Mi, 08:16 Uhr
03.10.2012
Neues aus Berlin (122)
Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagmitglieder unserer Region berichtet das Mitglied des Bundestags, Johannes Selle (CDU) vom Thema Fachgespräch Kinderfilm
Auf Einladung der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der CDU/CSU - Bundestagsfraktion fand am Donnerstag, den 27.September 2012 ein Fachgespräch zum Thema Der Kinderfilm in Deutschland – ein Mercedes ohne Stern?
Aus der Branche waren klangvolle Namen erschienen. Im Podium saßen Peter Dinges, Vorstand der Filmförderanstalt, Steffen Kottkamp, Programmgeschäftsführer des Kinderkanals aus Erfurt, Uschi Reich Geschäftsführerin der Bavaria Filmverleih und Produktions GmbH, Katharina Reschke, Drehbuchautorin, Prof. Castendyk, Allianz der Deutschen Produzenten, Prof. Stockinger, Vorsitzender der CSU – Filmkommission.
Aus dem Kinderfilmbereich kommen in den letzten Jahren vermehrt Klagen, dass überwiegend Märchen und erfolgreiche Bücher verfilmt werden, aber zu wenig Filme entstehen, die aus der Lebenswirklichkeit der Kinder stammen. Die Kinderwelt wird dominiert von amerikanischen Filmen und Serien. In den Jahren 2009 und 2010 z. B. ist kein Film entstanden der sich mit Stoffen des täglichen Lebens beschäftigt. Deshalb wird befürchtet, dass die kulturelle Bildung der 3 bis 12 – jährigen Kinder verarmen könnte.
Die Ursachen werden im zu geringen Engagement der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender gesehen und in dem geringen kommerziellen Potential, dass kennzeichnend für dieses Genre ist. Die Branche war hocherfreut, das die CDU/CSU – Fraktion dieses Thema als erste poltische Kraft aufgreift.
Als Berichterstatter der Fraktion hielt MdB Selle das Schlusswort. Er verwies darauf, dass Thüringen sich dem Thema Kinderfilm zugewandt hat beim Aufbau des Medienstandortes, obwohl es immer wieder hieß, dass die Umsätze dieser Branche für eine boomende Medienwirtschaft nicht ausreichen. Kinder haben es aber verdient, genauso ernst genommen zu werden wie Erwachsene. Viele gute Beispiele kommen aus Thüringen, z. B. die Film Blindgänger und der Film Wer küsst schon einen Leguan und die erfolgreichste Kinderserie Schloß Einstein.
Trotz Erfolg dieser Werke ist die weitere Finanzierung immer mit Problemen verbunden. MdB Selle verwies darauf, dass er einen ersten Textvorschlag in Umlauf gebracht hat, der als Antrag die Bundesregierung auffordert, sich diesem Thema verstärkt zuzuwenden. Gemeinsam müsse es darum gehen, eine starke Allianz für den Kinderfilm zu bilden. Er versicherte der Branche, dass das Thema die Politik in Berlin erreicht hat, was mit Applaus aufgenommen wurde.
Wahlkreisbüro Johannes Selle
Autor: khhAuf Einladung der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der CDU/CSU - Bundestagsfraktion fand am Donnerstag, den 27.September 2012 ein Fachgespräch zum Thema Der Kinderfilm in Deutschland – ein Mercedes ohne Stern?
Aus der Branche waren klangvolle Namen erschienen. Im Podium saßen Peter Dinges, Vorstand der Filmförderanstalt, Steffen Kottkamp, Programmgeschäftsführer des Kinderkanals aus Erfurt, Uschi Reich Geschäftsführerin der Bavaria Filmverleih und Produktions GmbH, Katharina Reschke, Drehbuchautorin, Prof. Castendyk, Allianz der Deutschen Produzenten, Prof. Stockinger, Vorsitzender der CSU – Filmkommission.
Aus dem Kinderfilmbereich kommen in den letzten Jahren vermehrt Klagen, dass überwiegend Märchen und erfolgreiche Bücher verfilmt werden, aber zu wenig Filme entstehen, die aus der Lebenswirklichkeit der Kinder stammen. Die Kinderwelt wird dominiert von amerikanischen Filmen und Serien. In den Jahren 2009 und 2010 z. B. ist kein Film entstanden der sich mit Stoffen des täglichen Lebens beschäftigt. Deshalb wird befürchtet, dass die kulturelle Bildung der 3 bis 12 – jährigen Kinder verarmen könnte.
Die Ursachen werden im zu geringen Engagement der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender gesehen und in dem geringen kommerziellen Potential, dass kennzeichnend für dieses Genre ist. Die Branche war hocherfreut, das die CDU/CSU – Fraktion dieses Thema als erste poltische Kraft aufgreift.
Als Berichterstatter der Fraktion hielt MdB Selle das Schlusswort. Er verwies darauf, dass Thüringen sich dem Thema Kinderfilm zugewandt hat beim Aufbau des Medienstandortes, obwohl es immer wieder hieß, dass die Umsätze dieser Branche für eine boomende Medienwirtschaft nicht ausreichen. Kinder haben es aber verdient, genauso ernst genommen zu werden wie Erwachsene. Viele gute Beispiele kommen aus Thüringen, z. B. die Film Blindgänger und der Film Wer küsst schon einen Leguan und die erfolgreichste Kinderserie Schloß Einstein.
Trotz Erfolg dieser Werke ist die weitere Finanzierung immer mit Problemen verbunden. MdB Selle verwies darauf, dass er einen ersten Textvorschlag in Umlauf gebracht hat, der als Antrag die Bundesregierung auffordert, sich diesem Thema verstärkt zuzuwenden. Gemeinsam müsse es darum gehen, eine starke Allianz für den Kinderfilm zu bilden. Er versicherte der Branche, dass das Thema die Politik in Berlin erreicht hat, was mit Applaus aufgenommen wurde.
Wahlkreisbüro Johannes Selle