Mi, 12:50 Uhr
27.03.2013
Neue Länder holen nicht auf
Die Konjunktur in Thüringen ist zum Stillstand gekommen: Mit diesen Worten hat Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig die aktuellen Zahlen des Thüringer Landesamts für Statistik zum Wirtschaftswachstum im Jahr 2012 kommentiert...
Demnach ist das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent geringfügig zurückgegangen. Die Bremsspuren sind unübersehbar, sagte Machnig. Die Ursache der wirtschaftlichen Stagnation im Freistaat liegt vor allem in der rückläufigen Industrieentwicklung. So war die Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe Thüringens um 1,5 Prozent rückläufig.
Nach Einschätzung des Ministers kommt es angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Euroraum zunehmend zu einer Investitionszurückhaltung bei den Unternehmen. Zudem trage der Export kaum noch zum Wachstum bei. Davon ist insbesondere der für Thüringen wichtige Automobilsektor betroffen, so Machnig. Der Umsatz in dieser größten Industriebranche des Freistaats war im vergangenen Jahr um zwölf Prozent eingebrochen. Auch die Solarbranche trage ihren Teil zur rückläufigen Industrieentwicklung im Land bei.
Es gibt eine Abkühlung der Konjunktur in Deutschland, sagte Machnig weiter. Stabilisierende Wirkung hat derzeit lediglich die Binnennachfrage. Diese greife angesichts des niedrigen Lohnniveaus in Thüringen allerdings kaum. Deshalb bleibe ich dabei: Auch und gerade in diesen Zeiten brauchen wir eine andere Lohnpolitik, die auch in Thüringen zu einer Stärkung der Kaufkraft und der Binnennachfrage beiträgt.
Insgesamt aber zeigt sich erneut ein deutliches Gefälle der Wirtschaftsleistung zwischen alten und neuen Bundesländern. Der Aufholprozess der neuen Länder ist seit einigen Jahren zum Stillstand gekommen, sagte Machnig. Es gebe eine unverändert große Kapital-, Investitions- und Innovationslücke gegenüber den alten Bundesländern.
Angesichts dessen müssten die Anstrengungen zur Schaffung international wettbewerbsfähiger, zukunftsgerichteter Wirtschaftsstrukturen in den neuen Ländern konsequent fortgesetzt werden. Wir brauchen weiterhin private und öffentliche Investitionen auf hohem Niveau, so Machnig.
Autor: redDemnach ist das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent geringfügig zurückgegangen. Die Bremsspuren sind unübersehbar, sagte Machnig. Die Ursache der wirtschaftlichen Stagnation im Freistaat liegt vor allem in der rückläufigen Industrieentwicklung. So war die Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe Thüringens um 1,5 Prozent rückläufig.
Nach Einschätzung des Ministers kommt es angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Euroraum zunehmend zu einer Investitionszurückhaltung bei den Unternehmen. Zudem trage der Export kaum noch zum Wachstum bei. Davon ist insbesondere der für Thüringen wichtige Automobilsektor betroffen, so Machnig. Der Umsatz in dieser größten Industriebranche des Freistaats war im vergangenen Jahr um zwölf Prozent eingebrochen. Auch die Solarbranche trage ihren Teil zur rückläufigen Industrieentwicklung im Land bei.
Es gibt eine Abkühlung der Konjunktur in Deutschland, sagte Machnig weiter. Stabilisierende Wirkung hat derzeit lediglich die Binnennachfrage. Diese greife angesichts des niedrigen Lohnniveaus in Thüringen allerdings kaum. Deshalb bleibe ich dabei: Auch und gerade in diesen Zeiten brauchen wir eine andere Lohnpolitik, die auch in Thüringen zu einer Stärkung der Kaufkraft und der Binnennachfrage beiträgt.
Insgesamt aber zeigt sich erneut ein deutliches Gefälle der Wirtschaftsleistung zwischen alten und neuen Bundesländern. Der Aufholprozess der neuen Länder ist seit einigen Jahren zum Stillstand gekommen, sagte Machnig. Es gebe eine unverändert große Kapital-, Investitions- und Innovationslücke gegenüber den alten Bundesländern.
Angesichts dessen müssten die Anstrengungen zur Schaffung international wettbewerbsfähiger, zukunftsgerichteter Wirtschaftsstrukturen in den neuen Ländern konsequent fortgesetzt werden. Wir brauchen weiterhin private und öffentliche Investitionen auf hohem Niveau, so Machnig.