Mi, 07:55 Uhr
23.05.2012
Die Mauer
Interessante Ausstellungseröffnung gestern in Ebeleben. Thema: Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland...
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Zeitungen BILD und DIE WELT haben gemeinsam eine historische Ausstellung erarbeitet, die als Wanderausstellung quer durch ganz Deutschland zu sehen war und nach zahlreichen Orten in Thüringen nun in Ebeleben zusehen ist. Gestern wurde die Ausstellung im Gemeindesaal der Evangelisch- Lutherischen Kirche eröffnet.
Zur Begrüßung der Gäste sprach Pfarrer Johannes Ziethe. Er berichtete, wie mit einer E-Mail die Idee zu dieser Ausstellung kam. Als dann auch der Gemeindekirchenrat sagte, ja wir möchten diese Ausstellung haben, ging man an die Organisation. Die traditionell gute Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinderat, Stadtverwaltung Ebeleben und den Vereinen fruchtete auch hier. Die Ausstellungstafeln stellte der Verein der Philatelisten zur Verfügung.
Der Eintritt ist frei und ist bis Mitte Juni, eventuell auch noch bis Anfang Juli zugänglich. Außerhalb der Öffnungszeiten kann die Ausstellung auch besichtigt werden, der Schlüssel ist dann im Pfarramt bzw. im Rathaus zu den bekannten Öffnungszeiten erhältlich. Oder Rufen Sie im Rathaus unter o36020/70013 vorher an.
Zu dieser Eröffnung dabei Franz- Josef Schlichting, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung (Mitte) Pfarrer Johannes Ziethe (li.) und Ebelebens Bürgermeister Uwe Vogt (SPD), Bürgermeister der Stadt Ebeleben zugegen sein.
Franz- Josef Schlichting erinnerte daran, dass selbst bis zum Mauerbau die damalige DDR rund 2,5 Millionen Bürger verlor, die dem Regime die kalte Schulter zeigten und die DDR verließen.
Uwe Vogt erinnerte daran, dass wir jetzt in demokratischen Verhältnissen leben, auch wenn es sicher jetzt noch manches ungelöste Problem gäbe. In Richtung Schulen gewandt sagte er, diese Ausstellung sei besonders für Schüler geeignet, um sie mit der jüngsten Geschichte vertraut zu machen.
Vogt erinnerte bereits jetzt an die im Herbst kommende neue Werkstattlesung und an den heutigen Beginn des Kartenverkaufs für das Benefizkonzerts zu Gunsten des Altars der Kirche. Das Konzert mit dem Loh-Orchester beginnt am 23. Juni 2012 um 19.30 Uhr in der St.-Bartholomäus-Kirche in Ebeleben. Karten gibt es im Vorverkauf im Modegeschäft Heyne sowie im Café Eckback. Beliebte Hits aus Klassik und Barock, aber auch unbekannte Perlen stehen auf dem Programm des Loh-Orchesters, das am 23. Juni in der St.-Bartholomäus-Kirche in Ebeleben zu einem schönen Konzertabend einlädt. Den Rahmen bilden Georg Friedrich Händels berühmte Wassermusik-Suiten und Wolfgang Amadeus Mozarts Kleine Nachtmusik – Klänge, die teils schon zu ihrer Zeit als Unterhaltung für Könige dienten und das erlauchte Publikum begeisterten.
Hintergrund der Ausstellung
Einige Informationen zum Inhalt der Ausstellung: Am 13.August vergangenen Jahres jährte sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Aus diesem Anlass wurde die Ausstellung durch die Bundesstiftung Aufarbeitung gemeinsam mit den beiden genannten journalistischen Partnern erarbeitet.
Zu sehen sein werden 20 großformatige Plakate, die von der Teilung Deutschlands in Form der innerdeutschen Grenze als auch der Berliner Mauer erzählen. Dabei werden in der Ausstellung bewegende Fotos und Dokumente aus den Archiven der beiden Zeitungen, die zum Teil erstmals nach Jahrzehnten wieder gezeigt werden, dem Betrachter näher gebracht. Das Autorengespann Sven Felix Kellerhoff (Die Welt) und Dr. Ralf Georg Reuth (BILD) beschreibt das SED-Grenzregime und seine Opfer, die Haltung der Westmächte zum Mauerbau, Fluchten und Fluchthilfe, den Alltag entlang der innerdeutschen Grenze und in der geteilten Stadt wie auch die glückliche Überwindung der Teilung mit der Friedlichen Revolution des Jahres 1989.
Den Abschluss bildet die juristische Aufarbeitung der Grenze durch Deutschland mit den Mauerschützenprozessen. Insgesamt wird also in beeindruckender Form an dieses einschneidende Ereignis und dessen Folgen in der deutschen Nachkriegsgeschichte erinnert. Die Ausstellung Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland soll insbesondere auch von jungen Menschen genutzt werden und stellt damit auch ein Angebot an die Schulen der Region dar.
