Do, 00:01 Uhr
29.11.2012
Kinder sind immer anwesend
Die nun schon 5. Kinderschutztagung des Jugend- und Sozialamtes des Kyffhäuserkreises fand zum Themenkreis "Häusliche Gewalt, Kinder sind immer anwesend " fand heute ab 13:30 Uhr im Carl-Schroeder-Saal von Sondershausen statt...
Die Ausrichtung der Fachtagung fand in Zusammenarbeit Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. und wurde von dessen Geschäftsführer Heiko Höttermann eröffnet.
Die Grüße der Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Keike Taubert, überbrachte die Referentin Christine Kascholke. Sie verwies darauf, dass der Ministerin der Kinderschutz sehr am Herzen lege. Kascholke verwies darauf, dass Gewalt in Paarbeziehungen zu den schwerwiegendsten Ereignissen im Leben eines Kindes gehört. Frühe Hilfe muss bereits bei der Schwangerschaft einsetzen. Kascholke forderte die Kommunen auf, Netzwerke zur Hilfe zu schaffen. Der Kyffhäuserkreis sei da auf einem guten Wege, stellte sie fest.
Wichtig, so Landrätin Antje Hochwind (SPD) sei es, rechtzeitig Kindeswohlgefährdung zu erkennen. Das sei die wichtigste Aufgabe, nicht nur für die die Bearbeitung im eigenen Haus. Von 145 beim Amt gemeldeten Fälle waren immerhin 45 Meldungen berechtigt gewesen.
Hochwind verwies darauf, gerade Kinder sind dem seelischen Schmerz bei häuslicher Gewalt schutzlos ausgeliefert. Es gilt für die gesamte Gesellschaft, seelische Verletzungen frühzeitig zu erkennen und helfend einzugreifen und angemessen zu reagieren. Gerade letzterer Punkt sollte gut beachtet werden.
Als Uraschen für Gewalt in häuslicher Umgebung nannte Hochwind u.a. Überforderung der Eltern und Suchtprobleme.
Die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses des Kyffhäuserkreises, Cornelia Kraffzick, verwies auf die gute Arbeit des Jugendamtes unter Leitung von Sabine Bräunicke. Die Arbeit der 11 Jugendeinrichtungen der Stadt und der 80 im Kreis sei ein wichtiger Punkt bei der Jugendarbeit. Aus Sicht der Stadt Sondershausen verwies sie auf die Unterstützung des einzigen Frauenhauses im Kyffhäuserkreis
Kinderschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, das kann man wohl im Resultat der Fachtagung feststellen. Viele Akteure im Kyffhäuserkreis stellen sich dieser Aufgabe Tag für Tag. Die diesjährige Kinderschutztagung im Kyffhäuserkreis wollte heute einen Beitrag leisten, aber auch ein öffentlich wirksames Signal setzen, denn die Thematik der "Häusliche Gewalt" wird nur ungern in der Öffentlichkeit diskutiert. Dies ist aber dringend notwendig. Täter müssen wissen, dass ihr Verhalten nicht toleriert wird und die Opfer müssen über die Hilfsangebote informiert sein.
Als Referenten für die Veranstaltung konnten
gewonnen werden.
Ein besonderes Augenmerk galt auch einer kleinen Ausstellung. Mit dem Verkauf (Spende) selbsthergestellter Strickwaren "Wir machen uns für die Kinder auf die Socken" sollen später Kinder, die häusliche Gewalt erlebt haben, bei einer Fahrt unterstützt werden.
Mit der Veranstaltung gelang es dem Jugend- und Sozialamt neue Impulse für die tägliche Arbeit zu geben und weiterhin alle Akteure zu ermutigen, sich für einen gelungenen Kinderschutz im Kyffhäuserkreis stark zu machen. Mit einem kleinen Theater (Familie Sonnenschein) endete die Fachtagung, für dessen Organisation Katharina Töppe (Jugendamt Kyffhäuserkreis) nicht nur von ihrer "Chefin" Landrätin Hochwind Lob erntete.
Autor: khhDie Ausrichtung der Fachtagung fand in Zusammenarbeit Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. und wurde von dessen Geschäftsführer Heiko Höttermann eröffnet.
