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Mo, 11:27 Uhr
12.03.2012

Bundeswehr und WAGO Sondershausen

Zwei scheinbar völlig verschiedene Arbeitgeber tauschent sich über eine mögliche Kooperation aus. Vom Zentrum für Nachwuchsgewinnung OST der Bundeswehr in Mühlhausen, erhielt kn folgende Meldung...


Wie können die Bundeswehr und die in Sondershausen ansässige Firma WAGO Kontakttechnik voneinander profitieren? Zunächst wirkt diese Frage wegen der völlig unterschiedlichen "Unternehmensausrichtung" abwegig, doch bei einem Erfahrungsaustausch im Sondershäuser Werk des Hightech-Unternehmens zeigten sich durchaus Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit.


Bundeswehr größter "Zeitarbeitgeber"

Mit seinen künftig rund 1.300 beschäftigten Soldaten und Zivilangestellten hat die Bundeswehr als Arbeitgeber in Nordthüringen eine vergleichbare Mitarbeiterstärke wie der WAGO-Produktionsstandort. Rund 80 Prozent der bei der Truppe beschäftigten Soldaten haben zeitlich befristet Verträge. Damit ist die Bundeswehr einer der größten "Zeitarbeitgeber" in Deutschland. Jährlich verlassen ca. 17.500 Soldaten die Bundeswehr; 15.000 neue Rekruten kommen im selben Zeitraum wieder hinzu. Die entstehende Lücke gilt es möglichst adäquat zu schließen. Beauftragt damit sind unter anderem die Wehrdienstberater der Bundeswehr. Gleichzeitig bereitet der Berufsförderungsdienst Zeitsoldaten zum Dienstzeit-Ende auf den Wiedereinstieg in das Berufsleben vor.

"Schaumburger Modell" als Weg der Zusammenarbeit

Mit einer eigenen Ausbildungswerkstatt und vier Ausbildern für den gewerblich-technischen Bereich sowie die Ausbildung von Industriekaufleuten untermauert WAGO den hohen Stellenwert der Investition in junge Menschen. 20 neue Auszubildende kommen jedes Jahr hinzu. Das 1999 vom damaligen Verteidigungsminister Scharping ins Leben gerufen "Schaumburger Modell" soll die Wirtschaft ermutigen, über Bedarf auszubilden und bringt dafür Unternehmen und Bundeswehr zusammen. Firmen übernehmen die Ausbildung, das Verteidigungsministerium trägt einen Teil der Vergütung. Nach der Ausbildung gehen die "Junggesellen" als Zeitsoldat zur Bundeswehr; wenn sie wollen. Dort bleiben sie für eine Zeit von vier bis zwölf Jahren. "Eine Berufsperspektive von bis zu 15 Jahren ist doch eine tolle Sache", findet auch Wehrdienstberater Oberleutnant Karsten Hose.

Bundeswehr und  WAGO Sondershausen (Foto: Bundeswehr Mühlhausen) Bundeswehr und WAGO Sondershausen (Foto: Bundeswehr Mühlhausen)

Bild v. l. n. r.:
Kathrin Schenke Ausbildungs- und Personalbetreuerin WAGO, Markus Starke, HR-Manager WAGO, Jana Rüdiger und Ralf Telle beide Berufsförderungsdienst der Bundeswehr Standort-Team Bad Frankenhausen, Oberleutnant Karsten Hose Büroleiter der Wehrdienstberatung Mühlhausen, Markus Fiedler, Maik Willkens und Alexander Klaus von der Wehrdienstberatung Mühlhausen sowie Marcel Matzschke Leiter Ausbildungswerkstatt WAGO (Foto: Bundeswehr)


Fachkräfte von der Bundeswehr

Je nach schulischer und beruflicher Vorbildung ermöglicht die Bundeswehr unterschiedliche Laufbahnen. Schon während der aktiven Zeit werden die Soldaten beruflich weiterqualifiziert. Je nach Laufzeit sind Ausbildungen zum Meister oder Techniker nicht nur möglich, sondern auch gewünscht. "Sie sind schließlich der Schlüssel zum erfolgreichen Wiedereintritt ins Berufsleben", so Hose weiter. Für WAGO ist dieser Weg kein uninteressanter. "Vor dem Hintergrund des ansteigenden Fachkräftemangels erschließt sich so ein neuer Weg der Stellenbesetzung", zeigt sich WAGO-Personalleiter Markus Starke aufgeschlossen. Inwieweit hier eine engere Kooperation möglich sei, werde wird die Zukunft zeigen. Auf jeden Fall hat der erste Dialog begonnen.
Karsten Hose
Oberleutnant
Zentrum für Nachwuchsgewinnung OST
Autor: khh

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