Autor: khhDie Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Zeitungen BILD und DIE WELT haben gemeinsam eine historische Ausstellung erarbeitet, die als Wanderausstellung quer durch ganz Deutschland zu sehen war und nach zahlreichen Orten in Thüringen nun in Ebeleben zusehen ist. Gestern wurde die Ausstellung im Gemeindesaal der Evangelisch- Lutherischen Kirche eröffnet.
Zur Begrüßung der Gäste sprach Pfarrer Johannes Ziethe. Er berichtete, wie mit einer E-Mail die Idee zu dieser Ausstellung kam. Als dann auch der Gemeindekirchenrat sagte, ja wir möchten diese Ausstellung haben, ging man an die Organisation. Die traditionell gute Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinderat, Stadtverwaltung Ebeleben und den Vereinen fruchtete auch hier. Die Ausstellungstafeln stellte der Verein der Philatelisten zur Verfügung.
Der Eintritt ist frei und ist bis Mitte Juni, eventuell auch noch bis Anfang Juli zugänglich. Außerhalb der Öffnungszeiten kann die Ausstellung auch besichtigt werden, der Schlüssel ist dann im Pfarramt bzw. im Rathaus zu den bekannten Öffnungszeiten erhältlich. Oder Rufen Sie im Rathaus unter o36020/70013 vorher an.
Zu dieser Eröffnung dabei Franz- Josef Schlichting, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung (Mitte) Pfarrer Johannes Ziethe (li.) und Ebelebens Bürgermeister Uwe Vogt (SPD), Bürgermeister der Stadt Ebeleben zugegen sein.
Franz- Josef Schlichting erinnerte daran, dass selbst bis zum Mauerbau die damalige DDR rund 2,5 Millionen Bürger verlor, die dem Regime die kalte Schulter zeigten und die DDR verließen.
Uwe Vogt erinnerte daran, dass wir jetzt in demokratischen Verhältnissen leben, auch wenn es sicher jetzt noch manches ungelöste Problem gäbe. In Richtung Schulen gewandt sagte er, diese Ausstellung sei besonders für Schüler geeignet, um sie mit der jüngsten Geschichte vertraut zu machen.
Vogt erinnerte bereits jetzt an die im Herbst kommende neue Werkstattlesung und an den heutigen Beginn des Kartenverkaufs für das Benefizkonzerts zu Gunsten des Altars der Kirche. Das Konzert mit dem Loh-Orchester beginnt am 23. Juni 2012 um 19.30 Uhr in der St.-Bartholomäus-Kirche in Ebeleben. Karten gibt es im Vorverkauf im Modegeschäft Heyne sowie im Café Eckback. Beliebte Hits aus Klassik und Barock, aber auch unbekannte Perlen stehen auf dem Programm des Loh-Orchesters, das am 23. Juni in der St.-Bartholomäus-Kirche in Ebeleben zu einem schönen Konzertabend einlädt. Den Rahmen bilden Georg Friedrich Händels berühmte Wassermusik-Suiten und Wolfgang Amadeus Mozarts Kleine Nachtmusik – Klänge, die teils schon zu ihrer Zeit als Unterhaltung für Könige dienten und das erlauchte Publikum begeisterten.
Hintergrund der Ausstellung
Einige Informationen zum Inhalt der Ausstellung: Am 13.August vergangenen Jahres jährte sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Aus diesem Anlass wurde die Ausstellung durch die Bundesstiftung Aufarbeitung gemeinsam mit den beiden genannten journalistischen Partnern erarbeitet.
Zu sehen sein werden 20 großformatige Plakate, die von der Teilung Deutschlands in Form der innerdeutschen Grenze als auch der Berliner Mauer erzählen. Dabei werden in der Ausstellung bewegende Fotos und Dokumente aus den Archiven der beiden Zeitungen, die zum Teil erstmals nach Jahrzehnten wieder gezeigt werden, dem Betrachter näher gebracht. Das Autorengespann Sven Felix Kellerhoff (Die Welt) und Dr. Ralf Georg Reuth (BILD) beschreibt das SED-Grenzregime und seine Opfer, die Haltung der Westmächte zum Mauerbau, Fluchten und Fluchthilfe, den Alltag entlang der innerdeutschen Grenze und in der geteilten Stadt wie auch die glückliche Überwindung der Teilung mit der Friedlichen Revolution des Jahres 1989.
Den Abschluss bildet die juristische Aufarbeitung der Grenze durch Deutschland mit den Mauerschützenprozessen. Insgesamt wird also in beeindruckender Form an dieses einschneidende Ereignis und dessen Folgen in der deutschen Nachkriegsgeschichte erinnert. Die Ausstellung Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland soll insbesondere auch von jungen Menschen genutzt werden und stellt damit auch ein Angebot an die Schulen der Region dar.




