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Fr, 20:32 Uhr
25.11.2011

Politik fehlte

Anlässlich des Internationalen Gedenktages – „Nein zu Gewalt an Frauen“ wurde heute auch in Sondershausen eine Fahnenaktion durchgeführt...

Die Fahnenaktion wurde wie in den letzten Jahren durch das Frauenhaus, sowie die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Sondershausen, Angela Böhme, und des Landkreises, Jana Schulz organisiert. Für 11:00 Uhr hatte man vor das vor das Rathaus der Stadt Sondershausen geladen, um ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen.

Politik fehlte (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Politik fehlte (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Hatte die Fahnenaktion im vorigen Jahr viel politisches Gewicht durch die Teilnahme von Landtagsmitglied Dorothea Marx (SPD), sowie Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) und seiner "Vize" Cornelia Kraffzick (SPD), und Vize Landrat (Georg Schäfer (SPD), so musste man für dieses Jahr konstatieren, nicht eine Politikerin, nicht ein Politiker war anwesend. Damit wurde man dem Tag mit Sicherheit nicht gerecht in seiner Bedeutung.

Bundesweit wurden rund 2.000 dieser Fahnen an ähnlichen Orten in verschiedenen Städten gehisst. Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der Schwestern Mirabal am 25. November 1960. Die drei Frauen hatten sich gegen die Diktatur in der Dominikanischen Republik engagiert und waren nach monatelanger Folter vom militärischen Geheimdienst umgebracht worden. Mit der jährlich steigenden Zahl von gehissten Fahnen wird das Vermächtnis dieser drei Frauen eindrucksvoll gewürdigt. Ihr Mut gilt inzwischen weltweit als Symbol die nötige Kraft zu entwickeln um gegen jegliches Unrecht einzutreten.

Politik fehlte (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Politik fehlte (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Ludmilla Krause vom Frauenhaus in Sondershausen hatte sich nach dem Hissen der Fahne eine Worte zurecht gelegt. So sagte Sie
Über 850 Fahnen der Menschenrechtsorganisation Terre de Farne wehen am 25.11. zum Tag gegen Gewalt an Frauen in gesamt Deutschland. Wir folgen wieder dieser Tradition und sagen "Nein zu Gewalt an Frauen, Mädchen und Kindern". Gewalt ist ein Problem unserer Gesellschaft.

Unsere Gesellschaft tendiert zu mehr Anonymität Dadurch gehen Wichtige soziale Bindungen verloren. Traditionelle Werte wie Solidarität, Hilfsbereitschaft und Mitempfinden werden in den Hindergrund gedrängt, während Konsumorientierung, Gewinnstreben und Ellenbogenmentalität an Bedeutung gewinnen. Gewalt wird immer noch ignoriert, es wird weggesehen.

Auch wenn die Verantwortlichen nicht anwesend waren, dankte Ludmilla Krause der Stadt Sondershausen und dem Landratsamt Kyffhäuserkreis für die Unterstützung des Frauenhauses. An die Parteien CDU und Die Linke und dem Verein Soroptimisten ging der Dank wegen der erhaltenen Spenden.

Politik fehlte (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Politik fehlte (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die Gleichstellungsbeauftragte Landkreises, Jana Schulz, verwies in ihren Worten ebenfalls auf die Wichtigkeit des Setzens eines Zeichen gegen Gewalt an Frauen, wie es diese Fahnenaktion darstellt. Sie verwies darauf, dass laut UNO jede 3. Frau in ihrem Leben geschlagen wird und stellte fest, dass Frauen in ihrem eigenem Heim oft am Gehfährlisten leben. Leider steht fast immer bei Gewalt an Frauen auch das Problem der Gewalt an Kindern mit im Raum, wie Schulz leider feststellen musste.

Abschließend muss man leider feststellen, dass auch die Bevölkerung praktisch keine Notiz von der Aktion genommen hat, obwohl der Markt zu diesem Zeit gut besucht war.
Politik fehlte (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Politik fehlte (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Politik fehlte (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Politik fehlte (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Politik fehlte (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Politik fehlte (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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