Di, 17:15 Uhr
19.06.2012
Reden mit dem Präsident
Auf Einladung seines Vorsitzenden, Egon Primas, hatte vergangene Woche der Landesfachausschuss Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Umwelt der CDU Thüringen den neuen Präsidenten des Thüringer Bauernverbandes, Helmut Gumpert, zu Gast. Was dabei besprochen wurde, das hat die nnz erfahren...
Präsident Gumpert sprach die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) an und erläuterte die Positionen des Thüringer Bauernverband (TBV). Wesentliche gesellschaftliche Leistungen der Landwirtschaft - auch über die Umweltleistungen hinaus - werden auf allen Flächen erbracht, unabhängig von der Betriebsgröße, sagte CDU-Politiker Primas.
Gemeinsam mit dem Bauernverband wehren wir uns gegen eine Benachteiligung der Agrarstruktur in den neuen Ländern. Die Einführung größenbedingter Beschränkungen in Form von Degression und Kappung lehnen wir bedingungslos ab, so Primas.
Wichtig war Egon Primas auch, im Hinblick auf den Landeshaushalt 2013/14 frühzeitig mit dem Verband ins Gespräch zu kommen, mögliche Auswirkungen rechtzeitig zu erkennen und entsprechend Einfluss nehmen zu können. Oberziel, so die Meinung des Gremiums, müsse die Erhaltung der flächendeckenden Landwirtschaft sein. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang seien die Finanzierungsinstrumente der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete, die Agrarinvestitionsförderung und das KULAP-Programm.
Als weiteres wichtiges Thema im Landesfachausschuss stand die moderne Tierhaltung zur Diskussion. Hier ist nach Ansicht des Gremiums eine offensive Aufklärungskampagne ein gutes Mittel, die Öffentlichkeit sachlich für die Thematik zu sensibilisieren. Tage des offenen Hofes und Hoffeste können helfen, der Bevölkerung eine eigenes Bild von den modernen Haltungsbedingungen zu vermitteln, betonte Primas.
Der Landesfachausschuss debattierte intensiv die von Präsident Gumpert angesprochenen Fragen zum Thema Flächenverbrauch/Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie zur Zukunft der landwirtschaftlichen Aus- und Fortbildung/Nachwuchsgewinnung.
Die Errichtung eines Studienganges Agrarmanagement ist für die Landwirtschaft zur Gewinnung von qualifiziertem Nachwuchs von existenzieller Bedeutung. Egon Primas sagt dem TBV die volle Unterstützung bei der Forderung nach dem Studiengang zu, der ausdrücklich im Koalitionsvertrag festgeschrieben sei.
Der Landesfachausschuss sprach sich zudem klar gegen zusätzliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu Lasten der Landwirtschaft im Zusammenhang mit Großprojekten der Energiewende aus. Es kann nicht sein, dass für den naturschutzfachlichen Ausgleich für Infrastrukturbauten und Leitungstrassen noch einmal wertvolle Landwirtschaftsflächen verbraucht werden, so Primas abschließend.
Autor: nnzPräsident Gumpert sprach die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) an und erläuterte die Positionen des Thüringer Bauernverband (TBV). Wesentliche gesellschaftliche Leistungen der Landwirtschaft - auch über die Umweltleistungen hinaus - werden auf allen Flächen erbracht, unabhängig von der Betriebsgröße, sagte CDU-Politiker Primas.
Gemeinsam mit dem Bauernverband wehren wir uns gegen eine Benachteiligung der Agrarstruktur in den neuen Ländern. Die Einführung größenbedingter Beschränkungen in Form von Degression und Kappung lehnen wir bedingungslos ab, so Primas.
Wichtig war Egon Primas auch, im Hinblick auf den Landeshaushalt 2013/14 frühzeitig mit dem Verband ins Gespräch zu kommen, mögliche Auswirkungen rechtzeitig zu erkennen und entsprechend Einfluss nehmen zu können. Oberziel, so die Meinung des Gremiums, müsse die Erhaltung der flächendeckenden Landwirtschaft sein. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang seien die Finanzierungsinstrumente der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete, die Agrarinvestitionsförderung und das KULAP-Programm.
Als weiteres wichtiges Thema im Landesfachausschuss stand die moderne Tierhaltung zur Diskussion. Hier ist nach Ansicht des Gremiums eine offensive Aufklärungskampagne ein gutes Mittel, die Öffentlichkeit sachlich für die Thematik zu sensibilisieren. Tage des offenen Hofes und Hoffeste können helfen, der Bevölkerung eine eigenes Bild von den modernen Haltungsbedingungen zu vermitteln, betonte Primas.
Der Landesfachausschuss debattierte intensiv die von Präsident Gumpert angesprochenen Fragen zum Thema Flächenverbrauch/Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie zur Zukunft der landwirtschaftlichen Aus- und Fortbildung/Nachwuchsgewinnung.
Die Errichtung eines Studienganges Agrarmanagement ist für die Landwirtschaft zur Gewinnung von qualifiziertem Nachwuchs von existenzieller Bedeutung. Egon Primas sagt dem TBV die volle Unterstützung bei der Forderung nach dem Studiengang zu, der ausdrücklich im Koalitionsvertrag festgeschrieben sei.
Der Landesfachausschuss sprach sich zudem klar gegen zusätzliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu Lasten der Landwirtschaft im Zusammenhang mit Großprojekten der Energiewende aus. Es kann nicht sein, dass für den naturschutzfachlichen Ausgleich für Infrastrukturbauten und Leitungstrassen noch einmal wertvolle Landwirtschaftsflächen verbraucht werden, so Primas abschließend.