Fr, 11:34 Uhr
10.08.2012
Weiter gering
Mitunter wird nicht nur an Stammtischen die Meinung vertreten, wir in Thüringen haben es mit einer furchtbar hohen Ausländerkriminalität zu tun. Wir haben uns die nüchternen Zahlen mal angesehen...
An den Thüringer Gerichten wurden im Jahr 2011 insgesamt 20 436 Personen rechtskräftig verurteilt, 1 119 von ihnen waren Ausländer oder Staatenlose. Die Ausländerkriminalität spielt in Thüringen eine eher untergeordnete Rolle. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, hatten lediglich 5,5 Prozent aller Verurteilten keine deutsche Staatsbürgerschaft, nahezu der gleiche Anteil wie im Jahr zuvor. Im Jahr 2000 waren noch 8,2 Prozent Nichtdeutsche unter den Verurteilten. Der Ausländeranteil an den Verurteilten betrug 2010 bundesweit 21 Prozent.
Die verurteilten Ausländer standen vor allem wegen Diebstahlsdelikten (23 Prozent der verurteilten Ausländer), sogenannter anderer Vermögens- und Eigentumsdelikte (22 Prozent) - hier insbesondere Betrug und Erschleichen von Leistungen - sowie wegen Verstößen gegen das Asylverfahrensgesetz und das Aufenthaltsgesetz (12 Prozent) vor Gericht.
Von den verurteilten Nichtdeutschen besaßen 474 Personen eine europäische Staatsbürgerschaft, 326 Verurteilte waren Asiaten und 92 Afrikaner. Mit 100 Verurteilten waren die türkischen, mit 75 die polnischen sowie mit 72 Verurteilten die russischen Mitbürger am stärksten vertreten.
Ein Viertel aller verurteilten Ausländer war noch keine 25 Jahre alt. Ein Vergleich mit dem Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung wäre irreführend, da auch straffällig
gewordene ausländische Touristen und illegal in Deutschland lebende Personen bei einer Verurteilung in der Statistik enthalten sind.
Autor: redAn den Thüringer Gerichten wurden im Jahr 2011 insgesamt 20 436 Personen rechtskräftig verurteilt, 1 119 von ihnen waren Ausländer oder Staatenlose. Die Ausländerkriminalität spielt in Thüringen eine eher untergeordnete Rolle. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, hatten lediglich 5,5 Prozent aller Verurteilten keine deutsche Staatsbürgerschaft, nahezu der gleiche Anteil wie im Jahr zuvor. Im Jahr 2000 waren noch 8,2 Prozent Nichtdeutsche unter den Verurteilten. Der Ausländeranteil an den Verurteilten betrug 2010 bundesweit 21 Prozent.
Die verurteilten Ausländer standen vor allem wegen Diebstahlsdelikten (23 Prozent der verurteilten Ausländer), sogenannter anderer Vermögens- und Eigentumsdelikte (22 Prozent) - hier insbesondere Betrug und Erschleichen von Leistungen - sowie wegen Verstößen gegen das Asylverfahrensgesetz und das Aufenthaltsgesetz (12 Prozent) vor Gericht.
Von den verurteilten Nichtdeutschen besaßen 474 Personen eine europäische Staatsbürgerschaft, 326 Verurteilte waren Asiaten und 92 Afrikaner. Mit 100 Verurteilten waren die türkischen, mit 75 die polnischen sowie mit 72 Verurteilten die russischen Mitbürger am stärksten vertreten.
Ein Viertel aller verurteilten Ausländer war noch keine 25 Jahre alt. Ein Vergleich mit dem Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung wäre irreführend, da auch straffällig
gewordene ausländische Touristen und illegal in Deutschland lebende Personen bei einer Verurteilung in der Statistik enthalten sind.