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Mo, 23:20 Uhr
29.04.2013

Sandros letzter Weg

"20 Uhr am Rondell - Sandros letzter Weg" so der Titel einer bemerkenswerten Fotosausstellung die heute unter großer Anteilnahme in Sondershausen eröffnet wurde.


Sandros letzter Weg (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sandros letzter Weg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Fast zu der Uhrzeit, als Sandro B. damals seinen letzten Weg antrat, bevor er seinen Mördern in die Hände fiel. eröffnete in der Schösserstraße 9 von Sondershausen eine Fotoausstellung von Fotograf Sebastian Weise, hat versucht hatte sich mit Sandros letztem Weg zu beschäftigen. Sandro war auf den Tag vor 20 Jahren ermordet worden. Unter dem Namen Satansmord von Sondershausen war und ist dieses Geschehen immer noch Deutschland weit bekannt.

Zur Vernissage die ab 19 Uhr in der GALERIE TEMPORÄR, Schösserstraße 9 in Sondershausen stattfand, erläuterte Sebastian Weise sein Projekt. Als besonderen Ehrengast konnte Weise Landrätin Antje Hochwind (SPD) begrüßen, die dazu sogar vorzeitig die wichtige Sitzung des Bildungsausschusses verließ.

Mit der Kamera den letzten Weg Sandros künstlerisch nachzuvollziehen war eine sehr gelungene Arbeit von Michael Weise. In der Ausstellung sind die auch chronologischen nach Uhrzeiten geordnet, wie sie in etwa gewesen sein dürfte. Beginnend von der Blödaustraße über Possenallee bis zum Rondell, wo schon die Mörder warteten.

Sandros letzter Weg (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sandros letzter Weg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Weise hat sehr gut den Zeitgeist getroffen. Er ist mit dem Geschehen sehr eng verbunden. Er kannte nicht nur Sandro B. sondern ging mit den drei Mördern damals in eine Schulklasse!

Noch mahnender als sein Fotos waren die Worte, die er den Gästen der Eröffnung nahe legte. passt auf eure Nachbarn auf. Schaut ob sie extreme Ansichten vertreten. Setzt Euch damit auseinander. Dabei sprach Weise besonders die Jugendlichen an. Im Gespräch mit kn zeigte sich Weise beeindruckt, dass sehr viele Jugendliche den Weg hierher gefunden hatten, obwohl sie zum Zeitpunkt des Mordes nicht mal auf der Welt waren. Gerade für Jugendliche ist so eine Ausstellung eine Stätte mahnendes Gedenkens. Und es ist unverkennbar, so Weise, einige der "Satansmörder" muss man jetzt der rechte Szene zu ordnen.

Landrätin Hochwind forderte in ihren Worten, man muss die Jugendlichen über Satanismus aufklären. Sie sprach der Familie B ihre Beileid aus und zeigte Verständnis, dass heute keiner zur Erüfnung kam. Hochwind betonte, man müsse sich mit den Ereignissen auseinandersetzten, sie gehören zur Geschichte der Stadt und des Kyffhäuserkreises. Hochwind bot Unterstützung an, wenn die Ausstellung später an anderen Orten gezeigt werden soll.

Neben vielen einheimischen Gästen waren auch auch Besucher aus anderen Orten anzutreffen. Das Ereignis des Satansmords gehört zur Geschichte der Stadt und interessierte auch den neuen Standortältesten der Bundeswehr von Sondershausen, Oberstleutnant Kankeleit, der sich mal ganz in privat für das Thema interessierte. Später stießen auch noch Mitglieder des Bildungsausschusses zur Ausstellung, wie Ebelebens Bürgermeister Uwe Vogt (SPD), die mit der Sitzung fertig waren.

Sandros letzter Weg (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sandros letzter Weg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Nur kurz ging Wiese auf die Kontroversen mit der Stadt Sondershausen ein. Weise bedankte sich bei der Wippertal Immobilien GmbH für die Zurverfügungstellung der leerstehenden Geschäftsräume. Der Geschäftsführer der Wippertal, Eckhard Wehmeier gab zum Ausdruck, dass der Titel Galerie Temporär durch aus in "Dauernd Galerie Temporär" gewandelt werden könnte. Sicher keine schlechte Idee.

Anschließend gab es viele Gespräche. Über eine Meinung war oft zu hören. Das Problem des "Satanismus" ist (war) kein spezielles Problem von Sondershausen. Der Mord hätte auch in anderen Städten Thüringens oder ganz Deutschland passieren können. Aber auseinandersetzen muss man sich damit. Ein Weg zur Diskussion ist diese Ausstellung.

Die Ausstellung läuft vom 29.04. - 09.06. 2013. Geöffnet ist sie Di/Fr/Sa/So 16-18 Uhr.
Sandros letzter Weg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sandros letzter Weg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sandros letzter Weg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sandros letzter Weg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sandros letzter Weg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sandros letzter Weg (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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