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Fr, 20:03 Uhr
13.07.2012

Vorsteher eingeführt

Zur feierlichen Amtseinführung des neuen Vorstehers des Finanzamtes Sondershausen war viel politische Prominenz erschienen, aus Thüringen und den Landkreisen Kyffhäuser und Nordhausen, die auch zum Handeln aufgefordert wurden...

Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Auch wenn heute die feierliche Amtseinführung war, der neue Vorsteher Josef Wulfing, hier mit Ehefrau und flankiert Hans-Karl Rippel (li.) und Dr. Carsten Burbank (re.).

Für den feierlichen Rahmen hatte man das Ambiente des Carl-Schroeder-Saals in Sondershausen gewählt. Die Begrüßung der Gäste übernahm Hans-Karl Rippel, Präsident der Thüringer Landesfinanzdirektion. Und die Gästeliste war lang, so der Bundestagsabgeordnete Johannes Selle und Landtagsmitglied Manfred Scherer (beide CDU). Mit Landrätin Antje Hochwind (Kyffhäuserkreis) und der 1. Beigeordneten Jutta Kraut (Nordhausen) sowie den Bürgermeistern Joachim Kreyer (Sondershausen) und Dr. Klaus Zeh (Nordhausen) waren auch die Kommunalpolitiker stark vertreten. Letzterer war ja selbst schon mal Finanzminister Thüringens.

Aber nicht nur die Politik war stark vertreten. Mit den Sparkassenvorständen (Ulrich Heilmann (Kyffhäusersparkasse) und Wolfgang Asche (Sparkasse Nordhausen) war die Finanzwirtschaft dabei. Die Kirche war durch den Präsens des Evangelischen Kirchenkreises Sondershausen-Bad Frankenhausen genauso vertreten, wie die Polizei durch Thomas Unger, Leiter der Landespolizeiinspektion Nordhausen.

Rippel erinnerte, wichtig seien eine funktionierende Finanzeinnahmen, und die Steuerverwaltung sei der Motor für Staat und Kommunen. Eigentlich war ja Thüringens Finanzminister Dr. Wolfgang Voß für die Festrede vorgesehen. Er hatte aber mit seinem Haushalt zu tun, der ja wohl immer noch in der Schwebe ist. Er ließ sich durch den Abteilungsleiter Dr. Carsten Burbank vertreten.

Burbank gab eine kurze Vita zu Josef Wulfing, der in Trier sein 1. und 2. Staatsexamen gemacht hatte. Wulfig ist seit April bereits in Sondershausen tätig und seit Oktober auch bereits als Vorsteher des Finanzamtes Sondershausen, dass auch eine Außenstelle in Nordhausen unterhält. Burbank lobte den Kyffhäuserkreis als einen der drei stärksten Kreis beim Export von Waren, denn 33 Prozent des Kreises seien Auslandsumsatz. Das Finanzamt Sondershausen wird wohl dieses Jahr erstmalig die 199 Millionen Grenze überschreiten.

Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Für die musikalische Umrahmung sorgte Pianist Ronald Uhlig von der Kreismusikschule Sondershausen.

Kritische Worte gab es vom Vorsitzenden des örtlichen Personalrates, Udo Neuenfeld. Zuerst würdigte er die bereits gute Zusammenarbeit mit Josef Wulfing, der bereits 2002 einige Zeit in Sondershausen tätig war. Wir hoffen, so Neuenfeld, dass der positive Eindruck bleibt.
Auf der anderen Seite verwies er auf Gerüchte, dass Finanzamt Sondershausen könnte geschlossen werden. Es gäbe da schon Ansätze, denn einige Leistungsbereiche sind schon nach Mühlhausen umgezogen und ausscheidende Beamte sind nicht durch Neueinstellungen ersetzt worden. Hier blutet das Finanzamt aus, so Neuenfeld, und ist es bald weg? Er forderte die Landrätinnen Keller (Nordhausen) und Hochwind (Kyffhäuserkreis) auf, sich für den Erhalt einzubringen.

Letzter Redner war Josef Wulfing selbst, der sich freute, wieder in Sondershausen zu sein. Wahrgenommen werden wir als Verwaltung, die den Leuten in die Taschen greift, aber wir sind auch Dienstleister für die Region, denn auch Beratung gehöre zu den Aufgaben des Finanzamtes, das jährlich rund 45.000 Einkommenssteuererklärungen zu bearbeiten hat. Dafür stehen zurzeit 155 Beamte zur Verfügung, sowie 23 Auszubildende. Er will sich dafür einsetzen, dass altersbedingt ausscheidende Beamte rechtzeitig ersetzt werden.

Eine Steuererklärung auf Bierdeckelgröße schloss er aus. Er malt eher noch ein größeres Schreckgespenst an die Wand, denn die Globalisierung wird wohl eher noch dafür sorgen, dass die Zahl der 56.000 Paragraphen eher noch steigt. Nach den Festreden gab es noch einen kleinen Empfang.
Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Vorsteher eingeführt (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

Kommentare
Peppone
13.07.2012, 20.42 Uhr
Behörden, die die Welt nicht braucht.
Prinzipiell interessieren mich solche Beamten-Selbstbeweihräucherungs-Zeremonien gar nicht.

Da hier aber offensichtlich ein neuer Behördenvorsteher allen Ernstes meint, dass 56.000 Paragraphen und die umständlichste und unverständlichste Steuerliteratur der ganzen Welt noch ausbaufähig ist, frage ich mich wirklich, ob bei uns auf diesem Steuer-Gebiet der Schwanz mit dem Hund wackelt?!

Diesem Vorsteher (schönes, passendes Wort) sollte man unbedingt beweisen, dass Steuererklärungen a) vom bürger verstanden werden müssen und b) wie in vielen Ländern dieser Welt sogar von Bürgern selbst erledigt werden können!

Dieser Sumpf gehört endlich trockengelegt. Da hatte Friedrich Merz vollkommen recht!
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