Mo, 23:28 Uhr
04.03.2013
Heftige Kritik am Kreis
Der Ortsverband der CDU Sondershausen hatte heute zu einer Diskussionsrunde zur Problematik Schulstandort Sondershausen eingeladen. Dabei wurden schwere Vorwürfe laut. Auch eine Demonstration ist geplant
Los ging es bereits kurz nach der Eröffnung durch die Vorsitzende Dr. Christine Kietzer. Sie hatte auch Vizelandrat Holger Häßler eingeladen. Hartmut Thiele dazu, sicher ist ein Holger Häßler entschuldigt, wenn er im Krankenstand ist, dass man im Landratsamt aber nicht in der Lage sei einen kompetenten und aussagefähigen Vertreter vorbei zu schicken. sei so nicht hinnehmbar. Dieser Vorwurf kam nicht nur einmal.
Es ist offenbar schwierig in der Kreisverwaltung einen kompetenten Partner in Fragen Schulen zu finden. Als jüngst eine Abordnung der RS Franzbergschule mit Eltern in der Kreisverwaltung war, so Schulleiter Volker Herold, konnte man auch nur eine Mitarbeiterin sprechen, die nicht annähernd aussagefähig war. Das waren aber noch die geringsten Vorwürfe.
Für Dr. Kietzer gab es im wesentlichen zwei Ansatzpunkte, um in die Diskussion einzusteigen. Wie geht es weiter mit dem Schulstandort Sondershausen, insbesondere der Franzbergschule, und was ist mit der zukünftigen Festlegung nur noch eines zentralen Schulstandorts für ganz Sondershausen?
Neben zahlreichen CDU-Mitgliedern waren die Schulleiter (Stellvertreter) der Schulen GS und RS Östertal, der RS Franzberg, der GS Kollwitz und des Gymnasiums zur Diskussion erschienen. Mit Bundestagsmitglied Johannes Selle, Landtagsmitglied Manfred Scherer und Bürgermeister Joachim Kreyer (alle CDU), sowie einigen CDU-Stadträten war die Diskussionsrunde hochrangig besetzt.
Hartmut Thiele sprach sich klar für den Erhalt des Standortes Regelschule Franzberg aus. Schwerwiegender waren die Vorwürfe aus Richtung CDU-Landtagsmitglied Manfred Scherer. Er hatte im Thüringer Bauministerium nachgehakt, was aus der Zusage von Bauminister Christian Carius (CDU) geworden ist, erhebliche Mittel für den Abriss der alten RS Franzberg zur Verfügung zu stellen. Dort bekam Scherer zur Antwort, in Erfurt wunderte man sich, dass von der Kreisverwaltung diesbezüglich noch keinerlei Anfragen gestellt wurden.
Bürgermeister Joachim Kreyer forderte den Kreis auf, für eine verlässliche Politik zu sorgen. Der Schulstandort Sondershausen sei mit zwei Kombistandorten (Regelschule und Grundschule) im Östertal und am Franzberg und mit einer GS (Kollwitzschule) konzipiert wurden. Wir haben am Franzberg viel Wohnraum geschaffen und die Leute sind dort hingezogen, weil es neben Einkaufsmöglichkeiten und der guten Wohnlage auch Schulen gab.
Zum Thema nur eines geplanten einzigen Schulstandorts (Puschkin-Promenade) gab Kreyer eine klare Abfuhr. Das sei aus städtebaulicher Sicht die völlig falsche Lösung. Abgesehen von den Wegen gibt es in diesem Stadtgebiet nicht genügend Parkraum und der Innenstadtverkehr sei für einen Schulstandort viel zu intensiv.
Kreyer fragte in diesem Zusammenhang schon gewollt provozierend, wann dieser eine Schulstandort kommt, ist dann schon das Ende der BIB-Schule besiegelt?
Die schwersten Vorwürfe kamen allerdings von den Schulleitern Ellen Neumann (Kollwitz) und Volker Herold (Franzberg) sowie dem stellvertretenden Schulleiter des Gymnasiums, Volker Busch. Ellen Neumann brachte es auf den Punkt: "Für Lehrer und Schüler ist es ein haltloser Zustand, das im nicht gerade großen Schulgebäude der Kollwitzschule, gleich drei Schularten untergebracht sind. Die Schule ist jetzt schon übervoll. Die RS Franzberg ist vorläufig zum Teil im Borntal, als auch in der Kollwitzschule (ein Klassenraum) untergebracht.
