Mo, 13:38 Uhr
13.02.2012
kn-Forum: Informationsdefizite
Im wieder geht es bei Diskussionen in Bad Frankenhausen um den schiefen Turm der Oberkirche. Auch in der letzten Stadtratssitzung war es der Fall. Ein Leser der kn war dabei. Hier seine Meinung...
In der Bürgerfragestunde der Stadtratssitzung vom 02.02.2012 stellte ein Frankenhäuser die Frage wie denn der Stand des Vermarktungskonzeptes der Oberkirche ist, mit der Anmerkung, dass das Bauministerium ja unter anderem wegen dem Fehlen eines schlüssigen Konzeptes die Förderung ablehnen musste. Nachdem unser Bürgermeister versicherte, dass am Konzept gearbeitet wird, meldete sich Herr Dr. Räuber zu Wort und warf dem nachfragenden Bürger ein Informationsdefizit vor, da seine Bemerkung nicht stimmen würde, dass das Bauministerium diesen Ablehnungsgrund herangeführt hat, da solche Sachen eine Angelegenheit des Wirtschaftsministeriums sind. Wenn man sich nun aber noch einmal den Wortlaut der veröffentlichten Förderablehnung betrachtet kommt man aber zu einem anderen Ergebnis:
Veröffentlichung auf der Internetseite des Ministeriums für Bau, Landesentwicklung und Verkehr:
Landesregierung lehnt weitere Förderung für Sanierungsversuche ab
Der Wunsch des Bürgermeisters der Stadt zur weiteren Förderung der Sanierungsbemühungen um den ‚Schiefen Turm’ in Bad Frankenhausen muss leider abgelehnt werden, sagte heute der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, nach der Kabinettsitzung in Erfurt.
Bauminister Carius erläuterte in der Regierungsmedienkonferenz die Entscheidung:
Das Bauministerium hat sich seit geraumer Zeit mit dem Wunsch des Bürgermeisters von Bad Frankenhausen zur Förderung der Sanierung des sogenannten Schiefen Turm der dortigen Oberkirche beschäftigt. ....... Der Wunsch des Bürgermeisters muss leider abgelehnt werden!
Lassen sie mich dies kurz erläutern:
...... Auch die zuletzt von der Stadt Bad Frankenhausen vorgeschlagene Dreipunktlagerung ist keine praktikable Lösung:
1. Denn weder der Bürgermeister der Stadt Bad Frankenhausen, noch die Baufirma können garantieren, dass mit der Dreipunktlagerung tatsächlich eine nachhaltige Stabilisierung des Turmes erzielt werden kann.
2. Das Erscheinungsbild des Turmes würde durch die massiven Stützbauwerke bei der Dreipunktlösung stark beeinträchtigt. Dies hätte negative Auswirkungen auf die angedachte touristische Lösung.
UND WAS DIE ANGESPROCHENE TOURISTISCHE LÖSUNG ANGEHT, SO LAG UND LIEGT BIS HEUTE WEDER EIN BELASTBARES NOCH AUSSAGEFÄHIGES NUTZUNGSKONZEPT FÜR DEN TURM VOR. BEI DIESER FÜLLE VON UNWÄGBARKEITEN KANN ES KEINE ENTSCHEIDUNG FÜR EINE FÖRDERUNG GEBEN."
Ich lese hier nichts von Wirtschaftsministerium und nichts von Matthias Machnig! Ich lese, dass die LANDESREGIERUNG die Förderung ablehnt. Das teilt den Bürgern der Bauminister auf der Internetseite des Ministeriums für Bau, Landesentwicklung und Verkehr mit.
Man sollte also vorsichtig sein, wenn man anderen Leuten ein Informationsdefizit vorwirft.
Steffen Kobrow
Bad Frankenhausen
Autor: khhIn der Bürgerfragestunde der Stadtratssitzung vom 02.02.2012 stellte ein Frankenhäuser die Frage wie denn der Stand des Vermarktungskonzeptes der Oberkirche ist, mit der Anmerkung, dass das Bauministerium ja unter anderem wegen dem Fehlen eines schlüssigen Konzeptes die Förderung ablehnen musste. Nachdem unser Bürgermeister versicherte, dass am Konzept gearbeitet wird, meldete sich Herr Dr. Räuber zu Wort und warf dem nachfragenden Bürger ein Informationsdefizit vor, da seine Bemerkung nicht stimmen würde, dass das Bauministerium diesen Ablehnungsgrund herangeführt hat, da solche Sachen eine Angelegenheit des Wirtschaftsministeriums sind. Wenn man sich nun aber noch einmal den Wortlaut der veröffentlichten Förderablehnung betrachtet kommt man aber zu einem anderen Ergebnis:
Veröffentlichung auf der Internetseite des Ministeriums für Bau, Landesentwicklung und Verkehr:
Landesregierung lehnt weitere Förderung für Sanierungsversuche ab
Der Wunsch des Bürgermeisters der Stadt zur weiteren Förderung der Sanierungsbemühungen um den ‚Schiefen Turm’ in Bad Frankenhausen muss leider abgelehnt werden, sagte heute der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, nach der Kabinettsitzung in Erfurt.
Bauminister Carius erläuterte in der Regierungsmedienkonferenz die Entscheidung:
Das Bauministerium hat sich seit geraumer Zeit mit dem Wunsch des Bürgermeisters von Bad Frankenhausen zur Förderung der Sanierung des sogenannten Schiefen Turm der dortigen Oberkirche beschäftigt. ....... Der Wunsch des Bürgermeisters muss leider abgelehnt werden!
Lassen sie mich dies kurz erläutern:
...... Auch die zuletzt von der Stadt Bad Frankenhausen vorgeschlagene Dreipunktlagerung ist keine praktikable Lösung:
1. Denn weder der Bürgermeister der Stadt Bad Frankenhausen, noch die Baufirma können garantieren, dass mit der Dreipunktlagerung tatsächlich eine nachhaltige Stabilisierung des Turmes erzielt werden kann.
2. Das Erscheinungsbild des Turmes würde durch die massiven Stützbauwerke bei der Dreipunktlösung stark beeinträchtigt. Dies hätte negative Auswirkungen auf die angedachte touristische Lösung.
UND WAS DIE ANGESPROCHENE TOURISTISCHE LÖSUNG ANGEHT, SO LAG UND LIEGT BIS HEUTE WEDER EIN BELASTBARES NOCH AUSSAGEFÄHIGES NUTZUNGSKONZEPT FÜR DEN TURM VOR. BEI DIESER FÜLLE VON UNWÄGBARKEITEN KANN ES KEINE ENTSCHEIDUNG FÜR EINE FÖRDERUNG GEBEN."
Ich lese hier nichts von Wirtschaftsministerium und nichts von Matthias Machnig! Ich lese, dass die LANDESREGIERUNG die Förderung ablehnt. Das teilt den Bürgern der Bauminister auf der Internetseite des Ministeriums für Bau, Landesentwicklung und Verkehr mit.
Man sollte also vorsichtig sein, wenn man anderen Leuten ein Informationsdefizit vorwirft.
Steffen Kobrow
Bad Frankenhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.