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Fr, 06:35 Uhr
23.03.2012

Neues aus Berlin (38)

Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Kersten Steinke (Die Linke) zum Thema: 2.200.000.000.000 Euro gehortet . Linke fordert: Millionärssteuer einführen

Die Finanzsituation in Deutschland ist kurios: einerseits ächzen die öffentlichen Haushalte unter ihrer Schuldenlast – manche Kommunen sind schon pleite. Andererseits beträgt das Nettovermögen der privaten Haushalte stolze 8,2 Billionen Euro. Davon horten 829.000 deutsche Millionäre ein Rekordvermögen in Höhe von rund 2,2 Billionen Euro, was einem Durchschnitt von 2,65 Millionen Euro pro Millionärsnase entspricht. Gleichzeitig sanken die Reallöhne von Millionen Beschäftigten seit 2000 um über 4 Prozent.

„Die bisherigen Bundesregierungen belasten seit über einem Jahrzehnt die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger mit höheren Steuern und Abgaben, während die wohlhabenden Privatpersonen und Unternehmen mit Steuergeschenken umworben werden,“ meint Kersten Steinke, linke Abgeordnete aus Bad Frankenhausen. Nach Studien der OECD werden in kaum einem anderen Land bei den vermögensbezogenen Steuern so geringe Einnahmen erzielt wie in Deutschland.

DIE LINKE hat daher einen Antrag im Bundestag eingebracht, die Vermögenssteuer als Millionärssteuer wieder einzuführen. Danach soll das über eine Millionen hinausgehende Nettovermögen mit einem Steuersatz von 5 Prozent besteuert werden. „Auf diese Weise würden die öffentlichen Kassen mindestens 80 Milliarden Euro mehr einnehmen“, so Steinke.
Wahlkreisbüro Kersten Steinke
Autor: khh

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