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Mi, 17:53 Uhr
04.04.2012

Im Jugendhaus Greußen diskutiert

Erfahrungsaustausch zum Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit mit dem Staatssekretär des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit, Dr. Hartmut Schubert, im Jugendhaus Greußen. Dazu erreichte kan folgende Meldung aus dem Jugendhaus

Seit 2011 unterstützt der Freistaat mit dem Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit lokale Aktivitäten, die vor allem Kindern und jungen Menschen ein Aufwachsen in einem demokratischen und toleranten Umfeld ermöglichen sollen. Durch präventive Arbeit kann frühzeitig verhindert werden, dass sich rechtsextremes Gedankengut in den Köpfen entwickeln kann, und dass das Gedenken an die Verbrechen des Nationalsozialismus erhalten bleibt.


Antje Hochwind, Dr. Hartmut Schubert und Dorothea Marx

Am 3. April 2012 war auf Einladung des Bündnis gegen Rechts im Kyffhäuserkreis, der SPD-Landratskandidatin Antje Hochwind, die ein langjähriges Mitglied des Bündnisses ist, und des Greußener SPD-Bürgermeisterkandidaten René Hartnauer der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Dr. Hartmut Schubert, in dessen Verantwortungsbereich das Thüringer Landesprogramm fällt, im Jugendhaus Greußen zu Gast, um mit lokalen Politikern, Vertretern aus Verwaltung und Vereinen in Erfahrungs- und Meinungsaustausch zu treten.

In der über eine Stunde rege geführten Diskussion wurden Erfahrungen der letzten Jahre im Kyffhäuserkreis resümiert. Der Aufbau einer Vernetzungsstruktur in Form des Bündnisses gegen Rechts im Kyffhäuserkreis wurde als positiv reflektiert. Präsentierte Projektbeispiele zeigten, welche Erfolge es gibt, auch wenn diese natürlich nicht kurzfristig, sondern in kontinuierlichen Prozessen zu erreichen sind. So ist z.B. "Sport frei von Extremismus" nicht nur Titel eines LAP-Projektes des SV Blau-Weiß Greußen e.V., sondern für Kinder, Jugendliche, Trainer und Zuschauer gelebter Leitgedanke des Vereins. Rechtsextremismus hat dort keinen Platz!


Dorothea Marx im Gespräch mit dem Greußener SPD-Bürgermeisterkandidaten René Hartnauer (re.)

Im Kyffhäuserkreis wurden in den letzten elf Jahren eine Vielzahl von Projekten und Maßnahmen umgesetzt, die dazu beigetragen haben, Toleranz, Vielfalt und unsere Demokratie zu stärken. Dafür konnten seit 2001 Fördermittel aus Landes-, Bundes- und ESF-Töpfen in Höhe von 1,3 Millionen Euro akquiriert werden. Geld, dass in der Kinder- und Jugendarbeit und der Demokratie- und Wertvermittlung gut angelegt ist! Darüber war man sich in der Runde im Jugendhaus Greußen einig. Jedoch müssen diese Prozesse und Maßnahmen verstetigt werden - und eine Ressort übergreifende Aufgabe darstellen. Kindergärten und Schulen sind gleichermaßen gefragt wie Akteure der Kinder- und Jugendarbeit. Hier wurde mit Maßnahmen im Rahmen von "Schuljugendarbeit" ein guter Grundstein gelegt, den es zu verstetigen gilt.

Positive Eindrücke der Arbeit im Kyffhäuserkreis und hilfreiche Anregungen zur weiteren Gestaltung des Landesprogramms, wie bspw. die Notwendigkeit der weiteren lokalen Unterstützung von Akteuren, z. B. auch durch die Erstellung eines "Fachreferentenpools" für die thematische Projektarbeit oder einer spezifischen, durch das Land initiierten und geförderten Qualifizierung, konnte Dr. Schubert mit ins Erfurt Ministerium nehmen. Er zeigte sich sehr beeindruckt von den vielen Aktivitäten und Maßnahmen und der guten Zusammenarbeit im Kyffhäuserkreis.
Im Jugendhaus Greußen diskutiert (Foto: Kreisjugendring)
Im Jugendhaus Greußen diskutiert (Foto: Kreisjugendring)
Im Jugendhaus Greußen diskutiert (Foto: Kreisjugendring)
Im Jugendhaus Greußen diskutiert (Foto: Kreisjugendring)
Im Jugendhaus Greußen diskutiert (Foto: Kreisjugendring)
Im Jugendhaus Greußen diskutiert (Foto: Kreisjugendring)
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