Di, 22:49 Uhr
04.12.2012
Schulleiter bestellt
Zu einer außerordentlichen Sitzung wurden durch die Landrätin des Kyffhäuserkreises alle Schulleiter des Kyffhäuserkreises für den morgigen Mittwoch nach Sondershausen geladen. Hier kn mit den ersten Einzelheiten.
Grund für die Beratung ist das Papier "Beurteilung der Sicherheit an den Schulen des Kyffhäuserkreises", das am Montag im Bildungsausschuss und im Haushaltsausschuss vorgestellt wurde. In einem Pressegespräch stellten Landrätin Antje Hochwind (SPD), Vizelandrat Holger Häßler und Verwaltungsleiter Dr. Heinz-Ulrich Thiele das Papier vor.
Die Schulsicherheitsbeurteilung erfolgte nach den Kriterien
- Bauaufsicht / Brandschutz
- Arbeitsschutz
- Gesundheit / Hygiene
- Baumschauen / Sicherheit.
Bei der Beurteilung der einzelnen Schulen war eine Arbeitsgruppe aus folgenden Teilnehmern gebildet worden:
- 1. Kreisbeigeordneter /Schulverwaltungsamtsleiter
- Fachbereichsleiter Innere Verwaltung
- Verantwortlicher Brandschutz
- Leiterin Gebäude- und Liegendschaftsverwaltung
- Leiter der Bauverwaltung
- weitere bestellte Mitarbeiter.
Bei der Zusammenkunft mit den Schulleitern soll die Untersuchung ausgewertet werden und zusammen mit den Schulleitern die weiteren Schritte beraten werden.
Es steht keine Schulschließung im Raum, betonte Landrätin Antje Hochwind. Möglich sei aber, dass besonders gefährdete Bereiche zeitweise gesperrt werden. Welche Mängel wurden erkannt?
In vielen Schulen sind der 1. und 2. Rettungsweg, als höchste zu bewertende Brandschutzanforderungen nicht gegeben (siehe pdf-Datei). Das Fazit dabei: Dringende Abhilfe erforderlich.
Bei den Mängeln handelt es sich aber oft nicht um bauliche Mängel, sondern auch um solche Fälle bei denen in Rettungswegen zum Beispiel Garderobenständer/haken oder Schränke stehen, die im Notfall, sprich im Brandfall, die Evakuierung behindern oder aber auch durch entflammen selbst zum Gefahrenherd werden, um nur ein Beispiel zu nennen, so die Landrätin.
Es bestehe kein Grund zur Panik, aber wir müssen im Sinne der Kinder handeln. Einige Maßnahmen wurden bereits realisiert, wie das Bereitstellen einer Feuerwehrleier zur Sicherung eines Fluchtweges in Greußen. Eine Sofortmaßnahme wurde ebenfalls in die Wege geleitet, die Anschaffung und den Einbau von Feuermeldeanlagen, die mit ihrer Vernetzung der verschiedenen Räume die Vorwarnzeit im Falle eines Brandes um mindestens fünf Minuten verkürzen soll, bei Bränden ein ganz wichtiger Zeitraum. Zur Absicherung der Finanzierung wurden rund 130.000 Euro an Haushaltsresten zusammen gekratzt, um die Maßnahme um zu setzten.
In vier Schulen wurden an einigen Stellen Schwarzschimmelbefall festgestellt. An mindestens drei Schulen muss die Hausinstallation durch Fachfirmen überprüft werden. Für einige Schulen müssen neue Flucht- und Evakuierungspläne erstellt werden. Auch Baumkataster müssen erarbeitet werden.
Diese und weitere Maßnahmen sollen mit den Schulleitern durch gesprochen werden. Insgesamt, so Landrätin Hochwind, zeichnet sich die Notwendigkeit ab, einen Stufenplan zu erarbeiten. Immerhin werden die Kosten für die Jahre 2013 bis 2016 auf über 11 Millionen Euro geschätzt. Zur Finanzierung sind auch Gespräche mit der Landesregierung geplant. Weitere Informationen zur Sache werden mit Sicherheit in der morgigen Kreistagssitzung angesprochen.
