Sa, 14:52 Uhr
06.04.2013
Für Erhalt der Schulstandorte
"Kurze Wege für kurze Beine - Schulstandorte im ländlichen Raum müssen erhalten bleiben" so die Forderung des Vorstand der CDU Kyffhäuserkreis, der auf dem Kreisparteitag als Antrag eingebracht wurde. Der SPD wurde vorgeworfen weitere Schulen schließen zu wollen.
Den Antrag begründete Landtagsmitglied Manfred Scherer Hunger vor den Teilnehmern des Kreisparteitages hier der Inhalt und die Begründung in Kürze, wie er den Mitgliedern zu Beginn des Parteitages übergeben wurde. Der übergebene Antrag wurde später nach der Diskussion geändert.
Antrag:
Die CDU Kyffhäuserkreis steht dafür ein, kleine eigenständige Grund- und Regelschulen in unseren Dörfern und Städten zu erhalten. Denn eine gute Erreichbarkeit, die Bindung an ihre Schule und damit die Identifikation unserer Kinder mit ihrer Heimat, die Anbindung an Vereine und Betriebe vor Ort sind uns ein wichtiges Anliegen. Die CDU-Kreistagsfraktion möge bei der Vorlage der aktualisierten Schulnetzplanung entsprechende Vorschläge machen.
Begründung:
Ortsnahe Schulen sind gerade in ländlichen Regionen auch Bildungs- und Kompetenzzentrum, sie sind Anlaufpunkt für Eltern. Entsprechend dem Ziel "Kurze Wege für kurze Beine" müssen trotz Schülerrückgangs wohnortnahe Bildungsangebote erhalten werden. Denn die Wahrnehmung örtlicher Verantwortung für Schule und ihre Einbindung in den sozialen Nahraum und vor allem die Identifikation unserer Kinder mit ihrer Schule sind für uns Schlüssel zu guter Bildung. Dies hilft zur Verwurzelung unseres Nachwuchses mit der Region und bietet Anreiz, hier auch seine Zukunft aufzubauen.
Scherer holte in seiner Begründung weit aus und und sagte, die SPD-Politik laufe darauf hinaus, weiter Schulen zu schließen. In die Bildung aber müsse investiert werden, so Scherer.
Mit der von der SPD gewollten Gemeinschaftsschule wird eine Einheitsschule geschaffen, bei der das gegliederte Schulsystem kaputt gemacht wird, wenn das durchgesetzt wird. Die Gemeinschaftsschule läuft am Ende gar noch darauf hinaus, auch kein Gymnasium mehr zu haben, sein Befürchtungen.
Mit Plänen für den Schulstandort, die bereits diskutiert wurden, unterstrich er das. Nach den Plänen soll es für Sondershausen nur noch eine zentrale Gemeinschaftsschule geben. Die noch bestehenden drei Grund- und zwei Regelschulen gehen dann in dieser Gemeinschaftsschule auf. Mit fatalen Folgen für die Schüler, so Scherer, da sie dann deutlich längere Schulwege haben werden. Besonders für die Grundschüler problematisch.
Wenn man dann solche Pläne mit Gemeinschaftsschulen für den Kyffhäuserkreis weiter ansetzt so Scherer, dann wird die Folge sein, dass aus den jetzt noch 15 Grundschulen (+ eine private Grundschule) und sieben Regelschulen dann höchstens noch sieben Gemeinschaftsschule werden.
Scherer zweifelte auch den pädagogischen Wert der Gemeinschaftsschulen hat, weil ohne Gliederung alle Schüler über die gleichen einheitlichen Klassenstufen laufen, ohne Differenzierung ihrer Leistungsfähigkeit. Je weniger Schule, umso weniger Bindung zum Ehrenamt, so Scherer, wegen der immer größeren Entfernung von der Schule. Es bestehe auch die Gefahr, dass durch die längeren Wege auch die Bindung Eltern zur Schule einschlafen könnte, als Folge einer anonymen Massenschule. Scherers Forderung:
"Schule muss vor Ort bleiben".
Die SPD-Landrätin favorisiere doch immerfort das Projekt "Lernen vor Ort", also solle es so bleiben, so Scherer. Auch die demografische Entwicklung spricht in nächster Zeit dafür, dass die Schülerzahlen zumindest für Greußen, Ebeleben, Sondershausen und Helbedündorf recht konstant bleiben werden, also auch kein Grund weiter an den Schulformen zu arbeiten. Scherer bezog sich dabei bei den Zahlen auf den Bildungsbericht des Kyffhäuserkreises.
