Do, 23:19 Uhr
19.04.2012
Wahlkampf Bad Frankenhausen
Reaktion von unserem Leser Steffen Kobrow auf die Leserbriefe von Herrn Dr. Räuber und Jeffrey Schulz von der SPD zum Bürgermeisterkandidaten Schobess. Hier der Wortlaut im Einzelen...
Also erst einmal spreche ich den Wahlkämpfern von Bürgermeister Strejc meinen Glückwunsch aus! Fast zeitgleich melden sich 4 SPD-Fraktionsmitglieder und schießen in jede Richtung, getreu dem Sprichwort: Wenn Politiker sprechen, geraten die Satzzeichen in Panik.
Besonders bemerkenswert sind hier die Beiträge von Herrn Dr. Räuber (AUS PODIUMSDISKUSSION) und Herrn Schulz aus Esperstedt (KN-FORUM: ZUM WAHLKAMPF)!
Aber eins nach dem anderen!
Was Herr Dr. Räuber so alles von sich gibt ist teilweise nur schwer erträglich! Er alleine war es, der mit seiner aggressiven Art die Podiumsdiskussion in der letzten Woche zu einer lächerlichen Wahlkampfschlammschlacht eskalieren ließ. Das vergisst er in seinem Statement zu erwähnen. Dem Kandidaten Schobess dann auch noch Ignoranz und Inkompetenz vorzuwerfen schlägt dem Fass den Boden aus. Er sollte mit solchen Aussagen ganz vorsichtig umgehen. Gerade er ist dafür bekannt jeden Kritiker, der nicht sein Parteibuch in den Händen hält, in einer Art und Weise zu attackieren, die selbst schon an Inkompetenz grenzt, denn ruhig, sachlich und konstruktiv, scheinen für ihn dann Fremdwörter zu sein. Man erinnere sich nur an die Stadtratsitzung vom Dezember, als er den Kandidaten Richter in einer unverschämten Weise ein Informationsdefizit vorwarf.
Herr Dr. Räuber scheint einfach vergessen zu haben, dass die Wahlprogramme der beiden Herausforderer, lediglich aus Zielen formuliert sind. Herr Schobess verspricht nicht, er hat sich Ziele gesetzt! Wenn das verboten ist oder verwerflich sein soll, dann frage ich mich, warum er Herrn Strejc vor 6 Jahren unterstützt hat wie kein anderer Wahlkämpfer, denn nichts anderes hat unser heutiger Bürgermeister getan. Auch dieses zweierlei Maß wirft kein gutes Licht auf ihn! Aber wie schrieb er so schön: Egal, schließlich ist Wahlkampf.
Herr Schulz in seiner Art, ist dagegen sehr fair und sachlich, auch wenn er inhaltlich nicht ganz korrekt argumentiert.
Die Verbindung zum alten Rom könnte man auch sarkastisch umschreiben mit: Was nützt mir in Rom der beste Stadtplan von Paris?
Natürlich verteidigt man jeden einzelnen Schritt, den der Bürgermeister in den letzten 6 Jahren gemacht hat. FEHLER – Fehlanzeige! Aber kann man nicht auch akzeptieren, dass es Menschen in der Stadt gibt, die das etwas anders sehen und gewisse Dinge ganz einfach anders angehen möchten?
Bei allem Respekt vor der geleisteten Arbeit in den letzten Jahren, die Argumente passen einfach nicht mehr zueinander!
Hausmannsturm: Der Hausmannsturm rückt nicht ins Licht der Aufmerksamkeit, weil man sich an seine Bedeutung erinnert, sondern, weil die Hangsicherung einfach in den 4. Bauabschnitt des Kurparkes gehört und nicht anderes! Wenn der Turm 100 Meter weiter links am Südhang stehen würde, würde garnichts passieren.
Sanierung Innenstadt: Die Argumente für die Sanierung der Innenstadt waren, dass es mehr Leben in der Innenstadt gebe und die Geschäftslage sich verbessern sollte. Das Leben in der Innenstadt ist unverändert geblieben bzw. durch den Leerstand der Geschäfte eher zurück gegangen.