Autor: khhGrund für die Beratung ist das Papier "Beurteilung der Sicherheit an den Schulen des Kyffhäuserkreises", das am Montag im Bildungsausschuss und im Haushaltsausschuss vorgestellt wurde. In einem Pressegespräch stellten Landrätin Antje Hochwind (SPD), Vizelandrat Holger Häßler und Verwaltungsleiter Dr. Heinz-Ulrich Thiele das Papier vor.
Die Schulsicherheitsbeurteilung erfolgte nach den Kriterien
- Bauaufsicht / Brandschutz
- Arbeitsschutz
- Gesundheit / Hygiene
- Baumschauen / Sicherheit.
Bei der Beurteilung der einzelnen Schulen war eine Arbeitsgruppe aus folgenden Teilnehmern gebildet worden:
- 1. Kreisbeigeordneter /Schulverwaltungsamtsleiter
- Fachbereichsleiter Innere Verwaltung
- Verantwortlicher Brandschutz
- Leiterin Gebäude- und Liegendschaftsverwaltung
- Leiter der Bauverwaltung
- weitere bestellte Mitarbeiter.
Bei der Zusammenkunft mit den Schulleitern soll die Untersuchung ausgewertet werden und zusammen mit den Schulleitern die weiteren Schritte beraten werden.
Es steht keine Schulschließung im Raum, betonte Landrätin Antje Hochwind. Möglich sei aber, dass besonders gefährdete Bereiche zeitweise gesperrt werden. Welche Mängel wurden erkannt?
In vielen Schulen sind der 1. und 2. Rettungsweg, als höchste zu bewertende Brandschutzanforderungen nicht gegeben (siehe pdf-Datei). Das Fazit dabei: Dringende Abhilfe erforderlich.
Bei den Mängeln handelt es sich aber oft nicht um bauliche Mängel, sondern auch um solche Fälle bei denen in Rettungswegen zum Beispiel Garderobenständer/haken oder Schränke stehen, die im Notfall, sprich im Brandfall, die Evakuierung behindern oder aber auch durch entflammen selbst zum Gefahrenherd werden, um nur ein Beispiel zu nennen, so die Landrätin.
Es bestehe kein Grund zur Panik, aber wir müssen im Sinne der Kinder handeln. Einige Maßnahmen wurden bereits realisiert, wie das Bereitstellen einer Feuerwehrleier zur Sicherung eines Fluchtweges in Greußen. Eine Sofortmaßnahme wurde ebenfalls in die Wege geleitet, die Anschaffung und den Einbau von Feuermeldeanlagen, die mit ihrer Vernetzung der verschiedenen Räume die Vorwarnzeit im Falle eines Brandes um mindestens fünf Minuten verkürzen soll, bei Bränden ein ganz wichtiger Zeitraum. Zur Absicherung der Finanzierung wurden rund 130.000 Euro an Haushaltsresten zusammen gekratzt, um die Maßnahme um zu setzten.
In vier Schulen wurden an einigen Stellen Schwarzschimmelbefall festgestellt. An mindestens drei Schulen muss die Hausinstallation durch Fachfirmen überprüft werden. Für einige Schulen müssen neue Flucht- und Evakuierungspläne erstellt werden. Auch Baumkataster müssen erarbeitet werden.
Diese und weitere Maßnahmen sollen mit den Schulleitern durch gesprochen werden. Insgesamt, so Landrätin Hochwind, zeichnet sich die Notwendigkeit ab, einen Stufenplan zu erarbeiten. Immerhin werden die Kosten für die Jahre 2013 bis 2016 auf über 11 Millionen Euro geschätzt. Zur Finanzierung sind auch Gespräche mit der Landesregierung geplant. Weitere Informationen zur Sache werden mit Sicherheit in der morgigen Kreistagssitzung angesprochen.
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- Betroffene Schulen (526 kByte)
