Machnig: Der Thüringer Arbeitsmarkt erreicht Westniveau.
Gleichzeitig warnte er vor der Ausbreitung des Niedriglohnsektors und forderte die Union auf, sich zu einem einheitlichen Mindestlohn zu bekennen, von dem die Menschen leben können. Die CDU soll ihren Ballast über Bord werfen und sich endlich für einen verbindlichen und gleichen Mindestlohn in Ost und West stark machen, so der Minister.
Als hoch erfreulich bezeichnete der Arbeitsminister die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Der kontinuierliche Rückgang der Arbeitslosigkeit stärke das Selbstbewusstsein der Arbeitnehmer und eröffne ihnen neue Jobperspektiven. Der auffällige Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen (von 8.459 im September auf 7.243 im Oktober 2011) mache deutlich, dass Jugendliche, die ihr Studium oder ihre Ausbildung abgeschlossen haben, in Thüringen zurzeit sehr gute Berufsperspektiven haben. Die Entspannung auf dem Arbeitsmarkt stärkt Thüringen als Wirtschaftsstandort, sagte Machnig. Die Chancen für Fachkräfte und junge Menschen, im Freistaat einen guten Job und Berufseinstieg zu finden, würden erheblich steigen
Jetzt in Zeiten des Aufschwungs muss dafür gesorgt werden, den Arbeitsmarkt mit guter Arbeit und fairen Löhnen dauerhaft zu stabilisieren, sagte der Arbeitsminister. Machnig forderte die Thüringer CDU auf, gemeinsam eine Bundesratsinitiative für einen allgemein gültigen Mindestlohn zu starten.
In Anlehnung an die Richtlinie für die ESF-Lohnkostenzuschüsse könne ein verbindlicher Mindestlohn von 8,33 Euro - aufbauend auf der bundesweit gültigen Tarifvereinbarung in der Abfallwirtschaft, die einen gleichen unteren Lohn für Ost- und Westdeutschland habe - vorgeschlagen werden. Mit einer solchen Bundesratsinitiative könne die Thüringer CDU zeigen, dass sie für gleiche und für angemessene Löhne in Ost und West ist. 20 Jahre nach der Wende dürfe es keinen Zwei-Klassen-Mindestlohn geben.
Thüringen habe den größten Niedriglohnsektor im Ländervergleich: 34 Prozent der Thüringer verdienen weniger als 8,50 Euro die Stunde. Machnig: Die Thüringer CDU hat geradezu die Pflicht, sich offensiv für die Einführung eines angemessenen und allgemein verbindlichen Mindestlohnes stark zu machen.
