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Mi, 10:23 Uhr
23.05.2012

Rege über Energie diskutiert

Im Rahmen der Klimaausstellung "Klima wandelt Thüringen", in der Galerie am Schlossberg, ging es am gestrigen Dienstag um erneuerbare Energie in Sondershausen...


In einem politischen Salon soll diskutiert werden, wie am Beispiel der Stadt Sondershausen ein Wechsel hin zu erneuerbaren Energien auf lokaler Ebene möglich ist. Als Grundlage hierzu dient die Studie der Fachhochschule Nordhausen: "Nutzung städtischer Freiflächen für erneuerbare Energien in Sondershausen", die unter der Leitung von Prof. Gänske erarbeitet wurde.

Das Ergebnis der Studie mit kurzen Worten zusammengefasst besagt, die Stadt Sondershausen könnte sich in naher Zukunft mit Strom und Wärme selbst durch erneuerbare Energien (Photovoltaik, Wind, Hackschnitzel usw.) selbst versorgen. In Abwesenheit von Prof. Gänske stellte Ariane Ruff (FH Nordhausen) die Studie vor.

Rege über Energie diskutiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Rege über Energie diskutiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Es diskutieren:
Als Einstieg und Impuls - Prof. Gänske (FH Nordhausen) - Vorstellung der Studie
Im Podium:
Frau Ruff FH Nordhausen
Herr Schreier Geschäftsführer der Stadtwerke Sondershausen (Herr Schmidt)
Frau Reich Fa. ENNOSOL GmbH
Moderation: Michael Welz - Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e. V.
Herr Kreyer Bürgermeister Sondershausen
Frau Keyser Bauamt Sondershausen
Herr Wehmeier Geschäftsführer Wohnungsbaugesellschaft

In der Diskussion stellte Hans-Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Stadtwerke Sondershausen, klar, die in der Studie aufgeführten Möglichkeiten der Energiegewinnung aus Biogas, werden auf Grund der geografischen und biologischen Möglichkeiten nie in der Form kommen. Wörtlich sagte er: "Vergessen sie es"! Er unterstrich es mit dem Satz, alle Biogasanlagen im Kreis stehen in den roten Zahlen!

"Wir stellen uns den Herausforderungen er Nutzung der neuen Energien, so Wilhelm Schreier in der Diskussion, und verwies auf die Aktivitäten, welche die Stadtwerke auf dem Gebiet bereits geleistet haben. Über die große Zahl von Photovoltaik-Anlagen der Stadtwerke hatte kn bereits öfter ausführlich berichtet.

Ein wichtiger Diskussionspunkt war, die möglich Selbstversorgung mit Energie ist eben doch nur eine theoretische Möglichkeit. Hauptproblem ist einfach, dass die Energie aus erneuerbaren Energiequellen nicht gleichmäßig anfällt. Damit ist die Selbstversorgung auf diesem Gebiet einfach zurzeit eine Fiktion. Schmidt ging noch einen Schritt weiter und sagte, ohne grundlegend zündende bei der Energiespeicherung wird die Energiewende sogar scheitern.

Trotzdem, so Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU), sei diese Studie erst mal ein Signal an die Bürger, dass wir auf dem Gebiet der Energie die Zeit nicht verschlafen. Mit den Stadtwerken Sondershausen sind wir in dieser Hinsicht als Stadt Sondershausen gut aufgestellt und auf dem richtigen Weg.

Zum Problem Energie sagte Eckhard Geschäftsführer, wir können gut mit der Fernwärme umgehen. Wir müssen uns Gedanken machen um die Wohnblocks, die noch nicht saniert sind. Eine nochmalige Energieeinsparung von 30 Prozent bis 2030 hält er für seine Wohnungsgesellschaft für illusorisch. Wir können auf viele schon aufgebrachte Dämmschichten nicht noch etwas draufpacken, dass könnte kein Mieter oder wir bezahlen.

Zu dieser öffentlichen Veranstaltung waren viele Interessierten aus Handel, Industrie und Gewerbe gekommen. Alle Meinungen aus dieser angeregten Diskussion wieder zu geben fällt allerdings schwer.
Rege über Energie diskutiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Rege über Energie diskutiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Rege über Energie diskutiert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)


Hintergrund:

Windkraft, Wasserkraft und Sonnenenergie könnten schon in 20 Jahren den gesamten Energiebedarf der Erde decken und fossile Brennstoffe komplett überflüssig machen. In ihrer Studie "Ein Plan für 100% erneuerbare Energien weltweit bis 2030" erläutern die US-amerikanischen Wissenschaftler Mark Z. Jacobson und Mark A. DeLucchi die technische Machbarkeit.

Mehr als drei Viertel der Deutschen wünscht sich eine Vollversorgung aus erneuerbaren Energien. Zugleich aber zweifelt die Hälfte der Bundesbürger an der technischen Realisierbarkeit dieses Ziels. Dabei ergibt sich die Notwendigkeit einer vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien nicht mehr nur aus Gründen des Klimaschutzes, sondern vor allem wegen der bereits einsetzenden Verknappung und Verteuerung fossiler Energien, wie unabhängige Studien, u. a. der Energy Watch Group, belegen.
Autor: khh

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