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Do, 13:40 Uhr
29.03.2012

Frisch aufgespielt!

Auch in der Spielzeit 2012/13 wird im Nordhäuser Theater ein großer Spielplan über die Bühnen gehen. Heute stellten die Verantwortlichen alle Titel vor.

Stolz verweist Intendant Lars Titeje auf die erreichten Eigeneinnahmen seines Hauses von über 12%. Das ist nicht nur der bundesdeutsche Durchschnitt, wie ihn große Häuser auch erzielen, sondern im gegensatz zu seiner Amtseinführung vor acht Jahren eine Verdopplung.

theater (Foto: olaf) theater (Foto: olaf)
Schönes Motto auf dem Werbeaufsteller

Das ist dem Intendanten und seinem Team nicht in den Schoß gefallen und zugetraut hatte es ihnen damals auch niemand. Mit einer starken sozialen Verankerung des Theaters und seines Ensembles in der Region und vor allem Spielplänen, die den Nerv der Südharzer Theaterfreunde treffen.

Aktuell läuft im großen Haus mit der "West Side Story" ein Straßenfeger, für den in den angesetzten Aufführungen kaum noch Karten zu bekommen sind. Solchen schönen Effekten der Theaterarbeit trägt die Spielplangestaltung der Nordhäuser Theatermacher mehr und mehr Rechnung. Lieber weniger gut besetzte Abo-Ringe und dafür den einen oder anderen Samstagabend frei gehalten, um an so begehrten Terminen die Publikumsrenner ansetzen zu können.

theater (Foto: olaf) theater (Foto: olaf)
Erfolgsgaranten der Nordhäuser Bühne: Jutta Ebnother (Ballettdirektorin), Bianca Sue Henne (Kinder- und Jugendtheater), Markus L. Frank (Generalmusikdirektor), Dr. Anja Eisner (Chefdramaturgin) und Intendant Lars Tietje (v.l.n.r.)

Inhaltlich bleibt das Theater Nordhausen bei der bewährten Mischung aus Vertrautem ("Humperdincks "Hänsel und Gretel" oder Lehars "Graf von Luxemburg") und neu zu Entdeckendem wie Domenico Cimarosas Oper "Die heimliche Ehe" etwa, die wieder in Kooperation mit der Weimarer Hochschule für Musik inszeniert wird.

Das Kinder- und Jugendtheater mischt fleißig mit, Jutta Ebnothers Tänzer versuchen sich mit neuer Ensemblestärke von 6 Damen und 6 Herren in den Choreografien "Don Quichotte" und "Die Kameliendame" an Weltliteratur, der Theaterjugendclub bringt das legendäre Grips-Musical "Linie 1".

Das Loh-Orchester hat hochkarätige Solisten eingeladen für die Sinfoniekonzerte der anstehenden Saison und man sieht GMD Frank die Freude über sein Konzertprogramm an, bei dem erstmals auch ein "Wunschkonzert" dabei sein wird. Aufregung versprechen aber auch das Elton-John-Musical "Aida" und eine Wagner-Premiere am 28. Juni bei den Schlossfestspielen in Sondershausen. "Der fliegende Holländer" wird dann vom Theater Nordhausen und dem Loh-Orchester aufgeführt.

Die Schauspielgäste aus Rudolstadt ergänzen mit Stücken wie "Gerüchte, Gerüchte..." von Broadway-Erfolgsautor Neil Simon oder Peter Shaffers "Amadeus" einen ausgewogenen und spannenden Spielplan, der von den einzelnen Ensembles alles abverlangen wird. Und dem Nordhäuser Theater das Überleben sichert. Die aktuellen traurigen Entwicklungen im Eisenacher Theater zeigen deutlich, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, ein funktionierendes Dreispartentheater in einer kleineren Stadt zu erhalten.

Mit einem Spielplan wie dem heute vorgestellten und einer so flexibel gehandhabten Spielplanansetzung wie sie von Lars Tietje und seiner Verwaltungschefin Angela Kalms praktiziert wird, muss Nordhausens Theaterfreunden auch für die mittelfristige Zukunft nicht bange sein.
Autor: nnz

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