Naturgemäß gab es zum Thema Schulen natürlich die meisten Wortmeldungen, die nicht in aller Breite wieder gegeben werden können. Der Fraktionsführer der CDU im Sondershäuser Stadtrat, Hartmut Thiele, forderte mehr Fingerspitzengefühl bei der Formulierung des Antrags. Seine Forderung bekam von mehreren Rednern Unterstützung. Hintergrund, den Bürgern von Schülern, deren Schulen geschlossen werden mussten, sei jetzt schwer vermittelbar, warum man nun keine Schließungen mehr wolle.
Er, und auch Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer forderten, wir müssen bei den Schulen jetzt in der Breite bleiben. Wir haben mit kommunalen Mitteln bei der Finanzknappheit Schulen erhalten (Franzbergschule), die können wir jetzt nicht einfach schließen.
Reinhard Lotholz erhob auch Vorwürfe in Richtung Landkreis. Es sein vereinbart worden, für neue Schüler des Privatgymnasiums in Roßleben keine Förderung mehr zu zahlen. Das wäre aber nicht durchgesetzt worden. Es kann nicht sein so Lotholz, dass wir Überlegungen anstellen, Schulen zu schließen und fördern zusätzlich noch private Schulen mit Mitteln.
Antrag in Abstimmung:
Die CDU Kyffhäuserkreis steht dafür ein, die jetzt noch bestehenden eigenständigen Grund- und Regelschulen in unseren Dörfern und Städten zu erhalten. Denn eine gute Erreichbarkeit, die Bindung an ihre Schule und damit die Identifikation unserer Kinder mit ihrer Heimat, die Anbindung an Vereine und Betriebe vor Ort sind uns ein wichtiges Anliegen. Die CDU-Kreistagsfraktion möge bei der Vorlage der aktualisierten Schulnetzplanung entsprechende Vorschläge machen.
Der fettmarkierte Text wurde nach der Diskussion geändert.
Ergebnis:
Der geänderte Antrag wurde bei sechs Enthaltungen und drei Gegenstimmen angenommen.
Bei allen Anträgen die diskutiert wurden, war man sich in den Reihe der CDU klar, dass diese Anträge nicht von heut auf morgen umsetzbar sein, aber nicht trotz dessen angegangen werden müssen.
Autor: khhDen Antrag begründete Landtagsmitglied Manfred Scherer Hunger vor den Teilnehmern des Kreisparteitages hier der Inhalt und die Begründung in Kürze, wie er den Mitgliedern zu Beginn des Parteitages übergeben wurde. Der übergebene Antrag wurde später nach der Diskussion geändert.
Antrag:
Die CDU Kyffhäuserkreis steht dafür ein, kleine eigenständige Grund- und Regelschulen in unseren Dörfern und Städten zu erhalten. Denn eine gute Erreichbarkeit, die Bindung an ihre Schule und damit die Identifikation unserer Kinder mit ihrer Heimat, die Anbindung an Vereine und Betriebe vor Ort sind uns ein wichtiges Anliegen. Die CDU-Kreistagsfraktion möge bei der Vorlage der aktualisierten Schulnetzplanung entsprechende Vorschläge machen.
Begründung:
Ortsnahe Schulen sind gerade in ländlichen Regionen auch Bildungs- und Kompetenzzentrum, sie sind Anlaufpunkt für Eltern. Entsprechend dem Ziel "Kurze Wege für kurze Beine" müssen trotz Schülerrückgangs wohnortnahe Bildungsangebote erhalten werden. Denn die Wahrnehmung örtlicher Verantwortung für Schule und ihre Einbindung in den sozialen Nahraum und vor allem die Identifikation unserer Kinder mit ihrer Schule sind für uns Schlüssel zu guter Bildung. Dies hilft zur Verwurzelung unseres Nachwuchses mit der Region und bietet Anreiz, hier auch seine Zukunft aufzubauen.
Scherer holte in seiner Begründung weit aus und und sagte, die SPD-Politik laufe darauf hinaus, weiter Schulen zu schließen. In die Bildung aber müsse investiert werden, so Scherer.
Mit der von der SPD gewollten Gemeinschaftsschule wird eine Einheitsschule geschaffen, bei der das gegliederte Schulsystem kaputt gemacht wird, wenn das durchgesetzt wird. Die Gemeinschaftsschule läuft am Ende gar noch darauf hinaus, auch kein Gymnasium mehr zu haben, sein Befürchtungen.
