Do, 12:57 Uhr
30.08.2012
Arbeitsmarkt-Reaktionen (2)
Der Aufschwung am Thüringer Arbeitsmarkt ist scheinbar vorerst gestoppt. 96.591 Arbeitslose – 1.547 mehr als im Juli – meldet heute die Agentur für Arbeit für den Freistaat Thüringen. Für die Erfurter IHK sind das erste Warnsignale...
Die Arbeitslosenquote beträgt 8,3 Prozent. Im Vergleich zum August des Vorjahres (8,5 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit aber um 3.207 gesunken. Thüringen hat damit immer noch die niedrigste Arbeitslosenquote der neuen Bundesländer.
Der Thüringer Arbeitsmarkt sendet erste Warnsignale. Inzwischen belastet die Eurokrise zunehmend auch die regionale Wirtschaft, kommentiert Erfurts IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die aktuellen Daten.
Zwar liege die Zahl der Jobsuchenden noch unter der magischen Grenze von 100.000, dennoch sei im saisonalen Vergleich der vergangenen Jahre die Entwicklung in den Sommermonaten weit besser ausgefallen und die Zahl der Arbeitslosen in Thüringen eher zurückgegangen.
Grusser warnt jedoch vor Schwarzmalerei: Die Zahl der Stellenangebote habe den Zenit zwar überschritten, sich aber im August auf hohem Niveau stabilisiert. So verringerte sich die Zahl der offen gemeldeten Arbeitsstellen im Freistaat gegenüber dem Juli nur leicht um 80 auf immer noch 15.475.
Allerdings wird sich die Konjunkturabkühlung wohl auch in den nächsten Monaten auf dem Jobmarkt auswirken, ist sich der IHK-Chef sicher. Die Staatsschuldenkrise im Euroraum gehe nicht spurlos an der Realwirtschaft vorbei. Thüringen befinde sich schließlich mitten in Europa.
Durch die nachlassende Dynamik sinke die Investitionsbereitschaft in den Unternehmen. Das bedeute unter dem Strich: Immer mehr Firmen gingen von gedrosselten Wachstumsraten aus und zögerten mit Neueinstellungen.
Autor: redDie Arbeitslosenquote beträgt 8,3 Prozent. Im Vergleich zum August des Vorjahres (8,5 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit aber um 3.207 gesunken. Thüringen hat damit immer noch die niedrigste Arbeitslosenquote der neuen Bundesländer.
Der Thüringer Arbeitsmarkt sendet erste Warnsignale. Inzwischen belastet die Eurokrise zunehmend auch die regionale Wirtschaft, kommentiert Erfurts IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die aktuellen Daten.
Zwar liege die Zahl der Jobsuchenden noch unter der magischen Grenze von 100.000, dennoch sei im saisonalen Vergleich der vergangenen Jahre die Entwicklung in den Sommermonaten weit besser ausgefallen und die Zahl der Arbeitslosen in Thüringen eher zurückgegangen.
Grusser warnt jedoch vor Schwarzmalerei: Die Zahl der Stellenangebote habe den Zenit zwar überschritten, sich aber im August auf hohem Niveau stabilisiert. So verringerte sich die Zahl der offen gemeldeten Arbeitsstellen im Freistaat gegenüber dem Juli nur leicht um 80 auf immer noch 15.475.
Allerdings wird sich die Konjunkturabkühlung wohl auch in den nächsten Monaten auf dem Jobmarkt auswirken, ist sich der IHK-Chef sicher. Die Staatsschuldenkrise im Euroraum gehe nicht spurlos an der Realwirtschaft vorbei. Thüringen befinde sich schließlich mitten in Europa.
Durch die nachlassende Dynamik sinke die Investitionsbereitschaft in den Unternehmen. Das bedeute unter dem Strich: Immer mehr Firmen gingen von gedrosselten Wachstumsraten aus und zögerten mit Neueinstellungen.