Mi, 15:30 Uhr
24.10.2012
Enormes Ausmaß
Das Verbrennen von trockenem Baum- und Strauchschnitt wirbelt viel Qualm auf, weil man sich in vielen Fällen nicht an die notwendigen Bedingungen hält. Zahlreiche Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
Im Artikel Verbrennzeiten im Kyffhäuserkreis hatte kn die Pressemeldung des Umweltamtes Kyffhäuserkreis über die Bedingungen beim Verbrennen veröffentlicht. Auch andere Medien haben diese Bedingungen veröffentlicht. Und so neu sind sie ja auch nicht.
Allerdings zeigte es sich, dass sich viele Garten und Grundstücksbesitzen nicht annähernd an die Bedingungen behalten habe. Von trockener Baum- und Strauchschnitt, so nass wie es teilweise in der Natur noch rumliegt, wurde es teilweise verbrannt. Und es wurde bei Kontrollen sogar Material gefunden, dass nun wirklich nichts dort zu suchen hat. Selbst Plasteimer landeten im Feuer, wie der Leiter des Umweltamtes Kyffhäuserkreis, Dr. Michael Fruth, mit Entsetzen feststellen musste.
In den letzten Tagen wurden in Sondershausen und Umgebung 64 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Das kann, je nach schwere des Falles, sogar vor Gericht landen, wie Dr. Fruth auf Anfrage bestätigte.
Auch die derzeitige Wetterlage lässt eigentlich ein Verbrennen nicht annähernd zu. Selbst im dichtesten Nebel am Montag wurden Feuer entzündet. Zu sehen war der Qualm nicht mehr, aber zu riechen. Zu sehen waren aber trotz des Nebels gestern und auch heute wieder am Vormittag zahlreiche Feuer, oder genauer gesagt, die die qualmenden Wolken. Ein Foto erreichte auch kn.
Wie feucht die Luft ist, zeigt, dass selbst Asphaltflächen im Östertal noch nicht mal abgetrocknet sind, und das am Nachmittag um 15:00 Uhr. Wer nicht schon seit vielen Tagen selbst seinen scheinbar trockenen Baum- und Strauchschnitt gut mit Planen abgedeckt hatte, sollte nicht mal im Entferntsten dran denken, jetzt das Zeug verbrennen zu wollen.
Das Umweltamt wird weiter aktiv ermittelt, wer gegen die Verbrennrichtlinien verstößt, so die Ankündigung aus dem Landratsamt.
Nochmals erinnert
Wie soll es denn auch eigentlich trockenen Strauch- und Baumschnitt geben? Die meisten Gärtner haben ihre Bäume und Sträucher erst im Sommer, meist jedoch jetzt erst im Herbst geschnitten. Wer vor wenugen Wochen erst seine Bäume verschnitten hat, kann in der Regel noch kein trockenes Holz haben. Und die wenigsten haben ihr Brennmaterial schon seit Frühjahr oder letzten Winter liegen, sonst würden nicht so viele Feuer lange und intensiv qualmen.
Warum wird eigentlich das Abbrennen im Frühjahr so vernachlässigt? Bekannt ist doch, dass die Feuer im Frühjahr wesentlich besser brennen. Ursache dafür ist, dass im Herbst aufgeschichtetes Material durch die Frosttage im Winter sehr gut ausgetrocknet wird. Das Prinzip ist ähnlich der Gefriertrocknung.
Und noch ein Tipp. Im Winter beschnitte Bäume haben wesentlich weniger Saft in den Zweigen, als im belauten Zustand im Herbst oder dem Frühjahr. Solches Holz trocknet auch schneller aus.
Diesen Effekt nutzen viele Buchrestauratoren. Sind nämlich Bücher feucht oder nass geworden, werden die nicht etwa mit warmer oder heißer Luft getrocknet, sondern mit eiskalter Luft und dass sogar sehr schonend. Dieser Effekt läuft im Garten kostenlos ab. Trotz Klimaerwärmung gibt es noch genügend Frosttage im Winter, um einen ausgezeichneten Trocknungseffekt zu erreichen. Deshalb jetzt kein Verbrennen vornehmen!
Es wäre sicher mal eine gute Idee, wenn bei Baumschnittseminaren auch mal darauf eingegangen wird, wie der Baumschnitt richtig entsorgt wird. Gesunden Baumschnitt sollte man schreddern un als Kompost im Garten einsetzen und nicht verbrennen. Da bringt es mehr nutzen.
