eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 00:01 Uhr
20.03.2012

Zeitweise Stilllegung droht

Die gestrige Einwohnerversammlung der Wohngebiete Sondershausen Innenstadt/Hasenholz/Östertal entwickelte sich zu einer "Mammutveranstaltung" von der Zeit her. Dabei ging es auch um Nachhaltigkeit, vor allem aber um den Lärm eines BHKW..

Man spricht so oft von Nachhaltigkeit verbessern, Nutzung nachwachsender Rohstoffe und hoher Energieeffizienz. Aber oft sitzt die Tücke im Detail. So auch bei dem neuen Blockheizkraftwerk (BHKW) der Stadtwerke Sondershausen. Die Idee ist sehr gut, nachwachsende Rohstoffe für eine nachhaltige Energiegewinnung einzusetzen. Bei einer Nachhaltigkeitskonferenz in Nordthüringen gab es viel Lob für das Projekt in Sondershausen, bei dem in einem Hackschnitzelkessel Holz aus heimischen Wäldern zu Energie verarbeitet werden.

Aber auch auf Details kommt es an. Als der Probebetrieb anlief standen die Bürger angrenzender Häuser in der Jechastraße "auf der Matte", denn nach ihrem Empfinden war es zu laut. Damals schob man es noch auf den Probebetrieb und den vielen offenen Stellen in der Anlage. Die Beschwerden der Bürger wurde ernst genommen und viele noch offene Stellen geschlossen.

Ernüchterung trat ein, als sich die durchgeführten Maßnahmen nicht als relevant genug herausstellten. Während des diesjährigen Winterbetriebs wurden Lärmmessungen durchgeführt und es stellte sich heraus, die zulässigen Werte waren überschritten. Ursachen wurden ermittelt. Sowohl der eingesetzt Hackschnitzelkessel insbesondere Kaminaustritt, ist zu laut, als auch eine Turbine (verursacht nur eine geringe Überschreitung der Lärmwerte). Die Behörden haben eine Frist zur Verbesserung bis zum 31. März gestellt. Die Stadtwerke selbst nehmen jetzt die Anlagenbauer in die Pflicht und hatten ein Abstellung der Mängel bis zum 23. März gestellt.

Laut technischem Geschäftsführer, Dr. Rainer Große, der bei der Einwohnerversammlung dabei war, bemängelte, dass sich die angesprochenen Firmen noch nicht geäußert und erst recht noch keine Abstellung der Mängel durchgeführt wurden. Dr. Rainer Große kündigte an, dass man zu Ersatzvornahmen greifen werde, wenn die Firmen nicht reagieren sollten.

Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) erteilte an die Stadtwerke den öffentlichen Auftrag, für die Einhaltung der Lärmgrenzwerte zu sorgen. Ab 31. März wird der Hackschnitzelkessel wegen der Lärmbelästigung zeitweise bis Oktober außer Betrieb genommen. Wenn die Termine des März verstrichen sind, soll Mitte Mai in einer Beratung geklärt werden, wie weiter verfahren wird.
Neben technischen Maßnahmen kündigte Dr. Große auch an, dass 15 Hainbuchen quasi als lebende Schallschutzwand gepflanzt werden.

Bei einer anderen Sache konnte Dr. Rainer Große Entwarnung geben. Die Befürchtungen, es würde zu Geruchsbelästigungen durch das angelieferte Holz kommen, erfüllten sich nicht. Es wurden rund 3.500 Kubikmeter Holz angeliefert und die Geruchsbelästigung sei gering gewesen.

Auf andere Probleme im Zusammenhang mit dem BHKW wies der Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft Glückauf, Wolfgang Menzel, hin. Die Wohnungswirtschaft braucht das Hackschnitzelwerk. Bei der energetischen Sanierung von Wohnungen gibt es nur gute Förderung, wenn bei der Primärenergiegewinnung nachwachsende Rohstoffe eingesetzt werden. Die zeitweise Außerbetriebsetzung des Hackschnitzelwerkes, könnte zu höherer Zinsbelastung wegen geringerer Förderung führen, so Menzel
Autor: khh

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)