Die Grüße der Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Keike Taubert, überbrachte die Referentin Christine Kascholke. Sie verwies darauf, dass der Ministerin der Kinderschutz sehr am Herzen lege. Kascholke verwies darauf, dass Gewalt in Paarbeziehungen zu den schwerwiegendsten Ereignissen im Leben eines Kindes gehört. Frühe Hilfe muss bereits bei der Schwangerschaft einsetzen. Kascholke forderte die Kommunen auf, Netzwerke zur Hilfe zu schaffen. Der Kyffhäuserkreis sei da auf einem guten Wege, stellte sie fest.
Wichtig, so Landrätin Antje Hochwind (SPD) sei es, rechtzeitig Kindeswohlgefährdung zu erkennen. Das sei die wichtigste Aufgabe, nicht nur für die die Bearbeitung im eigenen Haus. Von 145 beim Amt gemeldeten Fälle waren immerhin 45 Meldungen berechtigt gewesen.
Hochwind verwies darauf, gerade Kinder sind dem seelischen Schmerz bei häuslicher Gewalt schutzlos ausgeliefert. Es gilt für die gesamte Gesellschaft, seelische Verletzungen frühzeitig zu erkennen und helfend einzugreifen und angemessen zu reagieren. Gerade letzterer Punkt sollte gut beachtet werden.
Als Uraschen für Gewalt in häuslicher Umgebung nannte Hochwind u.a. Überforderung der Eltern und Suchtprobleme.
Die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses des Kyffhäuserkreises, Cornelia Kraffzick, verwies auf die gute Arbeit des Jugendamtes unter Leitung von Sabine Bräunicke. Die Arbeit der 11 Jugendeinrichtungen der Stadt und der 80 im Kreis sei ein wichtiger Punkt bei der Jugendarbeit. Aus Sicht der Stadt Sondershausen verwies sie auf die Unterstützung des einzigen Frauenhauses im Kyffhäuserkreis
Kinderschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, das kann man wohl im Resultat der Fachtagung feststellen. Viele Akteure im Kyffhäuserkreis stellen sich dieser Aufgabe Tag für Tag. Die diesjährige Kinderschutztagung im Kyffhäuserkreis wollte heute einen Beitrag leisten, aber auch ein öffentlich wirksames Signal setzen, denn die Thematik der "Häusliche Gewalt" wird nur ungern in der Öffentlichkeit diskutiert. Dies ist aber dringend notwendig. Täter müssen wissen, dass ihr Verhalten nicht toleriert wird und die Opfer müssen über die Hilfsangebote informiert sein.
Als Referenten für die Veranstaltung konnten
- Dipl. Psychologin Gabriele Kluwe - "Häusliche Gewalt aus sicht der Kinder"
- Dr. Philip Heiser und Dipl. Psy. Petra Sieckel (Südharz Klinikum) - "Umgang bei Verdachtsfällen von Kindesmisshandlung"
- Klaus Schulz, Erster Polizeihauptkommissar Stell-Leiter Polizeiinspektion Kyffhäuser und Jutta Jährling (Frauenhaus Sondershausen) - "Praxis stellt Hilfe am Fallbeispiel vor"
gewonnen werden.
Ein besonderes Augenmerk galt auch einer kleinen Ausstellung. Mit dem Verkauf (Spende) selbsthergestellter Strickwaren "Wir machen uns für die Kinder auf die Socken" sollen später Kinder, die häusliche Gewalt erlebt haben, bei einer Fahrt unterstützt werden.
Mit der Veranstaltung gelang es dem Jugend- und Sozialamt neue Impulse für die tägliche Arbeit zu geben und weiterhin alle Akteure zu ermutigen, sich für einen gelungenen Kinderschutz im Kyffhäuserkreis stark zu machen. Mit einem kleinen Theater (Familie Sonnenschein) endete die Fachtagung, für dessen Organisation Katharina Töppe (Jugendamt Kyffhäuserkreis) nicht nur von ihrer "Chefin" Landrätin Hochwind Lob erntete.