Rettung der Oberkirche: Dass die Oberkirche sehr zwiespältig zu betrachten ist, zeigt alleine schon die Aussage unseres Bürgermeisters, dass es angeblich in der Stadt nur noch eine knappe Mehrheit für den Erhalt gibt. Wahrscheinlich handelt es sich eher um eine Minderheit, aber okay. Keiner behauptet, dass das finanzielle Risiko für die Stadt entsteht, wenn die Oberkirche umfällt oder abgerissen wird. Wenn das passiert, macht das finanziell gesehen garnichts. Das Problem beginnt dann, wenn der Turm erhalten bleibt, wie auch der letzte Beitrag im MDR zeigte, in welchem von Millionen von Euros die Rede war. Und das hat der MDR in den Raum gestellt, niemand sonst. Warum behauptet man also immer das Gegenteil? Von solchen Medienberichten erfährt man aber interessante Weise nie etwas.
Sole-Wasser-Vital-Park: Die Idee als Solche ist nicht schlecht, aber auch hier wird immer vergessen die Frage nach den finanziellen Folgen zu stellen. Herr Schulz kritisiert, dass die Herausforderer sich ihre Projekte nicht leisten können. Im Moment passiert doch nichts Anderes, oder? Wer bezahlt die Unterhaltung des Parks, wer führt die Badeaufsicht? Wenn hier das einzige Reinvestitionsmittel eine Kurtaxenerhöhung sein soll, dann ist das sehr traurig! Wer soll denn darauf achten, dass der Vitalpark nicht zum Treffpunkt von denen wird, die zur Zeit den Kurpark oder den botanischen Garten zu einem zweifelhaften Erholungsort machen? Wir haben jetzt schon zu wenig Ordnungskräfte in der Stadt.
Kyffhäuser Berglauf: Keiner hat verlangt, dass der Bürgermeister sich bei jedem Helfer persönlich bedankt. Die Kritik, die auch ich geäußert habe, richtet sich dagegen, dass sich das letzte Amtsblatt, 3 Tage vor dem Lauf, nicht mal im Ansatz mit diesem absoluten Jahreshöhepunkt in der Stadt beschäftigt. Denn nur an diesem Tag kommen weit über 2500 Menschen in so geballter Form aus ganz Deutschland bzw. Europa in unsere Heimatstadt. Aber es scheint wichtiger zu sein, Wahlkampf zu machen um alle medialen Mittel auf seiner Seite zu haben. Und dazu kann ich Ihnen, lieber Herr Schulz, nur eins sagen:
Ich finde das verwerflich und bedauere, dass Sie das anders sehen!
Man sollte also auch einmal Gegenargumente zulassen und versuchen die Ängste und Sorgen der Leute so wahr zu nehmen, wie sie gemeint sind!
Steffen Kobrow
Autor: khhAlso erst einmal spreche ich den Wahlkämpfern von Bürgermeister Strejc meinen Glückwunsch aus! Fast zeitgleich melden sich 4 SPD-Fraktionsmitglieder und schießen in jede Richtung, getreu dem Sprichwort: Wenn Politiker sprechen, geraten die Satzzeichen in Panik.
Besonders bemerkenswert sind hier die Beiträge von Herrn Dr. Räuber (AUS PODIUMSDISKUSSION) und Herrn Schulz aus Esperstedt (KN-FORUM: ZUM WAHLKAMPF)!
Aber eins nach dem anderen!
Was Herr Dr. Räuber so alles von sich gibt ist teilweise nur schwer erträglich! Er alleine war es, der mit seiner aggressiven Art die Podiumsdiskussion in der letzten Woche zu einer lächerlichen Wahlkampfschlammschlacht eskalieren ließ. Das vergisst er in seinem Statement zu erwähnen. Dem Kandidaten Schobess dann auch noch Ignoranz und Inkompetenz vorzuwerfen schlägt dem Fass den Boden aus. Er sollte mit solchen Aussagen ganz vorsichtig umgehen. Gerade er ist dafür bekannt jeden Kritiker, der nicht sein Parteibuch in den Händen hält, in einer Art und Weise zu attackieren, die selbst schon an Inkompetenz grenzt, denn ruhig, sachlich und konstruktiv, scheinen für ihn dann Fremdwörter zu sein. Man erinnere sich nur an die Stadtratsitzung vom Dezember, als er den Kandidaten Richter in einer unverschämten Weise ein Informationsdefizit vorwarf.
Herr Dr. Räuber scheint einfach vergessen zu haben, dass die Wahlprogramme der beiden Herausforderer, lediglich aus Zielen formuliert sind. Herr Schobess verspricht nicht, er hat sich Ziele gesetzt! Wenn das verboten ist oder verwerflich sein soll, dann frage ich mich, warum er Herrn Strejc vor 6 Jahren unterstützt hat wie kein anderer Wahlkämpfer, denn nichts anderes hat unser heutiger Bürgermeister getan. Auch dieses zweierlei Maß wirft kein gutes Licht auf ihn! Aber wie schrieb er so schön: Egal, schließlich ist Wahlkampf.
