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Mi, 13:55 Uhr
27.03.2013

Neues aus Berlin (47)

Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagsmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Johannes Selle (CDU) zum Thema Fracking

Das Thema Schiefergasförderung durch das sogenannte Fracking beschäftigt die Bürger stark. Durch die sinkenden Energiepreise in den USA sind auch in Deutschland diese Themen auf die Tagesordnung gekommen, bis in die Thüringer Wahlkreise. In Deutschland werden bis zu 30 000 000 000 000 Kubikmeter solchermaßen gespeichertes Erdgas vermutet (jährlicher Verbrauch Deutschlands 86 000 000 000 Kubikmeter). Fracking wird in Deutschland in kleinerem Maßstab schon eingesetzt. Das in Deutschland gewonnene Erdgas stammt zu 30 % aus Fracking. Die Technologie wird ebenfalls in der geothermischen Energiegewinnung eingesetzt.

Zum Aufschluss der Lagerstätten werden große Mengen Wasser und Chemikalien unter hohem Druck in Bohrlöcher gepumpt, die zwar wesentlich ungiftiger sind als die zur Zeit in der USA verwendeten, aber immer noch Anlass zur Besorgnis geben. Es bleiben verunreinigte Flüssigkeiten und die Lagerstättenwässer, die von Natur aus giftig sind. Entweder sollen sie verpresst oder an der Oberfläche entsorgt werden. Nachdem die wissenschaftlichen Vorhersagen bei der Asse und beim Verpressen von Kalilauge zu wünschen übrig lassen, bleibt Skepsis.

Mit anderen engagierten Abgeordneten unserer Fraktion und unserem Fraktionsvorsitzenden Kauder haben wir dieses Thema ohne Tabu diskutiert. Einbezogen wurde natürlich die von Bundeswirtschaftsminister Rösler und Bundesumweltminister Altmaier gemachten Vorschläge. Diese wurden von uns für nicht ausreichend gehalten.

Wir fordern

- obligatorische Umweltverträglichkeitsprüfung für alle Vorhaben
- keine Erlaubnis in Wasserschutzgebieten, Schutz von Heilquellen, Einvernehmen mit den Wasserschutzbehörden ist notwendig
- vollständig transparente Verfahren von Anfang an.

Diese Forderungen (insbesondere das Einvernehmen) stellen eine große Hürde dar, die aber notwendig ist. Wir setzen darauf, dass die Forschung weitergeht und andere Lösungen anbieten kann. Forschung auf diesem Gebiet muss möglich sein.
Bis dahin bleiben uns die Vorkommen erhalten, die solange im Boden lagen. Und vielleicht brauchen wir sie gar nicht, wenn unsere Energiewende erfolgreich ist. Erstaunlicherweise, wie die Kollegen berichteten, sind NRW und Niedersachsen dem Fracking gegenüber aufgeschlossener.

Wahlkreisbüro: Johannes Selle
Autor: khh

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