Di, 12:00 Uhr
20.12.2011
Norden wieder ausgesperrt?
Mit großem Tamtam hat man in Erfurt ein neues Internetportal für Museen freigeschaltet. Ob der Norden in dem neuen Museumsportal hat nnz/kn ermittelt.
Das neue Portal über Museen und ihre Schätze ist seit gestern unter www.museen.thueringen.de von Thüringens Kultusminister Christhoph Matschie freigeschalten worden. Es sollen wohl 18 Museen aus Thüringen einbezogen worden sein.
Es gibt auch eine schöne Suchfunktion, um über die Landkarte sich die Museen auszusuchen. Wobei schon überrascht, dass zum Norden dieses mal der Landkreis Sömmerda mit dazugehört, der sonst eigentlich mehr zu Mittelthüringen gezählt wird. Scheint aber mit Absicht so gewählt worden zu sein. Das nächste Bild verrät warum:
Nach einem Klick zeigt sich nämlich, außer einem Museum in Sömmerda ist der restliche Norden (Eichsfeldkreis, Kyffhäuserkreis und der Landkreis Nordhausen) mal wieder nicht mit von der Partie.
Irgend etwas übersehen? Lieber mal die Suchfunktion der Webseite benutzen und Nordhausen eingeben. Oh, Schreck lass nach, nicht ein Treffer. Bei Sondershausen sieht das besser aus, denkt man.
Es gab zumindest acht Treffer. Aber man freut sich zu früh, denn die Fundorte beziehen sich alle auf andere Museen. Pech gehabt.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wer ist für diese Unterrepräsentation verantwortlich. Der Thüringen Museumsverband? Haben sich die Nordthüringer Museen absichtlich nicht beteiligt (fehlendes Geld) oder wurden sie gar überhaupt nicht gefragt?
Fakt ist allerdings eines, im Kultusministerium muss es einfach aufgefallen sein, dass der Norden Thüringens praktisch nicht vertreten ist! So blind und ignorant kann man doch einfach nicht sein?
Oder hat es gar politische Dimensionen? Die Image Kampagne von SPD-Wirtschaftsminister Matthias Machnig hatte ja schon den Norden quasi ausgeschlossen. Jetzt folgt SPD-Kultusminister Christoph Matschie und sperrt den Norden Thüringens wieder aus. Soll man da noch an Zufall glauben? Sie liebe Leser haben ja Zeit, über Weihnachten in aller Ruhe nachzudenken.
Nachdenken sollten wohl langsam auch die Politiker des Nordens und sich klar machen, ob es nicht besser ist nach Nieder-Sachsen oder Sachsen-Anhalt zu wechseln? Gehört nicht früher Nordhausen sogar mal zu Preußen? Was für ungeahnte Möglichkeiten, über die sich wohl lohnt mal in aller Ruhe nachzudenken.
Nicht Ruhe bewahren sollten die vielen Landtagsabgeordneten der Region. Die sollten den Politikern in Erfurt mal kräftig auf die Füße treten und wenn sie fragen, warum, gleich nochmals.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khhDas neue Portal über Museen und ihre Schätze ist seit gestern unter www.museen.thueringen.de von Thüringens Kultusminister Christhoph Matschie freigeschalten worden. Es sollen wohl 18 Museen aus Thüringen einbezogen worden sein.
Es gibt auch eine schöne Suchfunktion, um über die Landkarte sich die Museen auszusuchen. Wobei schon überrascht, dass zum Norden dieses mal der Landkreis Sömmerda mit dazugehört, der sonst eigentlich mehr zu Mittelthüringen gezählt wird. Scheint aber mit Absicht so gewählt worden zu sein. Das nächste Bild verrät warum:
Nach einem Klick zeigt sich nämlich, außer einem Museum in Sömmerda ist der restliche Norden (Eichsfeldkreis, Kyffhäuserkreis und der Landkreis Nordhausen) mal wieder nicht mit von der Partie.
Irgend etwas übersehen? Lieber mal die Suchfunktion der Webseite benutzen und Nordhausen eingeben. Oh, Schreck lass nach, nicht ein Treffer. Bei Sondershausen sieht das besser aus, denkt man.
Es gab zumindest acht Treffer. Aber man freut sich zu früh, denn die Fundorte beziehen sich alle auf andere Museen. Pech gehabt.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wer ist für diese Unterrepräsentation verantwortlich. Der Thüringen Museumsverband? Haben sich die Nordthüringer Museen absichtlich nicht beteiligt (fehlendes Geld) oder wurden sie gar überhaupt nicht gefragt?
Fakt ist allerdings eines, im Kultusministerium muss es einfach aufgefallen sein, dass der Norden Thüringens praktisch nicht vertreten ist! So blind und ignorant kann man doch einfach nicht sein?
Oder hat es gar politische Dimensionen? Die Image Kampagne von SPD-Wirtschaftsminister Matthias Machnig hatte ja schon den Norden quasi ausgeschlossen. Jetzt folgt SPD-Kultusminister Christoph Matschie und sperrt den Norden Thüringens wieder aus. Soll man da noch an Zufall glauben? Sie liebe Leser haben ja Zeit, über Weihnachten in aller Ruhe nachzudenken.
Nachdenken sollten wohl langsam auch die Politiker des Nordens und sich klar machen, ob es nicht besser ist nach Nieder-Sachsen oder Sachsen-Anhalt zu wechseln? Gehört nicht früher Nordhausen sogar mal zu Preußen? Was für ungeahnte Möglichkeiten, über die sich wohl lohnt mal in aller Ruhe nachzudenken.
Nicht Ruhe bewahren sollten die vielen Landtagsabgeordneten der Region. Die sollten den Politikern in Erfurt mal kräftig auf die Füße treten und wenn sie fragen, warum, gleich nochmals.
Karl-Heinz Herrmann