Herr Schulz in seiner Art, ist dagegen sehr fair und sachlich, auch wenn er inhaltlich nicht ganz korrekt argumentiert.
Die Verbindung zum alten Rom könnte man auch sarkastisch umschreiben mit: Was nützt mir in Rom der beste Stadtplan von Paris?
Natürlich verteidigt man jeden einzelnen Schritt, den der Bürgermeister in den letzten 6 Jahren gemacht hat. FEHLER – Fehlanzeige! Aber kann man nicht auch akzeptieren, dass es Menschen in der Stadt gibt, die das etwas anders sehen und gewisse Dinge ganz einfach anders angehen möchten?
Bei allem Respekt vor der geleisteten Arbeit in den letzten Jahren, die Argumente passen einfach nicht mehr zueinander!
Hausmannsturm: Der Hausmannsturm rückt nicht ins Licht der Aufmerksamkeit, weil man sich an seine Bedeutung erinnert, sondern, weil die Hangsicherung einfach in den 4. Bauabschnitt des Kurparkes gehört und nicht anderes! Wenn der Turm 100 Meter weiter links am Südhang stehen würde, würde garnichts passieren.
Sanierung Innenstadt: Die Argumente für die Sanierung der Innenstadt waren, dass es mehr Leben in der Innenstadt gebe und die Geschäftslage sich verbessern sollte. Das Leben in der Innenstadt ist unverändert geblieben bzw. durch den Leerstand der Geschäfte eher zurück gegangen.
Rettung der Oberkirche: Dass die Oberkirche sehr zwiespältig zu betrachten ist, zeigt alleine schon die Aussage unseres Bürgermeisters, dass es angeblich in der Stadt nur noch eine knappe Mehrheit für den Erhalt gibt. Wahrscheinlich handelt es sich eher um eine Minderheit, aber okay. Keiner behauptet, dass das finanzielle Risiko für die Stadt entsteht, wenn die Oberkirche umfällt oder abgerissen wird. Wenn das passiert, macht das finanziell gesehen garnichts. Das Problem beginnt dann, wenn der Turm erhalten bleibt, wie auch der letzte Beitrag im MDR zeigte, in welchem von Millionen von Euros die Rede war. Und das hat der MDR in den Raum gestellt, niemand sonst. Warum behauptet man also immer das Gegenteil? Von solchen Medienberichten erfährt man aber interessante Weise nie etwas.
Sole-Wasser-Vital-Park: Die Idee als Solche ist nicht schlecht, aber auch hier wird immer vergessen die Frage nach den finanziellen Folgen zu stellen. Herr Schulz kritisiert, dass die Herausforderer sich ihre Projekte nicht leisten können. Im Moment passiert doch nichts Anderes, oder? Wer bezahlt die Unterhaltung des Parks, wer führt die Badeaufsicht? Wenn hier das einzige Reinvestitionsmittel eine Kurtaxenerhöhung sein soll, dann ist das sehr traurig! Wer soll denn darauf achten, dass der Vitalpark nicht zum Treffpunkt von denen wird, die zur Zeit den Kurpark oder den botanischen Garten zu einem zweifelhaften Erholungsort machen? Wir haben jetzt schon zu wenig Ordnungskräfte in der Stadt.
Kyffhäuser Berglauf: Keiner hat verlangt, dass der Bürgermeister sich bei jedem Helfer persönlich bedankt. Die Kritik, die auch ich geäußert habe, richtet sich dagegen, dass sich das letzte Amtsblatt, 3 Tage vor dem Lauf, nicht mal im Ansatz mit diesem absoluten Jahreshöhepunkt in der Stadt beschäftigt. Denn nur an diesem Tag kommen weit über 2500 Menschen in so geballter Form aus ganz Deutschland bzw. Europa in unsere Heimatstadt. Aber es scheint wichtiger zu sein, Wahlkampf zu machen um alle medialen Mittel auf seiner Seite zu haben. Und dazu kann ich Ihnen, lieber Herr Schulz, nur eins sagen:
Ich finde das verwerflich und bedauere, dass Sie das anders sehen!
Man sollte also auch einmal Gegenargumente zulassen und versuchen die Ängste und Sorgen der Leute so wahr zu nehmen, wie sie gemeint sind!
Steffen Kobrow
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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