Mit Plänen für den Schulstandort, die bereits diskutiert wurden, unterstrich er das. Nach den Plänen soll es für Sondershausen nur noch eine zentrale Gemeinschaftsschule geben. Die noch bestehenden drei Grund- und zwei Regelschulen gehen dann in dieser Gemeinschaftsschule auf. Mit fatalen Folgen für die Schüler, so Scherer, da sie dann deutlich längere Schulwege haben werden. Besonders für die Grundschüler problematisch.
Wenn man dann solche Pläne mit Gemeinschaftsschulen für den Kyffhäuserkreis weiter ansetzt so Scherer, dann wird die Folge sein, dass aus den jetzt noch 15 Grundschulen (+ eine private Grundschule) und sieben Regelschulen dann höchstens noch sieben Gemeinschaftsschule werden.
Scherer zweifelte auch den pädagogischen Wert der Gemeinschaftsschulen hat, weil ohne Gliederung alle Schüler über die gleichen einheitlichen Klassenstufen laufen, ohne Differenzierung ihrer Leistungsfähigkeit. Je weniger Schule, umso weniger Bindung zum Ehrenamt, so Scherer, wegen der immer größeren Entfernung von der Schule. Es bestehe auch die Gefahr, dass durch die längeren Wege auch die Bindung Eltern zur Schule einschlafen könnte, als Folge einer anonymen Massenschule. Scherers Forderung:
"Schule muss vor Ort bleiben".
Die SPD-Landrätin favorisiere doch immerfort das Projekt "Lernen vor Ort", also solle es so bleiben, so Scherer. Auch die demografische Entwicklung spricht in nächster Zeit dafür, dass die Schülerzahlen zumindest für Greußen, Ebeleben, Sondershausen und Helbedündorf recht konstant bleiben werden, also auch kein Grund weiter an den Schulformen zu arbeiten. Scherer bezog sich dabei bei den Zahlen auf den Bildungsbericht des Kyffhäuserkreises.
Naturgemäß gab es zum Thema Schulen natürlich die meisten Wortmeldungen, die nicht in aller Breite wieder gegeben werden können. Der Fraktionsführer der CDU im Sondershäuser Stadtrat, Hartmut Thiele, forderte mehr Fingerspitzengefühl bei der Formulierung des Antrags. Seine Forderung bekam von mehreren Rednern Unterstützung. Hintergrund, den Bürgern von Schülern, deren Schulen geschlossen werden mussten, sei jetzt schwer vermittelbar, warum man nun keine Schließungen mehr wolle.
Er, und auch Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer forderten, wir müssen bei den Schulen jetzt in der Breite bleiben. Wir haben mit kommunalen Mitteln bei der Finanzknappheit Schulen erhalten (Franzbergschule), die können wir jetzt nicht einfach schließen.
Reinhard Lotholz erhob auch Vorwürfe in Richtung Landkreis. Es sein vereinbart worden, für neue Schüler des Privatgymnasiums in Roßleben keine Förderung mehr zu zahlen. Das wäre aber nicht durchgesetzt worden. Es kann nicht sein so Lotholz, dass wir Überlegungen anstellen, Schulen zu schließen und fördern zusätzlich noch private Schulen mit Mitteln.
Antrag in Abstimmung:
Die CDU Kyffhäuserkreis steht dafür ein, die jetzt noch bestehenden eigenständigen Grund- und Regelschulen in unseren Dörfern und Städten zu erhalten. Denn eine gute Erreichbarkeit, die Bindung an ihre Schule und damit die Identifikation unserer Kinder mit ihrer Heimat, die Anbindung an Vereine und Betriebe vor Ort sind uns ein wichtiges Anliegen. Die CDU-Kreistagsfraktion möge bei der Vorlage der aktualisierten Schulnetzplanung entsprechende Vorschläge machen.
Der fettmarkierte Text wurde nach der Diskussion geändert.
Ergebnis:
Der geänderte Antrag wurde bei sechs Enthaltungen und drei Gegenstimmen angenommen.
Bei allen Anträgen die diskutiert wurden, war man sich in den Reihe der CDU klar, dass diese Anträge nicht von heut auf morgen umsetzbar sein, aber nicht trotz dessen angegangen werden müssen.