Volker Herold erinnerte die Politiker daran, dass der provisorisch-jetzige Zustand ein, maximal zwei Jahre dauern sollte. Aber jetzt zeichnet sich der Zustand als Dauerlösung ab. Die Elternsprecherin der RS Franzberg, Babette Pfefferlein, fordert vom Kreis, endlich eine Schulnetzplanung auf den Weg zu bringen, und nicht nur sie: Kreyer forderte ebenfalls, es müssen endlich Entscheidungen gefällt werden. Die Stadt Sondershausen zahle 7,9 Millionen Kreisumlage, da sei es doch wohl recht und billig, vernünftige Schulstandort zu haben.
Ellen Neumann erinnerte die Politiker daran, mal mehr ernsthaft an die Kinder zu denken. Diese Hin- und Herfahrerei der Franzbergschule sei kein Zustand. Die Empörung schlug hoch, als Neumann bekannt gab, dass vom Kreis bei der Fülle der Kollwitzschule auch noch die Anfrage kam, ob nicht die Schüler der BIB-Schule nicht auch noch das Mittagessen in der Kollwitzschule einnehmen können?
Und auch an eine andere Sache erinnerte Neumann. "Wir müssen den Schulstandort Sondershausen attraktiv machen, sonst laufen uns die jungen Familien aus der Stadt weg." Hartmut Thiele forderte, dass in einem Schreiben an Häßler die Forderungen der Stadt nach Erhalt der bisherigen Schulstandort (einschließlich RS Franzberg) aufgelistet werden.
Der Vorsitzende der CDU Kyffhäuserkreis sagte, das Thema Schulen sei eine einzige Baustelle. Er forderte auf, "sprechen Sie mit den Kreistagsmitgliedern und schildern Sie die Probleme." Auch Karla Kreyer forderte in der Diskussion mehr Öffentlichkeit.
Ungewollt traf sie allerdings auch einen wunden Punkt, denn in der Diskussionsrunde war, trotz des guten Besuchs (das Bild zeigt nicht alle Anwesenden) gerade mal eine Handvoll betroffener Eltern anwesend.
Aber vielleicht wird man seinen Protest dann am Mittwoch mehr Gehör verschaffen. Denn dann werden Schüler und Eltern auf den Markt (Carl-Schroeder-Straße) ziehen (15:00), um für den Erhalt des Regelschulstandorts Franzberg zu demonstrieren. Man will so die Politiker auf Kreisebene zwingen, endlich zu handeln. Die Schulnetzplanung wird ja seit geraumer Zeit vor sich hergeschoben. Und der Zeitpunkt ist gut gewählt, denn um 16:00 wird der Kreistag im Carl-Schroeder-Saal zusammentreten.
Autor: khhLos ging es bereits kurz nach der Eröffnung durch die Vorsitzende Dr. Christine Kietzer. Sie hatte auch Vizelandrat Holger Häßler eingeladen. Hartmut Thiele dazu, sicher ist ein Holger Häßler entschuldigt, wenn er im Krankenstand ist, dass man im Landratsamt aber nicht in der Lage sei einen kompetenten und aussagefähigen Vertreter vorbei zu schicken. sei so nicht hinnehmbar. Dieser Vorwurf kam nicht nur einmal.
Es ist offenbar schwierig in der Kreisverwaltung einen kompetenten Partner in Fragen Schulen zu finden. Als jüngst eine Abordnung der RS Franzbergschule mit Eltern in der Kreisverwaltung war, so Schulleiter Volker Herold, konnte man auch nur eine Mitarbeiterin sprechen, die nicht annähernd aussagefähig war. Das waren aber noch die geringsten Vorwürfe.
Für Dr. Kietzer gab es im wesentlichen zwei Ansatzpunkte, um in die Diskussion einzusteigen. Wie geht es weiter mit dem Schulstandort Sondershausen, insbesondere der Franzbergschule, und was ist mit der zukünftigen Festlegung nur noch eines zentralen Schulstandorts für ganz Sondershausen?
Neben zahlreichen CDU-Mitgliedern waren die Schulleiter (Stellvertreter) der Schulen GS und RS Östertal, der RS Franzberg, der GS Kollwitz und des Gymnasiums zur Diskussion erschienen. Mit Bundestagsmitglied Johannes Selle, Landtagsmitglied Manfred Scherer und Bürgermeister Joachim Kreyer (alle CDU), sowie einigen CDU-Stadträten war die Diskussionsrunde hochrangig besetzt.
Hartmut Thiele sprach sich klar für den Erhalt des Standortes Regelschule Franzberg aus. Schwerwiegender waren die Vorwürfe aus Richtung CDU-Landtagsmitglied Manfred Scherer. Er hatte im Thüringer Bauministerium nachgehakt, was aus der Zusage von Bauminister Christian Carius (CDU) geworden ist, erhebliche Mittel für den Abriss der alten RS Franzberg zur Verfügung zu stellen. Dort bekam Scherer zur Antwort, in Erfurt wunderte man sich, dass von der Kreisverwaltung diesbezüglich noch keinerlei Anfragen gestellt wurden.
