Do, 12:08 Uhr
30.08.2012
Arbeitsmarkt-Reaktionen (1)
Thüringens Arbeitsminister Matthias Machnig (SPD) sieht den Thüringer Arbeitsmarkt trotz Stagnation nach wie vor in guter Verfassung. Der leichte Anstieg von 0,1 Prozent ist saisonal bedingt, sagte der Minister heute angesichts der aktuellen Arbeitsmarktzahlen...
Obwohl sich viele Hochschulabsolventen und Ausgebildete jetzt auf Jobsuche gemacht hätten, sei der Anstieg moderat ausgefallen. Mit einer Arbeitslosenquote von 8,3 Prozent liege Thüringen immer noch deutlich unter allen anderen neuen Ländern.
Dennoch: Das Jahr 2012 ist das Jahr der Ungewissheiten, so der Minister. Angesichts der Eurokrise und den schlechteren Konjunkturprognosen seien die Aussichten gedämpft. Zwar könne derzeit noch mit einem weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit in Thüringen gerechnet werden, das Tempo werde sich aber verlangsamen. Auch bei seiner laufenden Gute-Arbeit-Tour habe sich gezeigt, dass viele Unternehmen bei Einstellungen inzwischen zurückhaltender seien.
Die aktive Arbeitsmarktpolitik bleibt gefordert, betonte Machnig. Dass die Wirtschaftsentwicklung die Beschäftigungsprobleme schon irgendwie lösen werde, sei kaum mehr realistisch. Vielmehr kann es nur darum gehen, den Arbeitsmarkt in Thüringen langfristig zu sichern und nach wie vor bestehende strukturelle Probleme durch eine aktive Arbeitsmarktpolitik zu lösen. Dazu zählen aus seiner Sicht vor allem die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und des niedrigen Lohnniveaus im Land. Deshalb: Der Mindestlohn muss kommen, und wir brauchen mehr Investitionen in Qualifizierung und Weiterbildung.
Autor: redObwohl sich viele Hochschulabsolventen und Ausgebildete jetzt auf Jobsuche gemacht hätten, sei der Anstieg moderat ausgefallen. Mit einer Arbeitslosenquote von 8,3 Prozent liege Thüringen immer noch deutlich unter allen anderen neuen Ländern.
Dennoch: Das Jahr 2012 ist das Jahr der Ungewissheiten, so der Minister. Angesichts der Eurokrise und den schlechteren Konjunkturprognosen seien die Aussichten gedämpft. Zwar könne derzeit noch mit einem weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit in Thüringen gerechnet werden, das Tempo werde sich aber verlangsamen. Auch bei seiner laufenden Gute-Arbeit-Tour habe sich gezeigt, dass viele Unternehmen bei Einstellungen inzwischen zurückhaltender seien.
Die aktive Arbeitsmarktpolitik bleibt gefordert, betonte Machnig. Dass die Wirtschaftsentwicklung die Beschäftigungsprobleme schon irgendwie lösen werde, sei kaum mehr realistisch. Vielmehr kann es nur darum gehen, den Arbeitsmarkt in Thüringen langfristig zu sichern und nach wie vor bestehende strukturelle Probleme durch eine aktive Arbeitsmarktpolitik zu lösen. Dazu zählen aus seiner Sicht vor allem die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und des niedrigen Lohnniveaus im Land. Deshalb: Der Mindestlohn muss kommen, und wir brauchen mehr Investitionen in Qualifizierung und Weiterbildung.