Wer kennt das nicht? Der Mantel vom letzten Jahr sieht immer noch gut aus. Aber schon beim ersten Winterspaziergang der Schock: Mottenfraß. Statt wohliger Wärme pfeift dem unglücklichen Besitzer der eiskalte Wind um die Haut. Ähnlich ist es bei den eigenen vier Wänden...
Sanierung ist notwendig (Foto: DBU)
Auch beim eigenen Haus sollte darauf geachtet werden, das dessen ‚Mantel’, also die Fassade, fit für den Winter ist, sagt Dirk Fanslau-Görlitz, Architekt und Regionalbetreuer der Klimaschutz- und Informationskampagne Haus sanieren – profitieren der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Hausbesitzer könnten die letzten Herbsttage dazu nutzen, einen Rundgang ums Haus zu machen und auf Risse und andere Schwachstellen zu achten.
Wasser bringt Schäden
"Überall, wo Wasser in die Fassade eindringt, können Schwachstellen entstehen, die im Winter zu bösen Überraschungen führen, erklärt Fanslau-Görlitz. So könne Putz von den Wänden abplatzen und Dämmstoffe feucht werden. Dadurch würden sie anschwellen oder ihre dämmende Wirkung rapide verlieren. Selbst kleine Risse im Außenputz könnten schnell für das gesamte Mauerwerk zum Problem werden. Für Ausbesserungsarbeiten solle der Hausbesitzer am besten einen Fachmann zu Rate ziehen. Fanslau-Görlitz: Grundsätzlich sollten Fassaden aller Art regelmäßig unter die Lupe genommen werden, idealerweise mindestens einmal im Jahr.
Wichtig: Fassadendämmung lückenlos am Haus
Bei Fassaden aus Holz oder Schiefer sollten schiefe oder lose Platten korrigiert oder direkt erneuert werden. Holzfassaden sind gut geschützt, wenn sie ab und zu einen neuen Anstrich kriegen, weiß der Experte. Wichtig für die Dämmung der Gebäudehülle sei auch, dass alle beheizten Räume lückenlos umschlossen seien, damit die Dämmung auch wirke. Vor allem die Übergänge zwischen Außenwand und Fenster sollten gedämmt sein.
Kostenlose Check
Wer sich einen Fachmann ins Haus holen möchte, der die Fassade einmal gründlich unter die Lupe nimmt, kann auf der Homepage der DBU-Kampagne Haus sanieren – profitieren nach Referenzfirmen suchen. Mehr als 1.100 eigens geschulte Maler und Maurer sind dort gelistet, die den Hausbesitzer auf Schwachstellen an der Fassade aufmerksam machen können. Um den kostenlosen Service zu nutzen, können Interessierte auf www.sanieren-profitieren.de über die Eingabe ihrer Postleitzahl einen Handwerker in Ihrer Nähe finden, der den kostenlosen Energie-Check durchführt. Insgesamt beteiligen sich an der bundesweiten Aktion rund 12.000 Handwerker aller Gewerke.