Bürgermeister Joachim Kreyer forderte den Kreis auf, für eine verlässliche Politik zu sorgen. Der Schulstandort Sondershausen sei mit zwei Kombistandorten (Regelschule und Grundschule) im Östertal und am Franzberg und mit einer GS (Kollwitzschule) konzipiert wurden. Wir haben am Franzberg viel Wohnraum geschaffen und die Leute sind dort hingezogen, weil es neben Einkaufsmöglichkeiten und der guten Wohnlage auch Schulen gab.
Zum Thema nur eines geplanten einzigen Schulstandorts (Puschkin-Promenade) gab Kreyer eine klare Abfuhr. Das sei aus städtebaulicher Sicht die völlig falsche Lösung. Abgesehen von den Wegen gibt es in diesem Stadtgebiet nicht genügend Parkraum und der Innenstadtverkehr sei für einen Schulstandort viel zu intensiv.
Kreyer fragte in diesem Zusammenhang schon gewollt provozierend, wann dieser eine Schulstandort kommt, ist dann schon das Ende der BIB-Schule besiegelt?
Die schwersten Vorwürfe kamen allerdings von den Schulleitern Ellen Neumann (Kollwitz) und Volker Herold (Franzberg) sowie dem stellvertretenden Schulleiter des Gymnasiums, Volker Busch. Ellen Neumann brachte es auf den Punkt: "Für Lehrer und Schüler ist es ein haltloser Zustand, das im nicht gerade großen Schulgebäude der Kollwitzschule, gleich drei Schularten untergebracht sind. Die Schule ist jetzt schon übervoll. Die RS Franzberg ist vorläufig zum Teil im Borntal, als auch in der Kollwitzschule (ein Klassenraum) untergebracht.
Volker Herold erinnerte die Politiker daran, dass der provisorisch-jetzige Zustand ein, maximal zwei Jahre dauern sollte. Aber jetzt zeichnet sich der Zustand als Dauerlösung ab. Die Elternsprecherin der RS Franzberg, Babette Pfefferlein, fordert vom Kreis, endlich eine Schulnetzplanung auf den Weg zu bringen, und nicht nur sie: Kreyer forderte ebenfalls, es müssen endlich Entscheidungen gefällt werden. Die Stadt Sondershausen zahle 7,9 Millionen Kreisumlage, da sei es doch wohl recht und billig, vernünftige Schulstandort zu haben.
Ellen Neumann erinnerte die Politiker daran, mal mehr ernsthaft an die Kinder zu denken. Diese Hin- und Herfahrerei der Franzbergschule sei kein Zustand. Die Empörung schlug hoch, als Neumann bekannt gab, dass vom Kreis bei der Fülle der Kollwitzschule auch noch die Anfrage kam, ob nicht die Schüler der BIB-Schule nicht auch noch das Mittagessen in der Kollwitzschule einnehmen können?
Und auch an eine andere Sache erinnerte Neumann. "Wir müssen den Schulstandort Sondershausen attraktiv machen, sonst laufen uns die jungen Familien aus der Stadt weg." Hartmut Thiele forderte, dass in einem Schreiben an Häßler die Forderungen der Stadt nach Erhalt der bisherigen Schulstandort (einschließlich RS Franzberg) aufgelistet werden.
Der Vorsitzende der CDU Kyffhäuserkreis sagte, das Thema Schulen sei eine einzige Baustelle. Er forderte auf, "sprechen Sie mit den Kreistagsmitgliedern und schildern Sie die Probleme." Auch Karla Kreyer forderte in der Diskussion mehr Öffentlichkeit.
Ungewollt traf sie allerdings auch einen wunden Punkt, denn in der Diskussionsrunde war, trotz des guten Besuchs (das Bild zeigt nicht alle Anwesenden) gerade mal eine Handvoll betroffener Eltern anwesend.
Aber vielleicht wird man seinen Protest dann am Mittwoch mehr Gehör verschaffen. Denn dann werden Schüler und Eltern auf den Markt (Carl-Schroeder-Straße) ziehen (15:00), um für den Erhalt des Regelschulstandorts Franzberg zu demonstrieren. Man will so die Politiker auf Kreisebene zwingen, endlich zu handeln. Die Schulnetzplanung wird ja seit geraumer Zeit vor sich hergeschoben. Und der Zeitpunkt ist gut gewählt, denn um 16:00 wird der Kreistag im Carl-Schroeder-Saal zusammentreten.