Autor: khhIm Artikel Verbrennzeiten im Kyffhäuserkreis hatte kn die Pressemeldung des Umweltamtes Kyffhäuserkreis über die Bedingungen beim Verbrennen veröffentlicht. Auch andere Medien haben diese Bedingungen veröffentlicht. Und so neu sind sie ja auch nicht.
Allerdings zeigte es sich, dass sich viele Garten und Grundstücksbesitzen nicht annähernd an die Bedingungen behalten habe. Von trockener Baum- und Strauchschnitt, so nass wie es teilweise in der Natur noch rumliegt, wurde es teilweise verbrannt. Und es wurde bei Kontrollen sogar Material gefunden, dass nun wirklich nichts dort zu suchen hat. Selbst Plasteimer landeten im Feuer, wie der Leiter des Umweltamtes Kyffhäuserkreis, Dr. Michael Fruth, mit Entsetzen feststellen musste.
In den letzten Tagen wurden in Sondershausen und Umgebung 64 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Das kann, je nach schwere des Falles, sogar vor Gericht landen, wie Dr. Fruth auf Anfrage bestätigte.
Auch die derzeitige Wetterlage lässt eigentlich ein Verbrennen nicht annähernd zu. Selbst im dichtesten Nebel am Montag wurden Feuer entzündet. Zu sehen war der Qualm nicht mehr, aber zu riechen. Zu sehen waren aber trotz des Nebels gestern und auch heute wieder am Vormittag zahlreiche Feuer, oder genauer gesagt, die die qualmenden Wolken. Ein Foto erreichte auch kn.
Wie feucht die Luft ist, zeigt, dass selbst Asphaltflächen im Östertal noch nicht mal abgetrocknet sind, und das am Nachmittag um 15:00 Uhr. Wer nicht schon seit vielen Tagen selbst seinen scheinbar trockenen Baum- und Strauchschnitt gut mit Planen abgedeckt hatte, sollte nicht mal im Entferntsten dran denken, jetzt das Zeug verbrennen zu wollen.
Das Umweltamt wird weiter aktiv ermittelt, wer gegen die Verbrennrichtlinien verstößt, so die Ankündigung aus dem Landratsamt.
Nochmals erinnert
Wie soll es denn auch eigentlich trockenen Strauch- und Baumschnitt geben? Die meisten Gärtner haben ihre Bäume und Sträucher erst im Sommer, meist jedoch jetzt erst im Herbst geschnitten. Wer vor wenugen Wochen erst seine Bäume verschnitten hat, kann in der Regel noch kein trockenes Holz haben. Und die wenigsten haben ihr Brennmaterial schon seit Frühjahr oder letzten Winter liegen, sonst würden nicht so viele Feuer lange und intensiv qualmen.
Warum wird eigentlich das Abbrennen im Frühjahr so vernachlässigt? Bekannt ist doch, dass die Feuer im Frühjahr wesentlich besser brennen. Ursache dafür ist, dass im Herbst aufgeschichtetes Material durch die Frosttage im Winter sehr gut ausgetrocknet wird. Das Prinzip ist ähnlich der Gefriertrocknung.
Und noch ein Tipp. Im Winter beschnitte Bäume haben wesentlich weniger Saft in den Zweigen, als im belauten Zustand im Herbst oder dem Frühjahr. Solches Holz trocknet auch schneller aus.
Diesen Effekt nutzen viele Buchrestauratoren. Sind nämlich Bücher feucht oder nass geworden, werden die nicht etwa mit warmer oder heißer Luft getrocknet, sondern mit eiskalter Luft und dass sogar sehr schonend. Dieser Effekt läuft im Garten kostenlos ab. Trotz Klimaerwärmung gibt es noch genügend Frosttage im Winter, um einen ausgezeichneten Trocknungseffekt zu erreichen. Deshalb jetzt kein Verbrennen vornehmen!
Es wäre sicher mal eine gute Idee, wenn bei Baumschnittseminaren auch mal darauf eingegangen wird, wie der Baumschnitt richtig entsorgt wird. Gesunden Baumschnitt sollte man schreddern un als Kompost im Garten einsetzen und nicht verbrennen. Da bringt es mehr nutzen.

